Nahverkehr: Gewerkschaft kündigt weiteren Warnstreiktag für Montag an
Lübeck: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) ruft die rund 1.800 Beschäftigten des öffentlichen Nahverkehrs in Schleswig-Holstein zu einem eintägigen Warnstreik am Montag, den 21. September 2026, auf. Der Warnstreik findet damit unmittelbar vor der dritten Verhandlungsrunde am darauffolgenden Dienstag statt. In Lübeck sind die Stadtwerke Lübeck Mobil und der Fährverkehrs betroffen.
„Nachdem die zweite Verhandlungsrunde mit einem unakzeptablen Angebot der Arbeitgeberseite geendet ist und auch die öffentlichen Statements der Verhandlungsführung nicht erkennen lassen, dass es ohne entsprechenden Druck Bewegung geben wird, senden wir mit dem eintägigen Warnstreik unmittelbar vor den Verhandlungen ein deutliches Signal“, so Sascha Bähring, Verhandlungsführer für den ÖPNV bei ver.di Nord.
Die Warnstreiks beginnen am kommenden Montag, den 21. September 2026, mit dem jeweiligen Betriebsbeginn und enden mit dem jeweiligen Betriebsende.
Betroffen sind die öffentlichen Busunternehmen in Kiel (KVG), Lübeck (Stadtverkehr Lübeck), Flensburg (Aktivbus) und Neumünster (SWN). In Lübeck betrifft der Streikaufruf auch die Fähren. Die LVG ist nicht betroffen. Die Linien verkehren fahrplanmäßig. Auch andere Busbetriebe aus dem Umland werden nicht bestreikt.
ver.di fordert eine Erhöhung der Entgelte um 6,5 Prozent für alle Beschäftigten bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Darüber hinaus wünscht sich die Gewerkschaft für ihre Mitglieder eine ver.di-Vorteilsregelung in Höhe von jährlich 650 Euro.
Die Tarifverhandlungen werden am 22. September 2026 in Kiel mit der dritten Verhandlungsrunde fortgesetzt.
Die Warnstreiks beginnen am kommenden Montag, den 21. September 2026, mit dem jeweiligen Betriebsbeginn und enden mit dem jeweiligen Betriebsende.
Betroffen sind die öffentlichen Busunternehmen in Kiel (KVG), Lübeck (Stadtverkehr Lübeck), Flensburg (Aktivbus) und Neumünster (SWN). In Lübeck betrifft der Streikaufruf auch die Fähren. Die LVG ist nicht betroffen. Die Linien verkehren fahrplanmäßig. Auch andere Busbetriebe aus dem Umland werden nicht bestreikt.
ver.di fordert eine Erhöhung der Entgelte um 6,5 Prozent für alle Beschäftigten bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Darüber hinaus wünscht sich die Gewerkschaft für ihre Mitglieder eine ver.di-Vorteilsregelung in Höhe von jährlich 650 Euro.
Die Tarifverhandlungen werden am 22. September 2026 in Kiel mit der dritten Verhandlungsrunde fortgesetzt.
Kommentare zu diesem Text (30):
Peter K.
schrieb am 15.9.2026 15.38 Uhr:
Der ÖPNV muss dringend resilienter werden gegen die ständigen Angriffe von Verdi auf die Zuverlässigkeit. Wie wäre es z.B. mit einer Prämie für Arbeitnehmer die keine Fehltage haben . In anderen Branchen funktioniert das doch auch dass trotz Streiks der Betrieb aufrecht erhalten wird.
Pet
schrieb am 15.9.2026 16.06 Uhr:
Es kann langsam nicht mehr wahr sein. Zwei Tage Streik waren vor der nächsten Runde noch nicht genug. Nein, es muss noch ein Tag vor den erneuten Verhandlungen gestreikt werden.
Und nach einem Jahr geht das ganze wieder von vorne los. Denn dann läuft der Vertrag wieder aus und es können wieder neue Lohnverhandlungen stattfinden. Echt vielen Dank.
