Solarthermie-Park Moisling öffnet erstmals für Besucher

Lübeck - Moisling: Am 2. Oktober 2026 öffnet der Solarthermiepark Moisling erstmals für die Öffentlichkeit. Zwischen 14 und 18 Uhr zeigen die Stadtwerke Lübeck bei geführten Rundgängen, wie Sonnenenergie in Wärme umgewandelt und in das Moislinger Fernwärmenetz eingespeist wird. Die Teilnahme ist kostenfrei. Da die Zahl der Plätze je Rundgang begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich.

„Als Leuchtturm der Lübecker Wärmewende steht der Solarthermiepark Moisling beispielhaft für den Umbau der Wärmeversorgung in unserer Stadt“, sagt Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau. „Die Anlage macht konkret sichtbar, wie kommunale Wärmeplanung und moderne Energietechnik zusammenwirken.“

„Begriffe wie Wärmewende und Fernwärme bleiben für viele Menschen abstrakt“, sagt Dr. Jens Meier, CEO der Stadtwerke Lübeck Gruppe. „Bei den Rundgängen zeigen unsere Expert:innen anschaulich, wie aus Sonnenenergie Wärme entsteht und welchen Beitrag die Solarthermieanlage zur zukünftigen Wärmeversorgung in Moisling leisten kann.“

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Funktionsweise der Anlage und die Nutzung von Solarthermie im Fernwärmenetz. Besucher:innen erfahren, wie die Kollektoren Sonnenenergie in nutzbare Wärme umwandeln, welche Aufgabe der Wärmespeicher übernimmt und wie die erzeugte Energie in das bestehende Netz eingespeist wird. Fachleute der Stadtwerke Lübeck erläutern die technischen Zusammenhänge und beantworten Fragen. Die Klimaleitstelle der Hansestadt Lübeck stellt an einem eigenen Stand sechs weitere Leuchttürme der Lübecker Wärmewende vor.

Der Solarthermiepark Moisling ist ein zentraler Baustein für den Umbau der Lübecker Fernwärmeversorgung. Insgesamt 788 Solarthermiekollektoren auf rund 12.500 Quadratmetern erzeugen Wärme aus Sonnenenergie für das Moislinger Fernwärmenetz. Ein 3.000 Kubikmeter großer Speicher nimmt die gewonnene Wärme auf und stellt sie bedarfsgerecht bereit. Nach Projektberechnungen deckt die Anlage rund 11,7 Prozent des Wärmebedarfs im bestehenden Moislinger Fernwärmenetz. Gegenüber einer vergleichbaren gasbasierten Wärmebereitstellung verursacht sie demnach jährlich rund 800 Tonnen weniger CO₂.

Veranstaltung auf einen Blick
Termin: 2. Oktober 2026, 14 bis 18 Uhr
Programm: Geführte Rundgänge durch den Solarthermiepark Moisling
Teilnahme: kostenfrei; Anmeldung erforderlich, da die Zahl der Plätze je Rundgang begrenzt ist
Anmeldung: moisling.swhl.de
Am 2. Oktober 2026 öffnet der Solarthermiepark Moisling erstmals für die Öffentlichkeit. Foto: Stadtwerke
Am 2. Oktober 2026 öffnet der Solarthermiepark Moisling erstmals für die Öffentlichkeit. Foto: Stadtwerke

Text-Nummer: 181775    Autor: SWHL/red.    vom 8.9.2026 15.28 Uhr

Kommentare zu diesem Text (10):

Normal

schrieb am 8.9.2026 16.27 Uhr:
Furchtbar wie die Lanschaft versiegelt wird. Das Foto erinnert mich an dystopischem Science Fiction.
Mit je einem Atommeiler der neuen sicheren Generation in den Bundesländern gäbe es Energie billigst. Weder Windmühlen, die Vögel schreddern und ihr Fiberglas durch Flügelabrasion in die Felder und Wälder streuen noch Solarparks sind nötig.
Einzig Logik schlägt Ideologie - immer☝️

Fahrradfahrer

schrieb am 8.9.2026 19.50 Uhr:
@Normal

Wo ist da ne Versiegelung? Solarpanel lassen das Wasser ziemlich gut durchsickern da entgegen ihrer Annahme nichts versiegelt wurde.

Und wenn wir schon dabei sind... Was ist mit all den Parkplätzen? Die sind tatsächlich alle flächenversiegelt.

