150 Jahre Musikbibliothek: Jubiläumskonzert
Lübeck: Die Stadtbibliothek Lübeck lädt anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Musikbibliothek am Donnerstag, 1. Oktober 2026, um 19.30 Uhr zu einem kostenlosen Jubiläumskonzert in den historischen Scharbausaal ein.
Die Musikbibliothek der Stadtbibliothek Lübeck feiert in diesem Jahr ihr 150-jähriges Jubiläum. Am Donnerstag, 1. Oktober 2026, um 19.30 Uhr lädt die Stadtbibliothek Lübeck zu einem Jubiläumskonzert in den historischen Scharbausaal ein. Kayako Bruckmann an Violine und Viola, Anna Silke Reichwein am Violoncello, Inessa Tsepkova am Klavier, Strahinja Pavlovic und Klaus Reichwein an den Klarinetten sowie Martin Karl-Wagner an der Flöte spielen Raritäten aus dem Bestand der historischen Musikaliensammlung. Die Zuhörer erwarten Kammermusik der Buddenbrookzeit von Lübecker Komponisten der Belle Époque. Dazu gehören Raritäten aus der historischen Musiksammlung, darunter Werke von Carl Grammann, John William Harmston, Georg Kloth, Johann Diedrich und Heinrich Stiehl und anderen. Der Einlass erfolgt ab 19 Uhr. Die Veranstaltung ist kostenlos.
Die Musiker
Kayako Bruckmann stammt aus Kempen am Niederrhein. Ihr musikalischer Weg führte sie über mehrere Stationen wie Düsseldorf, Dresden, Maastricht und Hamburg sowie kleinere Umwege mit einem Studium der Politologie und Japanologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf schließlich nach Lübeck. Hier beendete sie 2017 an der Musikhochschule ihr Masterstudium bei Professor Heime Müller und ist heute Mitglied der ersten Violinen-Gruppe im Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck.
Martin Karl-Wagner studierte an der Musikhochschule Lübeck bei Klaus Holle (Flöte) und Friedhelm Döhl (Komposition), besuchte Meisterkurse bei Istvan Matusz, Hans-Martin Linde und Bohguslav Schäfer und erhielt 2007 mit seinem Ensemble musica floreat den Kulturpreis des Kreises Ostholstein sowie 2018 den Kulturpreis der Stadt Eutin.
Strahinja Pavlovic studierte an der Musikhochschule Lübeck bei Professor Reiner Wehle und Professor Jens Thoben und schloss dort 2025 sein Konzertexamen ab. Seit 2018 ist er regelmäßig als Mitglied des Sinfonieorchesters Liechtenstein tätig und trat als Solist unter anderem mit dem Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck sowie im Rahmen des Festivals Stars und Rising Stars in München auf. Zu seinen Auszeichnungen zählen der DAAD-Preis der Musikhochschule Lübeck und der Possehl-Musikpreis.
Anna Silke Reichwein studierte an der Musikhochschule Lübeck und arbeitete mit Radu Aldulescu und Walter Levin. Orchestererfahrung machte sie mit den Philharmonischen Orchestern Rostock, Bremen, Kiel und Lübeck. Sie konzertierte mit der Taschenoper Lübeck, dem Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Rheingau Musikfestival und hatte Bühnenengagements am Kieler Theater im Werftpark, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und am Theater Lübeck.
Klaus Reichwein studierte Klarinette an der Musikhochschule Detmold bei Hans Dietrich Klaus. Seit 1995 ist er Mitglied des Philharmonischen Orchesters Lübeck. Zusätzlich führten ihn kammermusikalische Formationen unter anderem zum renommierten Luzern-Festival oder dem Rheingau-Musik-Festival.
Inessa Tsepkova wurde in Moskau geboren und studierte dort am Konservatorium Klavier. Konzertexamen, Lehrfach und Korrepetition schloss sie mit Auszeichnung ab. Es folgte ein Lehrauftrag am Tschaikowsky-Konservatorium. Seit 2003 hat sie einen Lehrauftrag an der Musikhochschule in Lübeck inne. Neben der Konzerttätigkeit ist sie in Musicalproduktionen und am Lübecker Theater tätig.
