Internationaler Buxtehude-Orgelwettbewerb
Lübeck - Innenstadt: Zum siebten Mal lobt die Musikhochschule Lübeck (MHL) den Internationalen Buxtehude-Orgelwettbewerb aus, in diesem Jahr wieder gemeinsam mit der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. 23 junge Organistinnen und Organisten aus über zehn Nationen wetteifern vom 25. September bis zum 3. Oktober an den historischen Orgeln in Lübeck und Hamburg. Drei Konzerte in Lübeck bieten spannende Einblicke, barocke Klänge aber auch eine Uraufführung.
Drei Konzerte für Barock- und Orgelfans in Lübeck
Drei Konzerte in Lübeck vermitteln der Öffentlichkeit spannende Einblicke in den Buxtehude-Wettbewerb: Beim Eröffnungskonzert am Freitag, 25. September, um 19 Uhr in St. Jakobi – gleichzeitig das Abschlusskonzert der Lübecker Buxtehude-Tage – präsentieren sich das renommierte Leipziger Gesangsensemble Amacord, Hartmut Becker (Violoncello) und Johannes Unger (Orgel) sowie der renommierte niederländische Organist Pieter van Dijk, Vorsitzender der Jury. In der öffentlichen Finalrunde am Freitag, 2. Oktober, ab 15 Uhr in St. Jakobi müssen die fünf Finalistinnen und Finalisten ein facettenreiches Programm mit Werken von Buxtehude, Bach und Distler meistern sowie ein Auftragswerk, das Sarah Proske, frische MHL-Absolventin des innovativen Masterstudiengangs Orgelimprovisation, eigens für den Buxtehude-Wettbewerb geschrieben hat. Die Finalistenkonzerte beginnen um 15 Uhr, 16 Uhr, 17 Uhr, 19 Uhr und 20 Uhr. Am Samstag, 3. Oktober, schließlich präsentieren sich im Preiskonzert um 19 Uhr in St. Jakobi die preisgekrönten Organistinnen und Organisten noch einmal dem Publikum und nehmen im Anschluss ihre Preise entgegen.
Nervenprobe für 23 junge Organistinnen und Organisten
23 internationale junge Organistinnen und Organisten reisen für den Buxtehude-Wettbewerb nach Lübeck und Hamburg, um dort auf historischen Orgeln zu spielen und einen der hoch dotierten Preise zu erringen: Insgesamt 18.000 Euro wurden insgesamt ausgelobt. Vier Stiftungen ermöglichen es, dass der Buxtehude-Wettbewerb zu den bestdotierten Orgelwettbewerben weltweit gehört: die Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck (1. Preis), die Dräger-Stiftung und die Gerhard Trede-Stiftung (2. Preis) sowie die Oscar-und-Vera-Ritter-Stiftung (dritter Preis). Jeweils zwei Stunden Zeit haben die jungen Organistinnen und Organisten, um vor ihren Auftritten die Orgeln kennenzulernen und einzuregistrieren. Dann folgen ihre Auftritte, denen die internationale Jury mit Pieter von Dijk als Vorsitzendem (Niederlande), Isabelle Demers (Kanada), Monica Melcova (Spanien), Ja Kyung Oh (Südkorea), Antonio di Dedda (Italien/Deutschland), Gerhard Löffler (Deutschland) sowie Arvid Gast (Lübeck) gespannt lauschen wird. Nach jeder Runde entscheidet die Jury, wer sich in der nächsten Runde erneut präsentieren darf. Der MHL-Orgelprofessor und Projektleiter Arvid Gast erklärt, was den Lübecker Wettbewerb so bedeutsam macht: „Der Buxtehude-Wettbewerb hat seit nunmehr fast 20 Jahren als einziger Wettbewerb für Alte Musik in Norddeutschland ganz besondere Preisträgerinnen und Preisträger hervorgebracht. Viele von ihnen nehmen inzwischen Spitzenpositionen ein: Johannes Lang wurde Thomasorganist und ist Professor an der Leipziger Hochschule für Musik, Mari Ohki ist Konzertorganistin an der Kawasaki Hall Tokio. Somit kann der Wettbewerb über die Preisgelder hinaus ganz maßgebend Karrieren befördern.“
Der Internationale Buxtehude-Orgelwettbewerb ist weltweit der einzige Wettbewerb, der sich dem Thema „Alte Musik“ in Verbindung mit der norddeutschen Orgelkultur verschreibt. Dietrich Buxtehude (1637 bis 1707), Namensgeber des Wettbewerbs, ist ihr wichtigster Vertreter und gehört zu den großen europäischen Musikerpersönlichkeiten des Barock. Die Konzerte ermöglichen, in seine faszinierenden Klangwelten einzutauchen.
Der Eintritt zur Finalrunde ist frei. Karten für das Eröffnungs- und das Preiskonzert sind bei Lübeck Ticket sowie an der Abendkasse erhältlich.