Ich arbeite auf dem 2. Arbeitsmarkt als Werkstattmitarbeiter mit psychischen Beeinträchtigungen in einer Werkstatt. Bekomme einen Werkstattlohn, der weit unter dem Mindestlohn liegt, da man auch noch Grundsicherung bzw. Erwerbsminderungsrente dazubekommt. Allerdings darf ich nicht streiken und ich muss irgendwie zur Arbeit kommen. Da ich auch keinen Urlaub mehr habe. Ich wohne außerhalb von Lübeck, so muss ich mir ein Taxi nehmen, da mich leider keiner fahren kann. Die beiden Streiktage hatten mich nun schon ca 200 € gekostet (dies ist schon mein mtl. Werkstattlohn).
Vielleicht sollte Verdi auch mal daran denken.
Sabine Schüler
schrieb am 15.9.2026 16.13 Uhr:
Langsam aber sicher reicht es.... Der wievielte Streiktag ist das dieses Jahr schon? Der 5/6? Jedesmal muss ich Urlaub nehmen. Wie wäre es beim Deutschlandticket in Höhe von €63,-,wenn man diese Tage allen mal zurück erstattet? € 63:5 z. B. Wir zahlen für nichts und haben nicht wirklich etwas vom Streik!
sabineschlr@gmail.com
Troll Hunter
schrieb am 15.9.2026 16.13 Uhr:
@ ach Peter lesen sich doch einmal den Artikel 9 des Grundgesetzes durch. Dann verstehen Sie das bei Verdi die Mitglieder der betroffenen Branche über einen Warnstreik entscheiden und nicht irgendwelche Beschäftigte der Gewerkschaft wie sie es gerade versuchen darzustellen. Auch an diesem Warnstreik nehmen- und das ist durch den Artikel im GG geschützt- nur Mitglieder teil. Alle anderen Busse fahren. Wenn sie allerdings für eine Einschränkung der Grundrechte der Beschäftigten sind …. Übrigens diese sind dem Recht auf Beförderung übergeordnet .
Bernd Pagel
schrieb am 15.9.2026 16.28 Uhr:
Der öffentliche Nahverkehr soll zuverlässig, bezahlbar und für möglichst viele Menschen attraktiv sein. Doch davon scheint man sich zunehmend zu entfernen. Kaum stehen neue Tarifverhandlungen an, wird mit Streik gedroht oder tatsächlich gestreikt. Busse und Bahnen bleiben stehen, Pendler kommen nicht zur Arbeit, Schüler nicht zur Schule und Menschen mit Terminen stehen vor verschlossenen Türen.
Natürlich haben Beschäftigte das Recht, für bessere Arbeitsbedingungen und angemessene Löhne zu kämpfen. Auch Gewerkschaften wie Verdi haben das Recht, die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten. Doch irgendwann stellt sich die Frage nach dem Maß und nach den Folgen.
Wie oft kann ein Unternehmen oder ein kommunaler Verkehrsbetrieb noch höhere Personalkosten verkraften?
Der ÖPNV ist vielerorts ohnehin auf erhebliche öffentliche Zuschüsse angewiesen. Steigen die Lohn- und Betriebskosten weiter, müssen diese zusätzlichen Kosten letztlich irgendwo finanziert werden. Und häufig gibt es dafür nur wenige Möglichkeiten: höhere Zuschüsse aus Steuergeldern, Einsparungen an anderer Stelle oder höhere Fahrpreise.
Am Ende trifft es damit wieder diejenigen, die den ÖPNV eigentlich nutzen sollen: die Fahrgäste.
Wer heute schon mehrere Euro für eine einfache Fahrt bezahlt, fragt sich verständlicherweise, warum die Preise immer weiter steigen. Gleichzeitig soll der öffentliche Nahverkehr attraktiver werden und mehr Menschen dazu bewegen, das Auto stehen zu lassen. Das passt nicht zusammen.
Besonders kritisch wird es, wenn Streiks immer stärker als Druckmittel eingesetzt werden. Ein Streik ist ein legitimes Mittel des Arbeitskampfes – aber er trifft nicht nur den Arbeitgeber. Er trifft vor allem die Bevölkerung. Menschen, die selbst nichts mit dem Tarifkonflikt zu tun haben, müssen die Konsequenzen tragen.
