Grüne laden zum Parking Day
Lübeck: Grüne Jugend Lübeck und die Lübecker Bürgerschaftsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen fordern in einer Mitteilung „städtische Flächen für Menschen statt Autos“ und laden zur Teilnahme am „Parking Day“ am 18. September in der Nähe der Kreisgeschäftsstelle (Mühlenstraße 71) ein.
Wir veröffentlichen die Mitteilung der Grünen im Wortlaut:
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Am Freitag, den 18. September, wird der internationale „Parking Day“ gefeiert. Bei dieser Aktion werden symbolisch Parkplätze besetzt. Dadurch wird gezeigt, wie wertvoll gemeinschaftlich nutzbarer Platz ist, der aktuell massenhaft für parkende Autos geopfert wird. Was genau am „Parking Day“ geplant ist, bleibt eine Überraschung – eines ist jedoch sicher: Wer ein Fahrrad dabei hat, ist bestens vorbereitet. Kommt also gerne vorbei und diskutiert mit uns darüber, wie wir Lübeck gemeinsam lebenswerter, grüner und mobiler gestalten können.
Die Grüne Jugend und Bündnis 90/Die Grünen setzen sich für eine deutliche Reduzierung des Autoverkehrs in der Stadt ein. Warum? Hierzu eine kleine Einordnung:
· Durchschnittlich stehen Fahrzeuge 23 Stunden am Tag ungenutzt
· Sie beschlagnahmen parkend etwa 17 % der Verkehrsfläche
· Ein öffentlicher Parkplatz kostet je nach Standort/Stadt etwa 200 €/Monat, um ihn kostendeckend zu betreiben
· In Lübeck kostet ein Anwohnerparkausweis pro Jahr nur 90 €
Der Raum, den Autos im Alltag einnehmen, wird damit stark subventioniert. Gleichzeitig ist er für viele (junge) Menschen in Lübeck verlorener Raum, der für sie mit Staus im ÖPNV verbunden ist oder durch unsichere Radwege sogar eine Gefahr darstellen kann.
Parallel sorgt die Versiegelung der Fläche für eine schlechte Ableitung von Regenwasser und Einbußen an Luft- und Lebensqualität in den durchschnittlichen 23 Stunden Parkzeit.
Arne-Matz Ramcke, stellv. Co-Fraktionsvorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher der Lübecker Bürgerschaftsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, führt aus: „Die Lübecker Bürgerschaft hat 2022 die Zahlen für den sogenannten ‘Modal Split’ festgelegt. Bis 2040 soll der Umweltverbund (Fuß-, Radverkehr und ÖPNV) einen Anteil von 70 % am Gesamtverkehrsaufkommen ausmachen. Hiermit wurde ein klares Ziel für eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft gesetzt. Aktuell liegt der Anteil des Umweltverbunds noch bei ca. 60 %, während der motorisierte Individualverkehr mit ca. 40% noch immer zu viel Platz einnimmt.
Stellen Sie sich vor, wie heute noch Parkplätze und Straßen für Autos dominieren – diese Flächen werden zu breiteren Radwegen, grünen Fußgängerzonen und lebendigen Aufenthaltsbereichen. Der fließende Verkehr erhält Vorrang, und das bedeutet konkret: Parkplätze weichen zugunsten von Rettungswegen sowie breiteren, bedarfsgerechteren Geh- und Radwegen. Denn während der ÖPNV vorerst keine politische Mehrheit für eine Steigerung findet, muss der Geh- und Radverkehr als Teil des Umweltverbunds massiv ausgebaut werden – mit sicheren, attraktiven und verbundenen Routen.“
Das Schöne ist – wir müssen das Rad nicht mal neu erfinden. Andere Städte in Deutschland und Europa zeigen, wie es geht – etwa Hannover, Kiel oder Kopenhagen. Diese Beispiele verdeutlichen, dass es keine universelle Lösung gibt, sondern alle Verkehrsoptionen gleichwertig zusammengedacht werden müssen. Hieraus darf aber nicht geschlossen werden, dass allen gleich viel Raum zugesprochen wird. So sind die meisten Erledigungen für viele Menschen effizienter und kostengünstiger auch ohne Auto machbar, sodass der öffentliche Raum zugunsten anderer Nutzer umgewidmet werden kann.
Hierzu Benjamin Busse, Vorstandsmitglied der Grünen Jugend Lübeck: „Bislang gibt es aus Städten, die öffentliche Räume umverteilen, überwiegend positive Resonanzen in Bezug auf Lebens- und Aufenthaltsqualität – zuletzt aus Hannover. Der amtierende Grüne Oberbürgermeister Belit Onay hat in seiner Amtszeit einen starken Fokus auf die Verkehrswende gesetzt und wurde dafür am Sonntag fast mit der absoluten Mehrheit im ersten Wahlgang belohnt. Warum sollte dies also nicht auch in Lübeck mit positiven Ergebnissen verbunden sein? Für Menschen, die auf das Auto nicht verzichten können/möchten, wird es weiterhin Möglichkeiten geben. Schließlich steht jedem die Art der Fortbewegung frei – es kann nur nicht erwartet werden, dass dies zu hochsubventionierten Bedingungen passiert, die der Gesellschaft zur Last fallen. Darauf wollen wir am 18.09. aufmerksam machen – hoffentlich neben vielen weiteren Akteuren auf zahlreichen anderen Parkplätzen.“
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Am Freitag, den 18. September, wird der internationale „Parking Day“ gefeiert. Bei dieser Aktion werden symbolisch Parkplätze besetzt. Dadurch wird gezeigt, wie wertvoll gemeinschaftlich nutzbarer Platz ist, der aktuell massenhaft für parkende Autos geopfert wird. Was genau am „Parking Day“ geplant ist, bleibt eine Überraschung – eines ist jedoch sicher: Wer ein Fahrrad dabei hat, ist bestens vorbereitet. Kommt also gerne vorbei und diskutiert mit uns darüber, wie wir Lübeck gemeinsam lebenswerter, grüner und mobiler gestalten können.
