BfL zum Strand-Beschluss: Verwaltung lässt Hunde trotzdem warten

Lübeck - Travemünde: Die Bürger für Lübeck (BfL) zeigen sich verärgert darüber, dass die von der Lübecker Bürgerschaft beschlossene frühere Freigabe des Travemünder Kurstrandes für Hunde offenbar in diesem Jahr nicht umgesetzt werden kann (wir berichteten).

Wir veröffentlichen die Mitteilung der BfL im Wortlaut:

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Am 25. Juni 2026 beschloss die Bürgerschaft die Empfehlung des Wirtschaftsausschusses und des Ausschusses für den Kurbetrieb Travemünde mit 29 Ja- gegen 13 Nein-Stimmen. Damit wurde der Bürgermeister beauftragt, das Sondernutzungsrecht so zu ändern, dass Hunde ab dem 10. Oktober im gesamten Strandgebiet mitgeführt werden dürfen. Nun teilt die Kurverwaltung mit, dass die bisherige Regelung wegen des noch ausstehenden Verfahrens nach dem Landesnaturschutzgesetz in diesem Jahr zunächst bestehen bleibt.

„Die Bürgerschaft hat mit deutlicher Mehrheit entschieden. Entscheidend ist jetzt, warum die für die Umsetzung erforderlichen Schritte offenbar nicht rechtzeitig abgeschlossen wurden. Wenn ein im Juni gefasster Beschluss im Oktober noch nicht umgesetzt werden kann, stellt sich die Frage nach der Verbindlichkeit unserer politischen Entscheidungen.“, erklärt Bürgerschaftsmitglied Lothar Möller (BfL), fraktionslos. Die BfL hatten ihren eigenen Antrag zurückgezogen, nachdem die politische Mehrheit für die Strandfreigabe erreicht war. „Wir erwarten, dass die Verwaltung politische Beschlüsse nicht nur entgegennimmt, sondern deren Umsetzung auch rechtzeitig organisiert.“

Rund 4.500 Menschen haben die Petition „Der Oktober gehört uns!“ unterstützt. Für die BfL ist die Frage deshalb längst auch eine Frage demokratischer Verlässlichkeit. Bürgerschaftsbeschlüsse sind keine unverbindlichen Empfehlungen an die Verwaltung.
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Hören Sie im Originalton Harald Denckmann im Gespräch mit Lothar Möller.
Trotz Bürgerschaftsbeschluss lässt die Verwaltung Hunde auf die Strand-Freigabe warten, kritisiert Lother Möller (BfL). Foto: Archiv/HN
Trotz Bürgerschaftsbeschluss lässt die Verwaltung Hunde auf die Strand-Freigabe warten, kritisiert Lother Möller (BfL). Foto: Archiv/HN

Text-Nummer: 181938    Autor: BfL/red.    vom 18.9.2026 16.35 Uhr