Da kann bei manchen Fahrgästen durchaus der Eindruck entstehen: Hier wird mit der Mobilität der Bevölkerung Druck ausgeübt.
Und auch die Gewerkschaften selbst sollten sich fragen, wie ihre Forderungen langfristig finanziert werden sollen. Höhere Löhne bedeuten höhere Kosten. Höhere Kosten können wiederum höhere Fahrpreise oder höhere Belastungen für die öffentliche Hand bedeuten. Und die öffentliche Hand finanziert sich letztlich aus Steuergeldern.
So entsteht eine Spirale:
höhere Lohnforderungen → höhere Personalkosten → höhere Zuschüsse oder Fahrpreise → höhere Belastung für Bürger und Fahrgäste → nächste Forderungsrunde.
Hinzu kommt ein weiterer Punkt: Gewerkschaften finanzieren sich über Mitgliedsbeiträge. Auch diese Beiträge müssen von den Beschäftigten bezahlt werden. Damit stellt sich für jedes Mitglied die berechtigte Frage, ob die Kosten und die Vorteile einer Gewerkschaftsmitgliedschaft noch in einem vernünftigen Verhältnis stehen.
Es geht dabei ausdrücklich nicht darum, Beschäftigten einen angemessenen Lohn abzusprechen. Wer jeden Tag dafür sorgt, dass Busse und Bahnen fahren, leistet wichtige Arbeit und verdient dafür eine faire Bezahlung.
Aber fair muss auch bedeuten, die andere Seite der Medaille zu betrachten.
Auch Fahrgäste haben Interessen. Sie wollen pünktliche Busse und Bahnen, bezahlbare Tickets und einen verlässlichen ÖPNV. Sie können nicht bei jedem Tarifkonflikt die Rechnung übernehmen.
Der öffentliche Nahverkehr darf deshalb nicht zu einem System werden, bei dem immer höhere Forderungen gestellt werden, während die Kosten anschließend auf Fahrgäste, Steuerzahler und Kommunen verteilt werden.
Lydia
schrieb am 15.9.2026 16.55 Uhr:
Verständnis ist dafür nicht mehr vorhanden. Den Urlaubstag krieg ich ja nicht wieder. 3 Tage für die (...), die sich nicht einigen können.
Und ja, ich bin sauer. Es ist einfach ne sauerrei was ihr da abzieht.
kuestenkind
schrieb am 15.9.2026 18.31 Uhr:
Oh prima, wieder ein XXL-Wochenende. Hätte ja sonst nicht gewusst, wohin mit meinem Urlaub.
Wie wäre es, an Wochenende zu streiken? Ach, ich vergaß, da fährt kaum wer mit dem Bus.....
Zumindest kündigt Verdi den Streik noch an, wie nett.
Die steigenden Kosten belasten auch die Fahrgäste. Leider kann nicht jeder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit oder zum Arzt.
Aber eigentlich ist es zu blöd, sich darüber aufzuregen. Ihr macht eh, was Ihr wollt und sonst mache ich mir meinen Feierabend kaputt.
Lothar F.
schrieb am 15.9.2026 18.39 Uhr:
Kann Verdi eigentlich nochetwas anderes außer Streiks vom Zaun zu brechen? Und das direkt vor der nächsten Verhandlunsrunde. Ich habe den Eindruck, Streik ist wichtiger als alles andere und dann wollen die noch einen unlauteren Bonus für die Mitglieder.Die Bürger aollten mal eine Demo gegen diesen Verein organisieren.
dhemar
schrieb am 15.9.2026 19.50 Uhr:
Noch 2 Jahre Streiks durchhalten dann fährt die KI den Bus und die Bahn
Wilfried Link
schrieb am 15.9.2026 20.20 Uhr:
Die Kolleginnen und Kollegen im Nahverkehr legen die Arbeit nieder. Und das völlig zu Recht! Während die Preise für Miete, Energie und Lebensmittel weiter steigen, stagnieren die Reallöhne. Ohne konsequenten gewerkschaftlichen Kampf frisst die Inflation die Lebensgrundlage aller Arbeiter und Angestellten auf.
