Keine Tarifeinigung bei den Busfahrern - Fünftägiger Warnstreik möglich

Lübeck: Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Nahverkehr Schleswig-Holstein sind am Dienstag auf den 29. September 2026 vertagt worden. In der dritten Verhandlungsrunde ging es erneut um die Forderungen von ver.di nach einer Gehaltserhöhung von 6,5 Prozent sowie einer jährlichen Sonderzahlung nur für ver.di‑Mitglieder von 650 Euro. Dieses bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Arbeitgeberseite hat diese Forderungen als finanziell nicht darstellbar bewertet.

„Der öffentliche Nahverkehr steht bereits heute vor großen Finanzierungsproblemen. Vor diesem Hintergrund müssen auch die finanziellen Auswirkungen der Tarifabschlüsse berücksichtigt werden“, erklärt Andreas Schulz, stellvertretender Vorsitzender des Fachausschusses für die Nahverkehrsbetriebe des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Schleswig-Holstein (KAV SH) und Geschäftsführer der KVG Kieler Verkehrsgesellschaft mbH.

Die Arbeitgeberseite hat ver.di ein Angebot über eine Gehaltserhöhung von insgesamt 5 Prozent vorgelegt. Dieses beinhaltete:
• 2,8 Prozent rückwirkend zum 1. Juli 2026
• weitere 2,2 Prozent zum 1. Juli 2027
• eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2028

„Unser Angebot gleicht die zurückliegende Inflation von 4,3 Prozent aus und beinhaltet darüber hinaus einen Reallohngewinn von 0,7 Prozent. Aus unserer Sicht lag damit ein ausgewogener Kompromiss auf dem Tisch“, erklärt Jan Jacobsen, Verbandsgeschäftsführer des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Schleswig-Holstein. Ver.di hat das Angebot nicht angenommen.

Die Tarifverhandlungen werden am 29. September 2026 in Flensburg fortgesetzt. Die Gewerkschaft hat angekündigt, bis dahin auf weitere Warnstreiks zu verzichten. "Wir wollen der Arbeitgeberseite mit der nächsten Verhandlungsrunde noch einmal die Möglichkeit geben, zu einem tragfähigen Ergebnis zu kommen. Sollte das am 29. September erneut nicht gelingen, hat die Tarifkommission einen fünftägigen Warnstreik ab dem 30. September beschlossen", so Sascha Bähring, Verhandlungsführer von ver.di Nord.
Auch nach dem Warnstreik am Montag gab es bei den Verhandlungen am Dienstag keine Einigung.
Auch nach dem Warnstreik am Montag gab es bei den Verhandlungen am Dienstag keine Einigung.

Text-Nummer: 182110    Autor: KAV SH/red.    vom 22.9.2026 14.44 Uhr

Kommentare zu diesem Text (32):

Lydia

schrieb am 22.9.2026 16.13 Uhr:
Willst du mich (...)? FÜNF Tage?? Sach mal habt ihr (...)? Zahlt ihr meinen Urlaub, den ich dann nehmen MUSS? Ich habe habe dafür absolut kein Verständnis.

John Doe !

schrieb am 22.9.2026 16.20 Uhr:
Warum gleich so viel Geld fordern? Dass ist für die Stadtwerke utopisch. Ich bin dafür, dass Verdi die jährliche einmal Zahlung bezahlt.

Benito

schrieb am 22.9.2026 16.26 Uhr:
>hat die Tarifkommission einen fünftägigen Warnstreik ab dem 30. September beschlossen

Das wäre dann 30.9 bis 4.10, und am 5.10 fahren auf jeden Fall alle Busse?

Heidrun Dubbert

schrieb am 22.9.2026 16.36 Uhr:
Verdi ist unverschämt!
Die ganze Welt ist in Aufrur, alle müssen mit den hohen Preisen leben und Verdi stellt unverschämt hohe Forderungen! Eine Erhöhung nur für Gewerkschaftsmitglieder ist nicht einmal rechtmäßig!!!
Es reicht jetzt! Mein Streickverständnis ist aufgebraucht! Es muss ein Ende haben, das Unbeteiligte (die Fahrgäste) darunter leiden müssen! Verhandelt wird am runden Tisch und dann muss man aufeinander zugehen. Was Verdi macht ist Erpressung. Das gehört verboten!
Auch Verdi muss Zugeständnisse machen, wirklich verhandeln und Abstand von Erpressung nehmen!

luebeckerin

schrieb am 22.9.2026 17.29 Uhr:
Die Busfahrer streiken nicht gerne, so gestern im Fernsehen, aber wegen der hohen Lebenshaltungskosten müsste es sein.

Ja und die Fahrgäste habe keine Kosten zu stemmen und freuen sich, die Lübecker Taxifahrer zu beglücken, damit Termine wahrgenommen werden können?
Streikrecht ist wichtig, ganz klar. Aber mit der Sonderzahlung für die Gewerkschaftsmitglieder kommt vermutlich nie eine Einigung zustande.