Freiwild

schrieb am 8.9.2026 23.44 Uhr:
@ Normal

"Furchtbar wie die Lanschaft versiegelt wird. Das Foto erinnert mich an dystopischem Science Fiction."

Weißt du nicht was Versiegelung bedeutet?

https://www.ln-online.de/lokales/luebeck/im-video-der-erste-blick-in-den-neuen-solarpark-moisling-3cb6f906-5dfc-49c8-88e7-432a20985321.html

Ja, total versiegelt XD.

"Mit je einem Atommeiler der neuen sicheren Generation in den Bundesländern gäbe es Energie billigst."

Jetzt klingelt es bei mir: Du bist der Dude der Autos 'ganz einfach' und 'ganz billig' mit Atomenergie betreiben wollte und komplett debunked wurde. XD

"Weder Windmühlen, die Vögel schreddern und ihr Fiberglas durch Flügelabrasion in die Felder und Wälder streuen noch Solarparks sind nötig."

Nieder mit den Windmühlen der Schande!
Jährlich sterben ca. 100.000 Vögel durch Kollisionen mit Windrädern.

Ähm und sind dann auch Stromleitungen (2,8 Mio.), Hauskatzen (bis 60 Mio.) und Verkehr (bis zu 70 Mio.) unnötig? Ach ja und Gebäude bitte ohne Fensterscheiben bauen, da knapp 115 Mio. Vögel den Tod finden.

Apropos Schreddern: Noch vor 4 Jahren wurden 45 Mio. Küken in Deutschland geschreddert. Unter anderem ist es NGOs wie PETA zu verdanken, dass dies in Deutschland heute verboten ist. (...)
"Einzig Logik schlägt Ideologie - immer ☝️"

Wie hast du den Spam-Schutz umgangen?

Bürger

schrieb am 9.9.2026 6.41 Uhr:
@Normal
Ich verstehe das immer noch nicht wie wir all das schaffen wollen wenn man keine Kompromisse eingeht. Was möchtest du dort denn eher sehen? Ein Atomkraftwerk? Oder soll dort ein Schaufelradbagger sein Unheil tun und nach Kohle graben? Ist sicherlich hübscher anzusehen als ein paar Solarthermie Paneele. Ehrlich was ist deine alternative?

Lukas

schrieb am 9.9.2026 7.55 Uhr:
Mal abgesehen davon, dass von den ganzen "neuen" "sicheren" "supertollen" Atommeilern bisher kaum einer am Netz ist in Europa und die Kosten überall explodieren, ebenso wie, dass keine Versicherung Atommeiler versichert sondern die immer über Steuergeld abgesichter sind; genau wie die Baukosten (soviel dann wieder zum freien Markt), muss man auch bedenken, dass ein Atommeiler lokal wenig Fläche braucht aber eine Menge Fläche in der Uranschürfung, Verarbeitung, Transport, Zwischenlagerung (diese Castorenplätze sind immer herrlich unversiegelt) und natürlich Endlagerung.
Auch vermute ich, dass der Kommentator selbst eher ungern neben dem Meiler wohnen würde.

Hingegen kann der "Flächenversiegelung" bei Solar, der durch gemischte Konzepte mit Parkplatzdächern, Hausdächern, Dächern von Gewerbebetrieben und Agrisolaranlagen begegnet werden. Und auch bei freistehenden Anlagen erreicht der Regen den Boden und die Eigenschaften der Module als Windschutz verringern sogar oft die Bodenerosion im Umfeld. Auch wird zum Teil die Weidefläche unter den Solarparks entweder als Heufläche genutzt oder von Schafen beweidet anstatt gemäht.

LittleMy

schrieb am 9.9.2026 8.19 Uhr:
Herrlich, diese Vogelsterben- und Abriebmythen bei Windkraftanlagen. Soviel zur Ideologie..
Gut mit Humor in den Tag zu starten!

Martin S.

schrieb am 9.9.2026 8.51 Uhr:
@Normal
1 Atommeiler in jedem Bundesland? Ach hören Sie auf, es reicht doch ein Meiler in Moskau um ganz Europa zu versorgen.

NichtZuGlauben

schrieb am 9.9.2026 12.04 Uhr:
@Normal

Wenn Sie so sehr von der neuen Generation Atomkraftwerke überzeugt sind, sind Sie ja auch sicherlich bereit ein Endlager in Ihrem Garten errichten zu lassen, oder???

