Praxisklinik Travemünde: Änderungen frühestens Ende 2027
Lübeck - Travemünde: In Lübeck fand am Montag eine Regionalkonferenz zur Umsetzung der Krankenhausreform statt. Angemeldet waren rund 50 Vertreterinnen und Vertreter der Kliniken, der Kommunen und der Politik der betreffenden Regionen, zu der Lübeck, Stormarn und das Herzogtum Lauenburg gehören. Dabei informierte das Gesundheitsministerium auch zu den Planungen für die Praxisklinik Travemünde.
Aenn Hachmeyer, Referatsleiterin Krankenhausplanung im Gesundheitsministerium, erklärte zu den Planungen: "Travemünde ist einer von zwei Standorten der Sana Kliniken in Lübeck. Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen sind die Leistungsgruppen in Travemünde nicht erfüllt, was eine Umstrukturierung des Standortes erforderlich macht. Die dortigen stationären Leistungen würden künftig stärker an den leistungsfähigen Standorten anderer Krankenhäuser konzentriert werden. Der Standort Travemünde würde dann gemeinsam mit den dort spezialisierten niedergelassenen Praxen und der Kassenärztlichen Vereinigung zu einem ambulanten OP-Zentrum oder zu einem medizinischen Versorgungszentrum weiterentwickelt werden. Der Bund hat mit seiner Reform genau dies gefordert: Konzentration und Spezialisierung. Übergangszeiträume hat er dabei im Sinne der Mitarbeitenden jedoch nicht bedacht. Deshalb machen wir dies nun einfach selbst. Denn wir nehmen die Mitarbeitenden und die belegärztlichen Strukturen des Standortes der Sana Kliniken in Travemünde mit in den Fokus, um die Folgen der Veränderung umfassend bewerten zu können. Deshalb würden wir – wenn der Standort die fehlenden Voraussetzungen im Anhörungsverfahren nicht nachweisen kann – die Neuausrichtung des Standortes nicht bereits zum 1. Januar 2027, sondern bis zum 31. Dezember 2027 vornehmen, sodass die Neuausrichtung strukturiert vollzogen werden kann."
Zu den anderen Klinikstandorten in Lübeck teilte die Referatsleiterin mit: " Das UKSH sowie die Sana Kliniken am Standort Süd in Lübeck, werden mit ihren Funktionen in der Schwerpunkt- und Maximalversorgung ihre bisherige bedeutende Rolle in der Versorgung behalten. Insbesondere in der geburtshilflichen Versorgung hat das UKSH nach der Schließung des Marienkrankenhauses sein umfassendes Leistungsportfolio in der geburtshilflichen und neonatologischen Versorgung nochmal verstärkt, um mit dem Marienkreißsaal und als Perinatalzentrum Level 1 Frauen, Eltern und Kindern die bestmögliche Versorgung anbieten zu können. Mit geringen Schärfungen des Leistungsprofils der Sana Kliniken in Lübeck wird der Standort fortbestehen und Teilbereiche perspektivisch in den bereits beschiedenen Ersatzneubau in Lübeck ziehen. Sowohl das UKSH als auch das Sana Klinikum am Standort Süd behalten ihre Bedeutung für die Versorgung von Notfallpatientinnen und -patienten sowie im Bereich der Behandlung von Krebserkrankungen und werden in ihren bereits gegenwärtig gut abgestimmten Rollen weiterhin eine bedeutende Versorgungsstruktur in der Hansestadt bieten. Gestärkt aus der neuen Krankenhausplanung hervorgehen wird auch das Krankenhaus des Roten Kreuzes – Marli – in Lübeck. Als größte geriatrische Fachklinik des Landes versorgt die Klinik nicht nur Lübeckerinnen und Lübecker, sondern ist auch überregional mit ihrem geriatrisch-internistischen Leistungsspektrum von Bedeutung."
Zu den anderen Klinikstandorten in Lübeck teilte die Referatsleiterin mit: " Das UKSH sowie die Sana Kliniken am Standort Süd in Lübeck, werden mit ihren Funktionen in der Schwerpunkt- und Maximalversorgung ihre bisherige bedeutende Rolle in der Versorgung behalten. Insbesondere in der geburtshilflichen Versorgung hat das UKSH nach der Schließung des Marienkrankenhauses sein umfassendes Leistungsportfolio in der geburtshilflichen und neonatologischen Versorgung nochmal verstärkt, um mit dem Marienkreißsaal und als Perinatalzentrum Level 1 Frauen, Eltern und Kindern die bestmögliche Versorgung anbieten zu können. Mit geringen Schärfungen des Leistungsprofils der Sana Kliniken in Lübeck wird der Standort fortbestehen und Teilbereiche perspektivisch in den bereits beschiedenen Ersatzneubau in Lübeck ziehen. Sowohl das UKSH als auch das Sana Klinikum am Standort Süd behalten ihre Bedeutung für die Versorgung von Notfallpatientinnen und -patienten sowie im Bereich der Behandlung von Krebserkrankungen und werden in ihren bereits gegenwärtig gut abgestimmten Rollen weiterhin eine bedeutende Versorgungsstruktur in der Hansestadt bieten. Gestärkt aus der neuen Krankenhausplanung hervorgehen wird auch das Krankenhaus des Roten Kreuzes – Marli – in Lübeck. Als größte geriatrische Fachklinik des Landes versorgt die Klinik nicht nur Lübeckerinnen und Lübecker, sondern ist auch überregional mit ihrem geriatrisch-internistischen Leistungsspektrum von Bedeutung."
Kommentare zu diesem Text (3):
Selachi
schrieb am 21.9.2026 18.22 Uhr:
„Mit geringen Schärfungen des Leistungsprofils der SANA-Kliniken Lübeck“…? Dies liesse sich leicht „schärfen“, wenn mehr ärztliches und pflegerisches Personal beschäftigt würde! (...)
Trident
schrieb am 21.9.2026 21.09 Uhr:
@Selachi: richtig! Der Bedarf an „Leistungsschärfe“ in der Sanaklinik
liegt nicht am fehlenden „Ärzteknowhow“! Es liegt an der zu dünnen Personaldecke um zeitnah und zielführend schnell auf akute
Probleme der Patienten reagieren zu können.
Mocker
schrieb am 22.9.2026 8.33 Uhr:
Eine Blinddarmentzündung oder sonstiger Notfall in Travemünde oder in Ostholstein und alles muß nach Lübeck ins Krankenhaus. Alle vier Jahre eine neue Gesundheitsreform. Warum dauernd Reformen? Weil die nicht praxigerecht sind. Es wird Zeit für eine Reform in Berlin. Wer riestert der rostet weil auch die Rente nichts taugte. Dauerhafte Lösungen müssen her und nicht bis zur Sommerpause über Zukersteuer und Leihmutter debattieren. Zweite Wahl Politik ist das.