Ein starker ÖPNV braucht gute Arbeitsbedingungen!
Wir alle wollen einen verlässlichen und bezahlbaren Nahverkehr in Lübeck. Doch das geht nur mit Beschäftigten, die fair bezahlt werden und unter Bedingungen arbeiten, die nicht krank machen. Der Kampf der Busfahrerinnen und Busfahrer ist deshalb kein egoistischer Streik – er ist ein Kampf für die Zukunft der öffentlichen Daseinsvorsorge und für uns alle!
Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) Lübeck erklärt den Streikenden ihre volle Solidarität. Wer die Mobilitätswende will, muss bei den Löhnen anfangen!
Gemeinsam stark gegen die Inflation!
Justin_Time
schrieb am 15.9.2026 20.35 Uhr:
Die nächste Möglichkeit ist:
Die Leute (...) auf den öffentlichen Nahverkehr und organisieren sich anders. Auto kaufen, Fahrgemeinschaften bilden.
Und wenn der Streik vorbei ist, stehen da nur noch leere Busse.
Ins eigene Knie geschossen 🚦🛑
K.Lukai
schrieb am 15.9.2026 21.28 Uhr:
Ich hab einen Vorschlag:
Wenn ihr nicht mehr Geld bekommt, dann geht doch einfach woanders hin.
Wenn man streikt, dann muss es doch das Ziel haben den Arbeitgeber zu treffen. Der Witz ist aber, daß es total egal ist ob ihr streikt oder nicht. Zumindest für die Stadtwerke. Die meisten Pendler habe ein Deutschlandticket, das ist bezahlt. Und die paar Leute die keines haben.... auf die kommts nicht an. Stattdessen spart der Betreiber Betriebskosten. Sollte aufs selbe rauskommen.
Jetzt streikt ihr für mehr Geld, während die meisten der Pendler schön in den Hintern gekniffen ist. Die kostet es Geld oder Urlaubstage. Es sei denn sie können mit dem Fahrrad fahren. Klappt aber nicht bei allen. Und die Stadt wird voller aufgrund der Elterntaxis. Und die Eltern sind angenervt, weil sie ihre Kinder zur Schule bringen müssen. (Nein, auch hier können nicht alle mit dem Fahrrad fahren!)
Ihr trefft die Falschen. Wenn jemand bei euch streiken will, dann brauchen doch nur die Kontrolleure streiken und die Fahrer lassen hinten einsteigen. Damit schädigt ihr euren Arbeitgeber wenigstens etwas und bekommt sowas wie Verhandlungsmasse.
Mit dem was ihr macht, geht ihr nur allen auf den Kranz.
Hans
schrieb am 15.9.2026 23.03 Uhr:
Diese Streik-Rituale - Grundgesetz hin oder her - sind doch nun wirklich inzwischen aus der Zeit gefallen. Es trifft beim ÖPNV vor allem die Schwachen und Benachteiligten in unserer Gesellschaft.
Ich persönlich halte daher das Verhalten von Ver.di für asozial.
Die Forderung nach einer Lohnerhöhung um 6,5% ist völlig überzogen. Die Prämie für Gewerkschaftsmitglieder würde die Einheit der Belegschaft und den Betriebsfrieden gefährden.
In diesem Land läuft etwas mit den Gewerkschaften falsch.
Peter K.
schrieb am 16.9.2026 5.13 Uhr:
@Troll Hunter Über einen Warnstreik entscheiden die Funktionäre der Gewerkschaft, nicht die Mitglieder.
