Streik: Polizei ermittelt nach Drohung gegen Busfahrer

Lübeck: Begleitend zum zweitägigen Warnstreik im Lübecker Bus- und Fährverkehr kam es zu einem Zwischenfall: Wegen einer Drohung per E-Mail gegen streikende Beschäftigte hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen und zeigt an den Treffpunkten Präsenz.


Auch das Gewerkschaftshaus steht unter Polizeischutz.

Auch das Gewerkschaftshaus steht unter Polizeischutz.


Seit Dienstagmorgen stehen die Räder im Lübecker Nahverkehr weitgehend still. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Stadtwerke Lübeck Mobil zu einem zweitägigen Warnstreik aufgerufen, von dem Busse sowie die Fähren zum Priwall betroffen sind.

Für zusätzliche Unruhe sorgte am Streiktag eine Drohmail, die sich gegen die streikenden Busfahrer richtete. An den Sammelpunkten der Streikenden zeigte die Polizei daraufhin sichtbare Präsenz, um die Lage abzusichern.

Auf Nachfrage von HL-live.de teilte eine Sprecherin der Polizei mit: „Die Polizei ermittelt aufgrund eines Schreibens wegen des Anfangsverdachts der Bedrohung und zeigt angepasst Präsenz an den relevanten Orten. Es gibt keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung.“

Trotz der Einschüchterungsversuche versammelten sich die Gewerkschafter am Vormittag an ihren Streikposten. Der Ausstand soll noch bis einschließlich Mittwoch andauern.
Im Umfeld des Streiks zeigte die Polizei vorsorglich verstärkt Präsenz. Fotos: STE
Im Umfeld des Streiks zeigte die Polizei vorsorglich verstärkt Präsenz. Fotos: STE

Text-Nummer: 181782    Autor: red.    vom 8.9.2026 13.44 Uhr