Abschluss-Übung der Lübecker Jugend-Feuerwehr

Lübeck - St. Jürgen: Einmal jährlich treffen sich die Lübecker Jugendfeuerwehren zur Abschlussübung, um ihr erlerntes Wissen in Form von Einsatzübungen anzuwenden. Am 12. September kamen rund 180 Jugendliche in den Lübecker Stadtteil Büssau. Dort hielt die ausrichtende Freiwillige Feuerwehr Lübeck-Büssau fünf Stationen für sie bereit.



Nach kurzer Begrüßung durch den Stadtjugendfeuerwehrwart Mario Olrogge im Gewerbegebiet an der Kronsforder Allee wurden die Jugendlichen aus 15 Jugendfeuerwehren in fünf Züge eingeteilt und zu den Einsatzorten alarmiert. Branddirektor Thomas Köstler und Bereitschaftsführer Christian Kröger, die zum ersten Mal zu Gast waren, bekamen während der Veranstaltung einen guten Einblick in die Arbeit der Lübecker Jugendfeuerwehren.



In den Einsatzszenarien „Feuer Schulgebäude“ und „Feuer landwirtschaftliches Gebäude“ mussten die eintreffenden Kräfte sich einen Überblick über die Lage machen und dann entsprechend handeln. Die Wasserversorgung zum Löschen des Feuers wurde aufgebaut und parallel rüsteten sich die Angriffstrupps aus, um im Gebäude nach Personen zu suchen und sie zu retten. Erste Hilfe musste geleistet werden.

Bei einer weiteren Übung kamen die Jugendlichen zu einem verunglückten Kleinbus, der auf dem Waldweg gegen einen umgestürzten Baum gefahren war. Hier galt es, die in Panik geratenen und unter Schock stehenden Autoinsassen im Wald zu suchen und Erste Hilfe zu leisten.

Kunstblut und Schminke machten das Einsatzszenario „Unfall Industriegebiet“ sehr realistisch. Hier ist ein Auto gegen eine betriebliche Anlage gefahren, die unter Strom stand. Das Auto fing Feuer und die Insassen liefen verwirrt über das Gelände.



Anders als in den üblichen Übungsdiensten mussten die Jugendlichen wehrübergreifend an die Bewältigung der sich ihnen dargebotenen Einsatzszenarien gehen. Hier war Teamwork gefragt. Als eine Einheit musste vorgegangen werden, um den erfolgreichen Abschluss der einzelnen Einsätze zu gewährleisten. Hier konnten die Jugendlichen unter Beweis stellen, was sie bereits gelernt haben. Dabei konnten sie auch auf ihre Jugendfeuerwehrwarte und Betreuer zurückgreifen, die ihnen mit Rat und Tat bei den Übungen zur Seite standen.

Die jährliche Abschlussübung zeigt den Jugendlichen, wie es im Einsatzfall aussehen könnte, und die Jugendwarte und Ausbilder sehen, auf welchem Ausbildungsstand ihre Schützlinge sind, und können dort gezielt für ihre zukünftigen Dienste ansetzen.



Aber in erster Linie steht der Spaß an der Sache. Und dank der guten Organisation und Planung der Freiwilligen Feuerwehr Büssau war es auch in diesem Jahr eine gelungene Veranstaltung.

Ein großer Dank geht an alle Firmen und Organisationen, die ihr Gelände und ihre Räumlichkeiten der Jugendfeuerwehr zur Verfügung stellten, und an alle Helfer, die für eine gelungene Abschlussübung sorgten.
In den Einsatzszenarien „Feuer Schulgebäude“ und „Feuer landwirtschaftliches Gebäude“ mussten die eintreffenden Kräfte sich einen Überblick der Lage machen und dann entsprechend handeln. Fotos: Jugendfeuerwehr
In den Einsatzszenarien „Feuer Schulgebäude“ und „Feuer landwirtschaftliches Gebäude“ mussten die eintreffenden Kräfte sich einen Überblick der Lage machen und dann entsprechend handeln. Fotos: Jugendfeuerwehr

Text-Nummer: 181922    Autor: Jugendfeuerwehr/red.    vom 15.9.2026 11.26 Uhr