Grün
schrieb am 16.9.2026 8.14 Uhr:
Es reicht. Es ist rücksichtslos, an Schultagen zu streiken. Schüler*innen unterliegen der Schulpflicht. Aber es ist ja egal, ob die Schulen erreicht werden oder nicht. Viele Eltern haben aus finanziellen oder Umweltschutzgründen kein Auto. Fahrgemeinschaften sind oft nicht möglich, weil es nicht genügend Plätze in Autos anderer Eltern gibt oder durch unterschiedliche Schulzeiten oder Schulen Fahrten gar nicht möglich sind. Und dann macht es sich Stadtwerke Lübeck mobil leicht und schließt an Streiktagen einfach die Servicecenter, obwohl genau dann die Menschen auf Alternativen angewiesen wären. Am Montag wären es mittlerweile 3 Streiktage. Es reicht. Ich bin überzeugt. daß sich weder Stadtwerke Lübeck mobil noch ver.di dazu äußern werden, wie man zukünftig nicht immer wieder Fahrgäste schädigt.
Lukas
schrieb am 16.9.2026 8.19 Uhr:
Ich verstehe sehr, das der Streik viele hier betrifft, dass dadurch viele auf das Auto umsteigen denke ich nicht, denn dann ist man ja mit den Staus und den Straßensanierungen auch nur noch genervt.
Auch können viele gesundheitlich oder finanziell (63€ im Monat fürs DE Ticket ist immer noch günstiger als der monatliche Kfz Versicherungsbetrag für viele)
Das Streikrecht ist wichtig und richtig und auch das die Mitglieder von verdi es nutzen wenn sie es für richtig halten. 6,5 Prozent mag viel erscheinen aber vmtl kommt man damit am Ende irgendwo da an wo die Reallöhne vor Corona waren.
Ich habe manchmal das Gefühl, das da auch eine Neiddebatte von vielen hier geführt wird, die sich abgehängt fühlen weil keine Gewerkschaft für ihre Löhne kämpft. Denen mag ich da nur sagen: Organisiert euch mit euren Kolleg*innen und zwingt das Unternehmen in den Tarifvertrag. Die verschiedenen Gewerkschaften beraten euch da gerne.
Gewerkschaften kämpfen übrigens generell für Mindestlohn und andere Leistungen des Sozialstaates auch für die die nicht Mitglieder sind. Den abhängig Beschäftigten unter uns würde es ohne jahrzehnte Gewerkschaftlicher Arbeit schlechter gehen. Man gucke nur nach Amerika dort gibt es keinen bezahlten Mindesturlaub. Die meisten haben da 2 Wochen im Jahr.
Ich hoffe auch sehr das in den von einem Mitkommentierenden Benannten Werkstätten endlich mindestens der Mindestlohn gezahlt wird wenn nicht sogar ein existenzsichernder Lohn. Das darf so kein Zustand sein.
Und für alle die endlich selbst für die Absicherung ihrer Rechte auf die Straße gehen wollen am 26.9. organisiert der Deutsche Gewerkschafts Bund deutschlandweit Demos gegen die Aushöhlung des Sozialstaates, für eine würdige Rente und für die Anerkennung der Leistungen von uns Arbeitenden.
Rentner
schrieb am 16.9.2026 8.21 Uhr:
Und wieder die Busfahrer!? Was glaubt ihr eigentlich wer ihr seid? Einfache Leute mit einer paarmonatigen Kraftfahrausbildung und mehr nicht. Verdienst soll aber so hoch sein wie bei einem Piloten. Ich als Rentner der 49 Jahre in 40 stundenwoche gebuckelt habe, hätte dann auch gerne 6,5% mehr Rente und eine Einmalzahlung von 650€. Dann kann ich mir auch mal eine Busfahrkarte für 4,30€ leisten.
ZORRO
schrieb am 16.9.2026 8.38 Uhr:
Oh ihr tut mir alle leid und noch mehr wenn die Arbeitgeber - hilfreich wäre es von der Redaktion gewesen deren Angebot zu veröffentlichen- kein Angebot vorlegen dem die Gewerkschaftsmitglieder aus dem betroffenen Bereich zustimmen, dann geht es in den unbefristeten Streik. Naja Lübeck baut ja gerade die Fahrradwege/ -strassen aus.
Troll Hunter
schrieb am 16.9.2026 9.15 Uhr:
@ Rentner
Tja wie es scheint weist du nicht, das die jährliche Rentenerhöhung an der Einkommensentwicklung gekoppelt ist. Du wolltest doch bestimmt nicht trollen, oder?
