Sicherheit bei Elektroautos: Batterie, Laden und Bremsen

Lübeck: Batteriebrände, nasse Ladesäulen und rostige Bremsen: Viele Missverständnisse halten sich um die Sicherheit von Elektroautos. Experte Nico Kleefeldt vom TÜV Nord erläutert, worauf Halter achten sollten.

Batteriebrände kommen bei Elektroautos nicht häufiger vor als bei Verbrennern, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft feststellt. Sicherheitssysteme halten die Batterie im normalen Betrieb innerhalb der Grenzen. Nach einem Unfall oder Aufsetzen am Gehäuse ist jedoch eine fachkundige Prüfung über Diagnoseschnittstellen nötig.

Batterie
Rot leuchtende Warnungen oder die Aufforderung, das Fahrzeug zu verlassen, sind ernst zu nehmen. Dann ist professionelle Hilfe erforderlich.

Laden
Vor dem Anschließen prüfen Halter Kontakte und Stecker auf Sauberkeit und Beschädigungen. Beschädigte Kabel dürfen nicht verwendet werden. Hochvoltkomponenten bleiben Laien untersagt. Ladesäulen vertragen normalen Regen, nicht jedoch Überflutungen oder Schäden. Fahrzeuge aus Hochwasser sind zu prüfen.

Rekuperation
Die Rekuperation entlastet die mechanische Bremse, sodass Rost entstehen kann. Regelmäßiges bewusstes Bremsen hilft dagegen. Bei ungewöhnlichen Geräuschen ist eine Werkstatt aufzusuchen.

Reifen und Fahrverhalten
Das höhere Gewicht beansprucht Reifen und Fahrwerk stärker, besonders in Kurven. Auch bei ausreichendem Profil auf der Lauffläche kann die Schulter stärker abgenutzt sein. Vorausschauendes Fahren ist ratsam.

Wer zum ersten Mal ein Elektroauto fährt, sollte sich mit der sofortigen Beschleunigung, dem Bremsverhalten und dem geringen Geräusch vertrautmachen. In Tempo-30-Zonen gilt besondere Vorsicht gegenüber Kindern.
E-Auto in einer TÜV NORD Prüfhalle. Foto:  TNM / Eric Shambroom
E-Auto in einer TÜV NORD Prüfhalle. Foto: TNM / Eric Shambroom

Text-Nummer: 181777    Autor: TÜV/red.    vom 11.9.2026 12.51 Uhr