Sophia Schiebe gratuliert Mixed Pickles
Lübeck: Sophia Schiebe, Landtagsabgeordnete für Lübeck, gratuliert in einer Mitteilung dem Verein „Mixed Pickles e.V.“ zum 30-jährigen Bestehen. „30 Jahre Mixed Pickles sind 30 Jahre gelebte Solidarität, Selbstbestimmung und Haltung. Herzlichen Glückwunsch zu diesem besonderen Jubiläum!“, heißt es darin.
Wir veröffentlichen die Mitteilung von Sophia Schiebe im Wortlaut:
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„30 Jahre Mixed Pickles sind 30 Jahre gelebte Solidarität, Selbstbestimmung und Haltung. Herzlichen Glückwunsch zu diesem besonderen Jubiläum! Mixed Pickles hat in Lübeck und weit darüber hinaus einen Ort geschaffen, an dem Mädchen* und Frauen* mit Behinderungen Unterstützung, Schutz, Begegnung und eine starke Stimme finden. Der Verein macht seit drei Jahrzehnten sichtbar, was sonst viel zu oft übersehen wird, denn Teilhabe entsteht nicht von allein. Sie braucht barrierefreie Räume, verlässliche Beratung, persönliche Assistenz und Menschen, die sich gegen Diskriminierung und Gewalt stellen.
Ich danke allen haupt- und ehrenamtlich Engagierten, den Unterstützerinnen und insbesondere den Frauen* und Mädchen*, die Mixed Pickles mit ihrer Erfahrung, ihrem Mut und ihren Forderungen prägen. Ihre Arbeit stärkt Menschen ganz konkret darin, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Sie zeigt uns allen, wie eine inklusive und gerechte Gesellschaft aussehen muss.“
Mit Blick auf den aktuellen Entwurf zur Reform der Kinder- und Jugendhilfe kritisiert Schiebe die Bundesregierung scharf: „Der Bund verkauft seinen Entwurf als Strukturreform. Tatsächlich droht er, individuelle Rechte zu schwächen und finanzielle Interessen über die Lebenswirklichkeit von Kindern, Jugendlichen und Familien zu stellen. Das ist keine echte Reform, sondern eine Verwaltungslogik, die an Zuständigkeiten und Einsparungen orientiert ist.
Besonders bitter ist, dass das Ziel einer verbindlichen inklusiven Kinder- und Jugendhilfe faktisch aufgegeben wird. Familien mit Kindern mit Behinderungen müssen weiterhin unterschiedliche Zuständigkeiten und Sozialgesetzbücher durchdringen und zwar abhängig davon, welche Behinderung vorliegt. Eine befristete und eng gefasste Experimentierklausel ist kein Ersatz für eine bundesweit verbindliche Gesamtzuständigkeit.
Wer bei Hilfen für Familien vor allem auf kurzfristige Einsparungen schaut, handelt kurzsichtig. Gute Kinder- und Jugendhilfe muss frühzeitig, verlässlich und passgenau unterstützen. Sie verhindert, dass Belastungen größer werden und junge Menschen sowie ihre Familien später ohne Hilfe dastehen.“
Schiebe fordert den Bund auf, den Gesetzentwurf im parlamentarischen Verfahren grundlegend nachzubessern: „Wir brauchen einen verbindlichen Fahrplan zur inklusiven Gesamtzuständigkeit in der Kinder- und Jugendhilfe. Wir brauchen individuelle Rechtsansprüche, ein uneingeschränktes Wunsch- und Wahlrecht sowie ausreichend Geld für Kommunen und freie Träger. Und wir brauchen Beteiligung von Kindern, Jugendlichen, Familien und Selbstvertretungen, statt Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg.
Gerade Mädchen*, junge Frauen* und queere Kinder und Jugendliche mit Behinderungen dürfen nicht mehrfach durchs Raster fallen. Ihre Teilhabe ist kein Sparposten und keine Frage von Modellversuchen. Sie ist ein Recht.“
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„30 Jahre Mixed Pickles sind 30 Jahre gelebte Solidarität, Selbstbestimmung und Haltung. Herzlichen Glückwunsch zu diesem besonderen Jubiläum! Mixed Pickles hat in Lübeck und weit darüber hinaus einen Ort geschaffen, an dem Mädchen* und Frauen* mit Behinderungen Unterstützung, Schutz, Begegnung und eine starke Stimme finden. Der Verein macht seit drei Jahrzehnten sichtbar, was sonst viel zu oft übersehen wird, denn Teilhabe entsteht nicht von allein. Sie braucht barrierefreie Räume, verlässliche Beratung, persönliche Assistenz und Menschen, die sich gegen Diskriminierung und Gewalt stellen.
Ich danke allen haupt- und ehrenamtlich Engagierten, den Unterstützerinnen und insbesondere den Frauen* und Mädchen*, die Mixed Pickles mit ihrer Erfahrung, ihrem Mut und ihren Forderungen prägen. Ihre Arbeit stärkt Menschen ganz konkret darin, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Sie zeigt uns allen, wie eine inklusive und gerechte Gesellschaft aussehen muss.“
Mit Blick auf den aktuellen Entwurf zur Reform der Kinder- und Jugendhilfe kritisiert Schiebe die Bundesregierung scharf: „Der Bund verkauft seinen Entwurf als Strukturreform. Tatsächlich droht er, individuelle Rechte zu schwächen und finanzielle Interessen über die Lebenswirklichkeit von Kindern, Jugendlichen und Familien zu stellen. Das ist keine echte Reform, sondern eine Verwaltungslogik, die an Zuständigkeiten und Einsparungen orientiert ist.
Besonders bitter ist, dass das Ziel einer verbindlichen inklusiven Kinder- und Jugendhilfe faktisch aufgegeben wird. Familien mit Kindern mit Behinderungen müssen weiterhin unterschiedliche Zuständigkeiten und Sozialgesetzbücher durchdringen und zwar abhängig davon, welche Behinderung vorliegt. Eine befristete und eng gefasste Experimentierklausel ist kein Ersatz für eine bundesweit verbindliche Gesamtzuständigkeit.
Wer bei Hilfen für Familien vor allem auf kurzfristige Einsparungen schaut, handelt kurzsichtig. Gute Kinder- und Jugendhilfe muss frühzeitig, verlässlich und passgenau unterstützen. Sie verhindert, dass Belastungen größer werden und junge Menschen sowie ihre Familien später ohne Hilfe dastehen.“
Schiebe fordert den Bund auf, den Gesetzentwurf im parlamentarischen Verfahren grundlegend nachzubessern: „Wir brauchen einen verbindlichen Fahrplan zur inklusiven Gesamtzuständigkeit in der Kinder- und Jugendhilfe. Wir brauchen individuelle Rechtsansprüche, ein uneingeschränktes Wunsch- und Wahlrecht sowie ausreichend Geld für Kommunen und freie Träger. Und wir brauchen Beteiligung von Kindern, Jugendlichen, Familien und Selbstvertretungen, statt Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg.
Gerade Mädchen*, junge Frauen* und queere Kinder und Jugendliche mit Behinderungen dürfen nicht mehrfach durchs Raster fallen. Ihre Teilhabe ist kein Sparposten und keine Frage von Modellversuchen. Sie ist ein Recht.“
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