Warnstreik: Auch Fähren zum Priwall betroffen

Lübeck: Die Gewerkschaft ver.di hat für Dienstag und Mittwoch, den 8. und 9. September 2026, zu ganztägigen Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen. Davon betroffen sind auch die Busse und Fähren der Stadtwerke Lübeck Mobil.

Auswirkungen auf den Bus- und Fährverkehr
Von Betriebsbeginn am 8. September gegen 3 Uhr bis voraussichtlich zum Betriebsende am 9. September bleiben alle Busse der Stadtwerke Lübeck Mobil im Depot. Auch der On-Demand-Service „lümo“ steht während des Warnstreiks nicht zur Verfügung.

Nicht betroffen und planmäßig unterwegs sind die folgenden Linien der Lübeck-Travemünder Verkehrsgesellschaft (LVG): 30, 31, 33, 34, 35, 38, 40 und 50.

Auch Fährbetrieb in Travemünde betroffen
Auch der Fährbetrieb (Autos, Lastwagen et cetera) einschließlich der Norderfähre wird bestreikt. Für Fußgänger und Radfahrer besteht jedoch stündlich zur vollen Stunde eine Überfahrtmöglichkeit
mit der Hauptfähre zum Priwall und zurück. Die Versorgung im Notfall bleibt ebenfalls gewährleistet: Im Einsatz befindliche Fahrzeuge sowie Rettungsdienste wie Krankenwagen und Feuerwehr können den Priwall weiterhin erreichen.

Service-Center geschlossen
Die Service-Center in Travemünde sowie am ZOB Lübeck bleiben während des Warnstreiks geschlossen.

„Wir bedauern die entstehenden Einschränkungen und Unannehmlichkeiten und bitten alle Fahrgäste um Verständnis“, heißt es in einer Mitteilung der Stadtwerke.
Die Gewerkschaft ver.di hat für Dienstag und Mittwoch, den 8. und 9. September 2026, zu ganztägigen Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen. Foto: Archiv/HN
Die Gewerkschaft ver.di hat für Dienstag und Mittwoch, den 8. und 9. September 2026, zu ganztägigen Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen. Foto: Archiv/HN

Text-Nummer: 181703    Autor: Stadtwerke/red.    vom 4.9.2026 16.09 Uhr

Kommentare zu diesem Text (7):

Priwalli

schrieb am 4.9.2026 16.29 Uhr:
Ist jemand in der Lage, den rechtlich einwandfreien Nachweis zu führen, dass die Priwallfähren möglicherweise gar nicht zum ÖPNV gehören und daher nicht bestreikt werden dürfen ?

ZORRO

schrieb am 4.9.2026 16.42 Uhr:
Naja Priwilli einfach Badehose an , über die Trave schwimmen und die Besstzung der Fähre fragen ob sie von der Zürückbehaltung ihrer Arbeitskraft weiterhin gebrauch machen oder endlich bereit sind dein Auto rüberzuholen.

Albert

schrieb am 4.9.2026 17.29 Uhr:
Geschenkt. Ich habe kein Verständnis.

Das Personal erhält grundsätzlich tolles Geld. Die leiden ja nun nicht unter ihrem Einkommen. Es kann auch jeder gehen, wenn er nicht damit einverstanden ist und in die freie Wirtschaft gehen.

Tobias Möller

schrieb am 4.9.2026 17.36 Uhr:
Die einfachste Lösung für das Streikproblem:
Den ÖPNV abschaffen.

Arztfahrten können von Krankenversicherungen auf Rezept mittels Taxi erledigt werden.

Alle anderen Bedarfsfahrten können ebenfalls durch Taxen erledigt serden.

Gibt es ein Gesetz, welches einen überteuerten höchstdefizitären ÖPNV vorschreibt ?

Ich sehe nicht ein, dass die Steuerzahler für die selbstverursachten Mobilitätsprobleme anderer aufkommen sollten.

Malik

schrieb am 4.9.2026 17.38 Uhr:
Ein rechtlich einwandfreier Nachweis, dass die Priwallfähren nicht zum ÖPNV gehören und deshalb nicht bestreikt werden dürften, lässt sich juristisch nicht führen. Im Gegenteil: Die Fährverbindungen sind rechtlich und organisatorisch fest in den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) integriert, und das Streikrecht der dort Beschäftigten ist verfassungsrechtlich geschützt.

andre klar

schrieb am 4.9.2026 23.21 Uhr:
Ich hoffe, das die Busspuren in HL in den zahlreichen kommenden Streiktagen für den normalen Verkehr freigegeben werden. Und bitte öffentliches Geld für den ÖPNV umschichten auf Auto und Fahrrad, die nicht nach Belieben von wenigen (...) lahmgelegt werden können.
Und, last but not least, auf AG-Seite unbedingt hart bleiben im Tarifpoker.

KÜCKNITZER

schrieb am 4.9.2026 23.53 Uhr:
Jedes Jahr das gleiche Spiel und die gleichen Fragen.
Das eine ist der Stadtverkehr Lübeck und das andere ist die Lübecker Verkehrsgesellschaft.
Ich verstehe auch nicht, warum man nicht Verträge machen kann, durch die so etwas verhindert werden kann. Jedes Jahr wieder zu streiken, ist so etwas von unnötig.
Und wenn Sie dann mehr Geld bekommen, als bekämen Sie nicht schon genug, steigen dann auch noch die Preise der Fahrkarten.
Ich gehe jede Wette ein: Nächstes Jahr gibt es die nächste Runde Streik.