Martin Walter

schrieb am 9.9.2026 14.01 Uhr:
Analyse der Argumente & Halbwahrheiten in den Kommentaren

Flächenversiegelung: Der Vorwurf von „Normal“ greift technisch komplett fehl. Bei Freiflächen-Photovoltaik und Solarthermie bleiben die Böden in aller Regel unversiegelt, das Regenwasser versickert, und oft entstehen artenreiche Wiesen. Die Kommentatoren „Fahrradfahrer“, „Freiwild“ und „Lukas“ korrigieren diesen Punkt völlig zu Recht.

Reaktoren der 4. Generation („Generation IV“): Die Behauptung, man könne kurzfristig und „billigst“ in jedem Bundesland einen solchen Meiler aufstellen, ist das eigentliche Zentrum des Halbwissens.

Entwicklungsstand: Reaktoren der 4. Generation (z. B. Natrium-gekühlte schnelle Brüter oder Flüssigsalzreaktoren) befinden sich überwiegend im Forschungs- und Prototypen-Stadium. Ein kommerzieller, serienmäßiger Einsatz ist viele Jahre bis Jahrzehnte entfernt.

Kosten: Atomstrom ist im Neubau (siehe Hinkley Point C in GB oder Olkiluoto 3 in Finnland) extrem teuer, von Milliarden-Budgetüberschreitungen geprägt und ohne immense staatliche Subventionen sowie Risikoübernahmen privatwirtschaftlich kaum zu finanzieren. Von „billigst“ kann keine Rede sein.

Wärmenetz-Tauglichkeit: Der Artikel behandelt Solarthermie für das Fernwärmenetz. Ein zentraler Atomreaktor ist auf Stromerzeugung ausgelegt; eine großflächige Abwärmenutzung für kommunale Fernwärmenetze wie in Moisling erfordert völlig andere Infrastrukturen und Standortbedingungen.

Kritik an Erneuerbaren (Vögel & Abrieb): Die Argumente bezüglich Vogelsterben werden von „Freiwild“ treffend relativiert: Gegenüber Glasfronten, Verkehr und Katzen spielt die Windkraft statistisch eine untergeordnete Rolle. Der Rotorblatt-Abrieb existiert, wird aber im öffentlichen Diskurs oft maßlos übertrieben dargestellt.

Warum herrscht dieses Halbwissen vor?

Stammtisch-Narrative und Social-Media-Echokammern: Komplexe technische Begriffe wie „Generation IV“, „SMR“ (Small Modular Reactors) oder „Sprit aus Atommüll“ klingen verlockend unkompliziert. In Debatten werden sie gerne als rhetorischer Wunderjoker gezogen („Warum kompliziert, wenn es doch die Technik der Zukunft gibt?“), ohne die realen Bauzeiten, Sicherheitsfragen oder Kosten zu prüfen.

Verwechslung von Konzept und Marktreife: In den Medien wird oft über technische Durchbrüche auf Labor- oder Prototypenebene berichtet. Viele Leser interpretieren dies so, als stünden diese Technologien morgen bezahlbar beim Händler im Regal.

Abwehrreaktion gegen Veränderung: Neuerungen vor der eigenen Haustür (wie ein neuer Solarpark oder Windräder) lösen oft Skepsis aus. Um die eigene Ablehnung wissenschaftlich oder technisch zu begründen, wird auf Schlagworte gegriffen, die nach „Logik“ klingen – selbst wenn sie sachlich fehlerhaft sind.

Mangelndes Verständnis der Wärme- versus Stromwende: Viele Differenzieren nicht zwischen der Erzeugung von elektrischem Strom und dem Bereitstellen von Niedertemperaturwärme für ein städtisches Fernwärmenetz, wofür Solarthermie eine technisch hocheffiziente Lösung bietet.

Freiwild

schrieb am 9.9.2026 21.49 Uhr:
@ Martin Walter

Zunächst möchte ich mich bei Ihnen für die abermalige Einordnung der Kommentare und die sachliche Aufarbeitung bedanken.

Vielen Dank!

Ich wollte noch was zu den Windrädern beitragen:

Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erkennen vollautomatische Antikollisionssysteme geschützte Vogelarten und stellen die Windräder bei Identifaktion einer geschützen Vogelart ab.

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/vogelschutz-fuer-windraeder-vollautomatisch-durch-ki-kameras,vogelschutz-100.html

@ Normal

Da sie sich Sorgen um Tiere machen, wäre eine Verkehrswende dann nicht sinnvoller? Mehr Fahrräder statt Autos? Oder mehr Fahrgemeinschaften? Oder ist das abwegig und würde am Ende nur ihre Heuchlei entlarven?