Markus
schrieb am 16.9.2026 9.58 Uhr:
Lasst uns ALLE mitmachen. Jeder bliebt zu Hause.
Von Montag bis Sonntag.
Jeder. Klinikmitarbeiter, Pflegekräfte, Polizisten, Feuerwehrleute, Verkaufskräfte, Lieferkräfte, Selbständige, Ärzte, Fahr"gäste" in Bussen und Bahnen usw., ALLE Menschen.
Rentner
schrieb am 16.9.2026 10.45 Uhr:
@Troll Hunter
Ja, es gab 4,24% für Rentner in diesem Jahr. Ein Busfahrer in Lübeck verdient, sorry, bekommt mit Zulagen 3300€ - 3800€. Darauf 6,5% und eine Einmalzahlung von 600€. Meine Bruttorente liegt bei 2400€. So, nun rechnen Sie mal nach. Wenn ich Ihnen dabei helfen soll geben Sie einfach nochmals einen unqualifizierten Kommentar ab. Wer bekommt wohl deutlich mehr?
Lukas
schrieb am 16.9.2026 11.09 Uhr:
@Rentner:
Und damit haben Sie eine ziemlich gute Rente, die Standartrente beträgt ca. 1900€ brutto (45 Beitragsjahre beim durchschnittlichen Einkommen) und die durschnittliche Rente 1400€ für Männer und 1000€ für Frauen.
Sie haben Ihr leben also vmtl. immer überdurchschnittlich verdient. Das Durschnittseinkommen 2026 liegt übrigens bei ca. 4800€
Die jetzt streikenden Busfahrer werden mit den 3300-3800€ die Sie angeben niemals auch nur annähernd soviel Rente irgendwann bekommen wie Sie.
Ich bin sehr für sichere und existenzsichernde staatliche Renten und das bedingt gute und faire Löhne.
Dorp
schrieb am 16.9.2026 11.34 Uhr:
Da sind sie wieder die Streiker.Bestellt euch noch ein Orchester 🤣🤣🤣Lübeck hat ja welche.Dann wird euch nicht langweilig.Ihr könnt klatschen oder singen.Dann fühlen sich die Trommler nicht so alleine🤣🤣🤣
Lübecker
schrieb am 16.9.2026 11.45 Uhr:
Ich bin glücklicherweise nicht von dem Streik betroffen. Ich hoffe aber, dass die Arbeitgeberseite hart bleibt und nicht den utopischen Forderungen der Gewerkschaft nachgibt.
Sollte es den Angestellten nicht passen, dann gibt es die Möglichkeit, beispielsweise den Arbeitgeber oder die Tätigkeit zu wechseln.
Troll Hunter
schrieb am 16.9.2026 13.59 Uhr:
@Rentner Ich hoffe du konntest dich mittlerweile von der Wahrheit in den Ausführungen, die Lukas dir gegeben hat, erholen.
Natürlich habe ich nachgeprüft und auch gerechnet.
Dies erhält- verdient hätten sie mehr, ein Busfahrer in Lübeck - die Tarifverträge liegen alle beim Sozialministerium das einem gerne Auskunft gibt :) :
Stellenanzeigen bei 3.444,99 € bis 3.707,06 € brutto pro Monat, zuzüglich Zuschlägen für Schicht-, Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit sowie einer Jahressonderzahlung.
3.450 € brutto, Steuerklasse 1 → ca. 2.300 bis 2.400 € netto
3.700 € brutto, Steuerklasse 1 → ca. 2.450 bis 2.550 € netto
3.700 € brutto, Steuerklasse 3 → ca. 2.850 bis 3.000 € netto
Jetzt rechne ich dir gerne - wenn auch grob- die möglichen Rentenbezüge bei einem Einkommen von 3.700.-€ /brt. vor:
Grobe Beispiele (heutige Rentenwerte, vor Steuern und Krankenversicherung):
35 Arbeitsjahre → ca. 1.350 bis 1.450 € Bruttorente
40 Arbeitsjahre → ca. 1.550 bis 1.700 € Bruttorente
45 Arbeitsjahre → ca. 1.750 bis 1.900 € Bruttorente
Deine Rente beträgt vor Steuern 2.400.-€ brt. davon sind 80% zu versteuern . Das wird ungefähr bei einer Steuer von 200.- € monatlich liegen.