Vorschlag: Jeder Fahrgast bezahlt nen Euro an den Busfahrer, soz. als Trinkgeld und gut ist.

Ich stelle mir mal vor, wie es wäre, wenn die Lebensmittelgeschäfte mal eine Woche zu hätten wegen Streik....... absolut no go. Oder die Krankenhäuser......

Vielleicht sollte ich meinen Urlaub am Streik der Busfahrer ausrichten, dann ginge mir die ganze Geschichte am Alleewertesten vorbei.

michael

schrieb am 22.9.2026 18.35 Uhr:
Verdi sei Dank haben wir seit längerem einen Zweitwagen. Uns ging das Gestreike einfach (...). Bus-Abo gekündigt und gut is. Streikt euch doch (...).
Auf dass der Busfahrschein dann bald 5,20€ pro Fahrt kostet.

J. Gerwien

schrieb am 22.9.2026 20.13 Uhr:
Wir halten mal fest: die Arbeitgeber bessern jedes Mal nach. Ver.di interessiert das nicht die Bohne, Kompromissbereitschaft: NULL.

Die Forderungen der Gewerkschaft bleiben so stehen wie am Anfang. Wie stur kann man sein? Will sich da irgendeiner profilieren und nen Abschluss durchdrücken, der nicht finanzierbar ist und dann kurz- bis mittelfristig in den Betrieben für "Optimierungen" sorgt, so dass im Verwaltungs- und Betriebsbereich Personal eingespart werden muss, um die 'gierigen' Fahrer zu bezahlen?

Irgendwer bei ver.di muss doch auch kapieren, dass die Betriebe, mit denen jetzt verhandelt wird, das Geld nicht selbst drucken können - und die zugehörigen Kommunen auch nicht.
Zu hohe Kosten heißt: fürs gleiche Geld müssen im Zweifel ein paar Busse weniger fahren. Und was machen dann die Busfahrer, die sich nun einmal einen tollen Abschluss erstreiten? Da sind dann komischerweise auch auf einmal ein paar mit den wegfallenden Fahrten über.

Für mich ist dieser Profilierungswahn von ver.di ein guter Kandidat für ein Eigentor.

Justin_Time

schrieb am 22.9.2026 20.16 Uhr:
Unterm Strich bedeutet das:
Das System "Öffentlichen Personennahverkehr" hat versagt.
Es kollabiert, es funktioniert nicht. Nicht so! Normalerweise alles mal einstampfen und die Idee mit einem öffentlichen Personennahverkehr neu beginnen. Das sich das mit der Verkehrswende erledigt hat, ist klar. Bei Bus & Bahn ist kein Verlass und man muss selber sehen, wie man von A nach B kommt.
SO jedenfalls nicht!

falscher Hase

schrieb am 22.9.2026 20.33 Uhr:
Same procedure al last year, same procedure as every year.
Endlich können es die Verdi Funktionäre und die Busfahrer es ihrer (...) Kundschaft mal wieder so richtig zeigen. Darauf freuen die sich schon das ganze Jahr.
Im übrigen hat just heute Verdi in Hamburg den nahezu gleichen (!) Erhöhungen für rund 90.000 Beschäftigte im Einzel- und Versandhandel in Hamburg zugestimmt (3% Rückwirkend zum 1.8.26, + 2% ab Mai 27, 25 Monate Laufzeit), welches die Arbeitgeberverbände hier den Busfahrern bereits angeboten haben. Aber es macht einfach zu viel Spaß, die Kundschaft so richtig maximal im Regen stehen zu lassen.

Lothar F.

schrieb am 22.9.2026 20.37 Uhr:
Wieso sollen die Lebenshaltungskosten nur für die Gewerkschaftsmitglieder so hoch sein? Für Rentner nicht? Na dann bitte die Renten auch um 6,5 % erhöhen. Und eine einmalige Sonderzahlng von 650,--€. Solidarität für das Volk! Und Verdi hat den Dukatenesel besorgt!

Hans

schrieb am 22.9.2026 21.36 Uhr:
Die Forderung nach einer jährlichen Sonderzahlung nur für ver.di‑Mitglieder von 650 Euro stellt auch eine Gefahr für den Betriebsfrieden dar und ist eine Unverschämtheit. Das ist nichts anderes, als eine verkappte Finanzierung der Gewerkschaft durch den Arbeitgeber.

Ich hoffe, die Arbeitgeber bleiben standhaft.

Leider sind die Gewerkschaften Teil des Problems in unserem krisengeschüttelten Land.

