Illegales Autorennen? Polizei sucht Zeugen
Lübeck - St. Jürgen: In der Nacht zu Sonntag (20.09.2026) ereignete sich in Lübeck St. Jürgen ein Verkehrsunfall zwischen einem BMW und einem Golf. Beide Fahrer erlitten nach derzeitigem Stand keine Verletzungen, an den Autos entstand jedoch erheblicher Sachschaden. Die Polizei ermittelt gegen die beiden Männer wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens. Noch am Unfallort beschlagnahmten die Beamten die Führerscheine der 18 Jahre alten Fahranfänger.
Der 18 Jahre alte Fahrer des BMW (Staatsangehörigkeit: pakistanisch) und seine 17 Jahre alten Mitfahrer blieben unverletzt, auch der 18 Jahre alte Fahrer des Golf (Staatsangehörigkeit: deutsch) erlitt nach derzeitigem Stand keine Verletzungen.
Neben einem Achsbruch wurde der BMW stark an der linken Fahrzeugseite beschädigt, an dem Golf konnten erhebliche Schäden an der rechten Fahrzeugseite festgestellt werden. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit, ein Abschleppunternehmen kümmerte sich um den Abtransport, der Schaden beläuft sich auf knapp 7000 Euro.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Lübeck wurden die Führerscheine der beiden 18 Jahre alten Fahrer beschlagnahmt und die Nutzung von fahrerlaubnispflichtigen Kraftfahrzeugen bis auf Weiteres untersagt. Gegen beide ermittelt die Polizei wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Lübeck suchte noch in der Nacht ein Sachverständiger den Unfallort auf, um den Unfallhergang zu rekonstruieren.
Vor dem Hintergrund der eingeleiteten Ermittlungen sucht die Polizei weitere Zeugen, die Angaben zum Fahrverhalten der Beteiligten und zum Unfallhergang in der Possehlstraße machen können. Hinweise nehmen die Beamten unter der zentralen Rufnummer 0451-1310 entgegen.
Kommentare zu diesem Text (10):
Mike Neumann
schrieb am 21.9.2026 14.29 Uhr:
Dreier BMW? Vielleicht der grau folierte E 46? Das war ja dann keine lange Karriere.
KHD
schrieb am 21.9.2026 16.40 Uhr:
Es ist angebracht die Zulassung zur Fahrerlaubnisprüfung an einen persönlichen Eignungstest zu koppeln und/oder den Führerschein erst nach Vollendung des 21. Lebensjahres auszuhändigen.
Dann fallen dieses verhinderten Rennfahrer wenigstens nicht mehr unter das Jugendstrafrecht.
Chris
schrieb am 21.9.2026 17.39 Uhr:
Oh Gott, der arme Baum.
Opa
schrieb am 21.9.2026 18.29 Uhr:
Gerade 18 geworden, Führerschein teuer bezahlt (oder von Mama und Papa gesponsert) Rücksichtsvoll duech die Strassen brettern, egal ob jemand zu Schaden kommt, dann beide Karren Schrottreif.
Ich bin stolz auf unseren Nachwuchs, das hat nichts mehr mit "dummen Jungen Streich" zu tun, das sind ........ ds schreibe ich lieber nicht, ich werde sowiso wieder gesperrt, weil mein Kommentar der Redaktion nicht gefällt, Wahrheit hier zu schreiben, wird fast NIE veröffentlicht. Soviel zu freier Meinungsäußerung....
Steve
schrieb am 21.9.2026 20.36 Uhr:
Ich jedesmal froh, dass ich zu diesem Zeitpunkten, wenn diese (...) nicht vor Ort bin, und mit meinem Leben davon komme. Sehr zum Leidwesen aller anderen Mitbürger.
Langsam bin ich der Meinung, dass die Führerscheinbrüfung ähnlich gestalltet werden sollte, wie der Erwerb eines Waffenscheins.
Immerhin bewegen WIR 1 bis 2t schwere 100 bis 200PS (oder noch mehr) starke Lenkwaffen durch die Straßen
Jon Dohe
schrieb am 22.9.2026 5.52 Uhr:
@Steve: was für eine Polemik...🙈
Misanthrop
schrieb am 22.9.2026 9.17 Uhr:
@Opa
Hat deine Generation nicht die Eltern dieser Kinder erzogen? Wo liegt also der Fehler?
Bei den jungen Erwachsenen? Bei deren Eltern oder noch eine Generation davor (die Boomer, die sich eh über alles hinweggesetzt haben, solange es ihnen selbst gut dabei geht)?
Und dein Gejammer von wegen Zensur lässt ja schon wieder einige Schlüsse zu. Passt also alles zusammen.
Ute
schrieb am 22.9.2026 10.09 Uhr:
…folglich: (...) weil Schuld an allem, und freie Fahrt für die Kiddies!?
Barny
schrieb am 22.9.2026 10.30 Uhr:
@Misantrop
Schön das sie sich das so einfach machen.
Haben Sie denn keine Boomer als Eltern?
Machen Sie hier eine Täter - Opfer Umkehr?
Jeder Mensch ist für sein tun verantwortlich, das sollten auch zwei junge Raser schnell lernen, ohne Ausreden, das vielleicht die Erziehung schuld war.
Misanthrop
schrieb am 22.9.2026 12.25 Uhr:
@ Ute und Barney
Das soll kein Freifahrt schein, sondern einfach mal zur Selbstreflektion anstoßen.
Wenn Kinder gut erzogen werden, wenn sie Konsequenzen und Grenzen kennen lernen, dann bauen sie keinen Mist, weil sie einfach einmal mehr nachdenken, bevor sie eine Aktion starten.
Wenn aber die Kinder vor Konsequenzen "geschützt" werden, weil der kleine Prinz oder die Prinzessin ja nichts negatives in der Kindheit erfahren soll, dann kommt sowas bei raus. Dann lernen sie es halt auf die harte Art, was Konsequenzen sind. Zum Glück wurden hier keine Unbeteiligten geschädigt. Das kann beim nächsten Mal anders aussehen.
Der "Opa" stieß mir nur wieder sauer auf, weil sein Rumgejammer so typisch Boomer ist. Nichts dürfte man mehr sagen, Zensur und bla bla bla ... Opferrolle halt.
Und ist es nicht die Boomer Generation, von der so Viele einen (...) auf Konsequenzen geben? Weil Konsequenzen treffen sich ja nicht mehr (z.B. Klimawandel). Und sind es nicht diese Boomer, die das ihren Kindern so weiter mit auf dem Weg geben? Es ist also irgendwo doch ein hausgemachtes Problem.
Und das hat nichts mit Täter-Opfer-Umkehr zu tun, sondern Ursachenfindung.