Welt-Sepsis-Tag: Sepsis erkennen und Warnzeichen ernst nehmen

Lübeck - St. Jürgen: Eine Sepsis kann jeden treffen und schnell lebensbedrohlich werden. Zum Welt-Sepsis-Tag am 13. September machen die Sana Kliniken Lübeck auf wichtige Warnzeichen aufmerksam und zeigen, wie sie die Früherkennung im Klinikalltag stärken.

Eine Lungenentzündung, ein Harnwegsinfekt oder eine infizierte Wunde können Ausgangspunkt einer Sepsis sein. Sie entsteht, wenn die Reaktion des Körpers auf eine Infektion außer Kontrolle gerät und dadurch lebenswichtige Organe geschädigt werden. Gerade zu Beginn sind die Anzeichen oft nicht eindeutig. Umso wichtiger ist es, die Warnzeichen zu kennen und bei einer deutlichen Verschlechterung auch an eine Sepsis zu denken. Darauf macht auch die diesjährige Kampagne #DeutschlandErkenntSepsis zum Welt-Sepsis-Tag aufmerksam. Denn Sepsis ist ein medizinischer Notfall, bei dem schnelles Handeln entscheidend ist.

Warnzeichen kennen und handeln
Ein außergewöhnlich starkes Krankheitsgefühl, plötzlich auftretende Verwirrtheit oder Teilnahmslosigkeit, auffällig schnelle Atmung sowie kalte, feuchte oder marmorierte Haut können Warnzeichen einer Sepsis sein. Auch Fieber und Schüttelfrost können auftreten. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass eine Sepsis auch ohne Fieber vorliegen kann.

„Wenn sich jemand im Zusammenhang mit einer Infektion ungewöhnlich schlecht fühlt oder schwer erkrankt zu sein scheint, lieber einmal mehr an eine Sepsis denken, damit keine wertvolle Zeit für eine zielgerichtete Behandlung verloren geht“, sagt Dr. Maik Exner, Sepsis-Beauftragter an den Sana Kliniken Lübeck.

Der Appell richtet sich ausdrücklich nicht nur an medizinisches Fachpersonal. Auch Patientinnen und Patienten sowie Angehörige sollten aufmerksam werden, wenn sich der Gesundheitszustand bei einer Infektion deutlich verschlechtert. „Bei konkretem Verdacht auf eine Sepsis oder einen anderen medizinischen Notfall sollte keine Zeit verloren und sofort die 112 gewählt werden“, betont Tommy Lotze, ebenfalls Sepsis-Beauftragter der Sana Kliniken Lübeck.

Sepsis immer wieder ins Bewusstsein rücken
Auch an den Sana Kliniken Lübeck hat die Früherkennung einen hohen Stellenwert. Ein multiprofessionelles „Sepsisteam“ aus rund 20 Mitarbeitern sämtlicher Behandlungsbereiche berät regelmäßig über aktuelle Entwicklungen der Versorgungsqualität von Sepsis an den Sana Kliniken Lübeck und greift daraufhin korrigierend in die Behandlungsstrukturen ein. Wissen über Sepsis soll unkompliziert und praxisnah möglichst viele Mitarbeitende erreichen. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit für eine mögliche septische Entwicklung von Infektionserkrankungen dauerhaft hoch zu halten und die Früherkennung langfristig auf einem hohen Niveau zu unterstützen.
Tommy Lotze und Dr. Maik Exner, Sepsis-Beauftragte an den Sana Kliniken Lübeck. Foto: Sana Kliniken Lübeck
Tommy Lotze und Dr. Maik Exner, Sepsis-Beauftragte an den Sana Kliniken Lübeck. Foto: Sana Kliniken Lübeck

Text-Nummer: 181821    Autor: Sana/red.    vom 13.9.2026 10.32 Uhr