Hydraulik-Poller und Kübel sollen Strandpromenade schützen

Lübeck: In der Straße "Vorderreihe" wurden sie schon häufiger gefordert, einige hundert Meter sollen sie jetzt entstehen: Ab nächstem Jahr werden hydraulische Poller die Strandpromenade sichern. Der Kurbetrieb hat dafür 150.000 Euro in seinem Etat vorgesehen. Zusätzlich sind Pflanzkübel geplant, um weitere Zufahrtsmöglichkeiten zu sichern.



Die Promenadenzugänge sind derzeit mit einfachen Steckpollern gesichert. "Diese werden nach dem genehmigten Durchfahren der Zufahrten häufig im Randbereich liegengelassen, entwendet oder beschädigt. Dadurch lässt sich das Durchfahren nicht wirksam verhindern", so der Kurbetrieb. "Die Steckpoller bieten zudem keine wirksame Absicherung gegen ein gewaltsames Einfahren auf die Promenade."

Aber auch weitere Zufahrtsmöglichkeiten werden abgesichert. "Der Platz auf der Strandpromenade vor dem A-ja-Hotel macht mangels Begrünung einen tristen Eindruck", so der Kurbetrieb. "Der Bereich wird häufig als illegale Zufahrt genutzt. Durch das Aufstellen zusätzlicher Pflanzkübel soll der Platz begrünt und optisch an die übrige Promenade mit ihren zahlreichen grünen Inseln angepasst werden. Gleichzeitig verhindern die Pflanzgefäße das illegale Durchfahren."

Auch abseits der Strandpromenade gibt es Planungen für Verbesserungen. So wurde endlich ein Standort für eine öffentliche Toilette am Parkplatz Fischereihafen gefunden. Und die Erweiterung der Travepromenade in Höhe des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes kann fortgesetzt werden. Außerdem soll der Strandspielplatz der Nordermole neu gebaut werden. "Unter Beteiligung der Kinder und Jugendlichen soll ein neues Spielplatzangebot für Familien geschaffen werden", verspricht der Kurbetrieb. "Dieser sollte, ähnlich wie der alte Piratenspielplatz, ein Alleinstellungsmerkmal darstellen und somit reisemotivierend wirken."

Der Kurbetrieb finanziert sich überwiegend aus Gebühren. So werden für kommendes Jahr Kurabgaben und Strandnutzungsgebühren von rund 3,185 Millionen Euro erwartet. Dazu kommen die Einnahmen aus den Parkplätzen von rund 970.000 Euro und Wohnmobilstellplätzen von 440.000 Euro.
Die Strandpromenade in Travemünde wird in Zukunft mit hydraulischen Pollern gesichert. Fotos: Helge Normann
Die Strandpromenade in Travemünde wird in Zukunft mit hydraulischen Pollern gesichert. Fotos: Helge Normann

Text-Nummer: 181758    Autor: VG    vom 7.9.2026 18.05 Uhr

Kommentare zu diesem Text (4):

nolli

schrieb am 7.9.2026 21.51 Uhr:
Toilette an der Strandpromenade wären auch nicht schlecht. Diese langen Warteschlangen gibt es nur in Travemünde. Einfach schlimm

Molli

schrieb am 8.9.2026 9.13 Uhr:
Bleibt zu hoffen, dass die Poller auf Dauer gut funktionieren. Negativbeispiel: Versenkbare Poller Schmiedestraße/Klingenberg. Anschaffung und Einbau 2012. Der Poller entwickelte sich über die Jahre zu einem sprichwörtlichen „Groschengrab“. Finaler Rückbau 2024.

safetix

schrieb am 8.9.2026 12.36 Uhr:
Zu den Promenaden gibt es noch weitere Zugänge, die mE einen Zugangsschutz haben müssen. Auf welche Terroristen immer wieder kommen, die von den Veranstaltungsorganisatoren nicht erkannt wurden, zeigen die Beispiele aus der Vergangenheit.

Selachi

schrieb am 8.9.2026 20.58 Uhr:
Eine völlig übertriebene, kostenintensive Maßnahme (Instandhaltung, Wartung!). Nutzlos wenn Attentäter von See her angreifen! Und das wäre für Travemünde die wahrscheinlichste Taktik.