Jubiläum dank einer Fastpleite
Ihr Jubiläum verdankt die Musikbibliothek einer Fastpleite. Der Lübecker Musikverein musste zum Ende des 19. Jahrhunderts seine wertvolle Bibliothek an die Hansestadt Lübeck verkaufen, um zahlungsfähig zu bleiben. Die Hansestadt übergab die Bibliothek 1876 an die Stadtbibliothek, die daraufhin eine eigenständige Musikbibliothek etablierte. In den folgenden Jahrzehnten konnte der Bestand noch erweitert werden. Allein der Altbestand der Musikbibliothek umfasst heute über 13.000 Musikalien und reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Darunter sind wertvolle Manuskripte und Erstdrucke unter anderem von Bach, Beethoven, Buxtehude, Mozart und Wagner. Hinzu kommt ein moderner Bestand mit Musikalien und anderen Medien zu allen Stilen der Musik.
Die Musiker
Kayako Bruckmann stammt aus Kempen am Niederrhein. Ihr musikalischer Weg führte sie über mehrere Stationen wie Düsseldorf, Dresden, Maastricht und Hamburg sowie kleinere Umwege mit einem Studium der Politologie und Japanologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf schließlich nach Lübeck. Hier beendete sie 2017 an der Musikhochschule ihr Masterstudium bei Professor Heime Müller und ist heute Mitglied der ersten Violinen-Gruppe im Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck.
Martin Karl-Wagner studierte an der Musikhochschule Lübeck bei Klaus Holle (Flöte) und Friedhelm Döhl (Komposition), besuchte Meisterkurse bei Istvan Matusz, Hans-Martin Linde und Bohguslav Schäfer und erhielt 2007 mit seinem Ensemble musica floreat den Kulturpreis des Kreises Ostholstein sowie 2018 den Kulturpreis der Stadt Eutin.
Strahinja Pavlovic studierte an der Musikhochschule Lübeck bei Professor Reiner Wehle und Professor Jens Thoben und schloss dort 2025 sein Konzertexamen ab. Seit 2018 ist er regelmäßig als Mitglied des Sinfonieorchesters Liechtenstein tätig und trat als Solist unter anderem mit dem Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck sowie im Rahmen des Festivals Stars und Rising Stars in München auf. Zu seinen Auszeichnungen zählen der DAAD-Preis der Musikhochschule Lübeck und der Possehl-Musikpreis.
Anna Silke Reichwein studierte an der Musikhochschule Lübeck und arbeitete mit Radu Aldulescu und Walter Levin. Orchestererfahrung machte sie mit den Philharmonischen Orchestern Rostock, Bremen, Kiel und Lübeck. Sie konzertierte mit der Taschenoper Lübeck, dem Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Rheingau Musikfestival und hatte Bühnenengagements am Kieler Theater im Werftpark, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und am Theater Lübeck.
Klaus Reichwein studierte Klarinette an der Musikhochschule Detmold bei Hans Dietrich Klaus. Seit 1995 ist er Mitglied des Philharmonischen Orchesters Lübeck. Zusätzlich führten ihn kammermusikalische Formationen unter anderem zum renommierten Luzern-Festival oder dem Rheingau-Musik-Festival.
Inessa Tsepkova wurde in Moskau geboren und studierte dort am Konservatorium Klavier. Konzertexamen, Lehrfach und Korrepetition schloss sie mit Auszeichnung ab. Es folgte ein Lehrauftrag am Tschaikowsky-Konservatorium. Seit 2003 hat sie einen Lehrauftrag an der Musikhochschule in Lübeck inne. Neben der Konzerttätigkeit ist sie in Musicalproduktionen und am Lübecker Theater tätig.
Jubiläum dank einer Fastpleite
Ihr Jubiläum verdankt die Musikbibliothek einer Fastpleite. Der Lübecker Musikverein musste zum Ende des 19. Jahrhunderts seine wertvolle Bibliothek an die Hansestadt Lübeck verkaufen, um zahlungsfähig zu bleiben. Die Hansestadt übergab die Bibliothek 1876 an die Stadtbibliothek, die daraufhin eine eigenständige Musikbibliothek etablierte. In den folgenden Jahrzehnten konnte der Bestand noch erweitert werden. Allein der Altbestand der Musikbibliothek umfasst heute über 13.000 Musikalien und reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Darunter sind wertvolle Manuskripte und Erstdrucke unter anderem von Bach, Beethoven, Buxtehude, Mozart und Wagner. Hinzu kommt ein moderner Bestand mit Musikalien und anderen Medien zu allen Stilen der Musik.