ver.di : Gedenken, um nicht still zu sein
Lübeck: An dem „Stadtrundgang zu Orten von Recht und Unrecht in Lübeck“, zu dem die Gewerkschaft ver.di und ihr Arbeitskreis Friedenspolitik am vergangenen Sonntag aus Anlass des Anti-Kriegstages eingeladen hatten, nahmen mehr als 60 Interessierte teil.
Start des Rundgangs war das Geburtshaus Gustav Radbruchs in der Fleischhauerstraße. Er führte über das Katharineum, das Willy-Brandt-Haus und das ehemalige Landgericht am Burgkloster zum Gerichtshaus am Burgfeld. Als Leitgedanken dieser Führung entwickelte der ehemalige Landgerichtspräsident Hans-Ernst Boettcher die am unverbrüchlichen Recht aller Menschen orientierte Rechtsauffassung Radbruchs.
Auch das frühere liberale lübsche Recht kontrastierte mit dem Missbrauch der Justiz durch die Nationalsozialisten. Ein hervorstechender Schauprozess fand 1943 im Gerichtshaus am Burgtor gegen die 4 Lübecker Geistlichen statt, die der nationalsozialistischen Ideologie widersprochen hatten. Zu diesen Todesurteilen war der sogenannte Volksgerichtshof aus Berlin angereist.
Weitere Themen bildeten die Schwierigkeiten des Aufbaus einer unabhängigen Justiz nach dem 2. Weltkrieg und die mangelhafte Aufarbeitung der Brandes in der Hafenstraße. Die Wahrung des Rechts, der Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit seien die Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben, betonte der ver.di‑Geschäftsführer Andreas Wübben in seinem Schlusswort.
Am 24. September um 17 Uhr besteht erneut die Gelegenheit, diesen Rundgang mitzuerleben. Er wird im Rahmen des Pop-Up Zeit.Lab der Hansestadt Lübeck wiederholt.
Auch das frühere liberale lübsche Recht kontrastierte mit dem Missbrauch der Justiz durch die Nationalsozialisten. Ein hervorstechender Schauprozess fand 1943 im Gerichtshaus am Burgtor gegen die 4 Lübecker Geistlichen statt, die der nationalsozialistischen Ideologie widersprochen hatten. Zu diesen Todesurteilen war der sogenannte Volksgerichtshof aus Berlin angereist.
Weitere Themen bildeten die Schwierigkeiten des Aufbaus einer unabhängigen Justiz nach dem 2. Weltkrieg und die mangelhafte Aufarbeitung der Brandes in der Hafenstraße. Die Wahrung des Rechts, der Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit seien die Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben, betonte der ver.di‑Geschäftsführer Andreas Wübben in seinem Schlusswort.
Am 24. September um 17 Uhr besteht erneut die Gelegenheit, diesen Rundgang mitzuerleben. Er wird im Rahmen des Pop-Up Zeit.Lab der Hansestadt Lübeck wiederholt.