Der bestverdienenste Busfahrer im Beispiel, erhält 500.-€ brutto wie fast netto weniger Rente wie du.
Und Forderungen sind kein Abschluss . 1/3 ist immer Verhandlungsmasse.
Aber wem es nicht gefällt libe Kommentatoren, einfach zum Busdepot fahren, dort stehen die Streikenden und ihnen ordentlich sagen was ihr von deren Forderung, haltet.......aber das traut sich ja keiner...bis auf den Verwirrten der eine Drohmail geschreiben hat .
Barny
schrieb am 16.9.2026 14.27 Uhr:
@ alle
Na, lasst ihr Euch wieder schön gegeneinander ausspielen?
Die Chefetage von Verdi und den Stadtwerken mit ihren Spitzengehältern freuen sich sehr über die Dummheit der Menschen, die für wenig Geld viel arbeiten!
(...)
Auf kosten der Arbeiter, Alten, Schülern und ...!
Und wir beleidigen diejenigen, die gar nichts dafür können!
Einfach alle Gehälter der Arbeiter, wie bei Politikern, an die Gehälter und Erhöhungen von Richtern koppeln, dann wäre der Spuk vorbei!
Lasst Euch doch nicht für dumm verkaufen!
Rentner
schrieb am 16.9.2026 17.38 Uhr:
@Troll Hunter
@Lukas
Meine Rente habe ich mir hart erarbeitet, durch Weiterbildung und entsprechenden Qualifikationen. Und nein, ich habe nicht immer überdurchschnittlich viel verdient sondern erst die letzten 10Jahre je 1,5 Rentenpunkte eingefahren. Warum soll ein Busfahrer mit Qualifikation „Personenbeförderungsschein“ also genauso viel verdienen wie jemand der ein Studium abgeschlossen hat oder durch Weiterbildung sich hochgearbeitet hat? Findet den Fehler. Und ganz ehrlich, was stört dem Adler das Gekrächze einer Krähe. Verdi sollte mal den Einzelhandel bestreiken, natürlich nur für Busfahrer den Laden dicht machen. Ups, nun wisst ihr aus welcher Branche ich nach 49 Jahren in Rente ging.
Herbert von Lurch
schrieb am 16.9.2026 20.59 Uhr:
@ Rentner
Der Fehler im Denkfehler liegt in der Annahme, dass der Wert einer Arbeit rein am formalen Bildungsweg hängt. Ein Busfahrer trägt täglich die Verantwortung für hunderte Menschenleben im Straßenverkehr – unter Schichtdienst, hohem Stress und ständiger Konzentration. Niemand fordert, dass ein Studium wertlos sein soll, aber eine Gesellschaft funktioniert nur, wenn alle systemrelevanten Berufe so bezahlt werden, dass man davon lebenswert existieren und eine ordentliche Rente aufbauen kann. Wer andere Berufe als „Krähen“ abtut, vergisst schnell, wer ihn morgens zur Arbeit bringt oder abends die Regale auffüllt.
Daniel
schrieb am 17.9.2026 9.26 Uhr:
Bevor man hier über den "Personenbeförderungsschein" lästert, sollte man sich eventuell mal kurz informieren, welche Qualifikation als Busfahrer wirklich notwendig ist.
Rentner
schrieb am 18.9.2026 20.57 Uhr:
@Daniel
@Herbert von Lurch
Für den Busführerschein 140 Unterrichtsstunden und 90 minütige IHK-Prüfung mehr nicht. Verantwortung für Menschen tragen wir alle, auch Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger etc. mit mehrjähriger Ausbildung bei ähnlichem Gehalt. Und wenn Herr Lurch meint das Qualifikation keine Rolle, sondern nur die Arbeitsleistung dann brauchen wir alle ja keine schulische, bzw. Berufsausbildung.