Die Grüne Jugend und Bündnis 90/Die Grünen setzen sich für eine deutliche Reduzierung des Autoverkehrs in der Stadt ein. Warum? Hierzu eine kleine Einordnung:
· Durchschnittlich stehen Fahrzeuge 23 Stunden am Tag ungenutzt
· Sie beschlagnahmen parkend etwa 17 % der Verkehrsfläche
· Ein öffentlicher Parkplatz kostet je nach Standort/Stadt etwa 200 €/Monat, um ihn kostendeckend zu betreiben
· In Lübeck kostet ein Anwohnerparkausweis pro Jahr nur 90 €
Der Raum, den Autos im Alltag einnehmen, wird damit stark subventioniert. Gleichzeitig ist er für viele (junge) Menschen in Lübeck verlorener Raum, der für sie mit Staus im ÖPNV verbunden ist oder durch unsichere Radwege sogar eine Gefahr darstellen kann.
Parallel sorgt die Versiegelung der Fläche für eine schlechte Ableitung von Regenwasser und Einbußen an Luft- und Lebensqualität in den durchschnittlichen 23 Stunden Parkzeit.
Arne-Matz Ramcke, stellv. Co-Fraktionsvorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher der Lübecker Bürgerschaftsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, führt aus: „Die Lübecker Bürgerschaft hat 2022 die Zahlen für den sogenannten ‘Modal Split’ festgelegt. Bis 2040 soll der Umweltverbund (Fuß-, Radverkehr und ÖPNV) einen Anteil von 70 % am Gesamtverkehrsaufkommen ausmachen. Hiermit wurde ein klares Ziel für eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft gesetzt. Aktuell liegt der Anteil des Umweltverbunds noch bei ca. 60 %, während der motorisierte Individualverkehr mit ca. 40% noch immer zu viel Platz einnimmt.
Stellen Sie sich vor, wie heute noch Parkplätze und Straßen für Autos dominieren – diese Flächen werden zu breiteren Radwegen, grünen Fußgängerzonen und lebendigen Aufenthaltsbereichen. Der fließende Verkehr erhält Vorrang, und das bedeutet konkret: Parkplätze weichen zugunsten von Rettungswegen sowie breiteren, bedarfsgerechteren Geh- und Radwegen. Denn während der ÖPNV vorerst keine politische Mehrheit für eine Steigerung findet, muss der Geh- und Radverkehr als Teil des Umweltverbunds massiv ausgebaut werden – mit sicheren, attraktiven und verbundenen Routen.“
Das Schöne ist – wir müssen das Rad nicht mal neu erfinden. Andere Städte in Deutschland und Europa zeigen, wie es geht – etwa Hannover, Kiel oder Kopenhagen. Diese Beispiele verdeutlichen, dass es keine universelle Lösung gibt, sondern alle Verkehrsoptionen gleichwertig zusammengedacht werden müssen. Hieraus darf aber nicht geschlossen werden, dass allen gleich viel Raum zugesprochen wird. So sind die meisten Erledigungen für viele Menschen effizienter und kostengünstiger auch ohne Auto machbar, sodass der öffentliche Raum zugunsten anderer Nutzer umgewidmet werden kann.
Hierzu Benjamin Busse, Vorstandsmitglied der Grünen Jugend Lübeck: „Bislang gibt es aus Städten, die öffentliche Räume umverteilen, überwiegend positive Resonanzen in Bezug auf Lebens- und Aufenthaltsqualität – zuletzt aus Hannover. Der amtierende Grüne Oberbürgermeister Belit Onay hat in seiner Amtszeit einen starken Fokus auf die Verkehrswende gesetzt und wurde dafür am Sonntag fast mit der absoluten Mehrheit im ersten Wahlgang belohnt. Warum sollte dies also nicht auch in Lübeck mit positiven Ergebnissen verbunden sein? Für Menschen, die auf das Auto nicht verzichten können/möchten, wird es weiterhin Möglichkeiten geben. Schließlich steht jedem die Art der Fortbewegung frei – es kann nur nicht erwartet werden, dass dies zu hochsubventionierten Bedingungen passiert, die der Gesellschaft zur Last fallen. Darauf wollen wir am 18.09. aufmerksam machen – hoffentlich neben vielen weiteren Akteuren auf zahlreichen anderen Parkplätzen.“
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