Fiete Senfgeber

schrieb am 22.9.2026 21.50 Uhr:
Die Sonderzahlung nur für Ver.di-Mitglieder grenzt an Erpressung und hat mit dem eigenen Slogan: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit nichts zu tun! Sie zeugt vielmehr von der eigenen Geldgeilheit, diskriminiert und ist moralisch fragwürdig. 6,5 Prozent für 24 Monate könnte man allerdings unterstützen. Leidtragende der Streiks und Kostensteigerungen sind wieder die Kunden und ein attraktiver ÖPNV.

Hardy

schrieb am 22.9.2026 22.01 Uhr:
Warum Sonderlocken für Gewerkschaftsmitglieder? Gleichheitsgrundsatz!? Sind Gerwerkschaftsmitglieder gleicher?

SO schaffen sich Gewerkschaften ab!

Bernd Schumacher

schrieb am 22.9.2026 23.52 Uhr:
In dieser wirtschaftlichen angespannten Situation zu streiken, finde ich absolut unpassend.
Auch der Stadtverkehr hat mit erhöhten Kraftstoffpreisen und Betriebskosten in diesen Zeiten zu kämpfen und jeder sollte froh sein, dass es läuft.
Abgesehen davon werden die Mitarbeiter nicht schlecht bezahlt.
Es ist doch eine Spirale ohne Ende, höhere Lohnkosten = steigende Fahrpreise und eventueller Verlust von Kunden die sich wieder umorientieren zu anderen Fortbewegungsmitteln.
Wenn die ersten autonomen 🚍 Busse durch Lübeck irgendwann fahren, wird das Geschrei goß sein.

Alex

schrieb am 23.9.2026 6.24 Uhr:
Was Verdi hier macht ist Erpressung. Und das jedes Jahr wieder. Utopische Forderungen stellen und jegliche Angebote ablehnen. In der jetzigen Zeit eine jährliche Lohnerhöhung von über 6% zu fordern ist einfach weit weg jeder Vernunft und eine Frechheit.

Am Ende zahlen wir es alle und jede will noch mehr Lohn und dadurch steigen die Preise noch weiter usf.
Und dann schreien alle nach der Politik, die bitte die selbst geschaffene Krise wieder abwendet..

deshalb Auto

schrieb am 23.9.2026 7.24 Uhr:
"Fahren aber nicht kassieren" Warum wird nicht wie in Japan gestreikt? Japanische Busfahrer haben gestreikt, in dem sie fuhren aber kein Fahrgeld kassierten... So trifft es nur das Unternehmen, aber nicht die Fahrgäste selbst. Ja gut, Kunden mit Abo etc. haben leider Pech, wäre aber besser als kompletter Bus-Ausfall für alle.

Kai

schrieb am 23.9.2026 7.36 Uhr:
Völlig berechtigte Forderung. Warum sollen Gewerkschaften für Leute mitkämpfen, die selber nicht Mitglieder werden wollen? Die können doch gerne für sich selber sorgen.

Normal

schrieb am 23.9.2026 8.15 Uhr:
Sonderkonditionen für Gewerkschaftsmitglieder mögen erstmal ungewohnt wirken, sind aber legitim und auch legal.
Die Mitglieder der Gewerkschaft in den Betrieben zahlen ihren Monatlichen Beitrag, viele engagieren sich darüber hinaus auch noch gewerkschaftlich.
Gleichzeitig gibt es immer mehr Menschen die sagen 30-40€ im Monat an Gewerkschaftsbeitrag kann ich einsparen, die Gehaltserhöhung kommt eh für alle.
Die Gewerkschaft muss da handeln, in diesem Fall mit Sonderklauseln zu Sonderzahlungen.
Btw. Tarifverträge gelten, sofern sie nicht für allgemeinverbindlich erklärt sind nur für die Mitglieder einer Gewerkschaft im Betrieb, dass auch die Nichtmitglieder Tariflohn bekommen und oft andere Leistungen liegt daran das die AG den Betriebsfrieden wahren und Gewerkschaften schwächen wollen.

Und an alle die sich sehr laut über die hohen Kosten im ÖPNV beklagen. Für die vom Streik am meisten betroffenen sind die Einzelfahrpreise egal da sie Monatskarten haben. Wer von 5,20€ im Monat fantasiert hat eh meist ein Auto. Für die Mit DE Ticket sind es Kosten von ca. 3€ am Tag für Mobilität. Kurze Frage an die Autofahrer*innen hier, wie viel Kostet euch Benzin am Tag + Versicherung.

Alles wird teurer aber Schuld haben nicht die Gewerkschaften. Schuld hat ein System, dass Reichtum belohnt und Kapital IMMER von unten nach oben umverteilt. Ein System in dem ein Vorstand eines krieselnden Aktienunternehmens immer noch Millionenboni bekommt und unten tausende Mitarbeiter entlässt. Ein System in dem niedrige Lohngruppen wegrationalisiert werden, oder noch um 20% Nachtzuschlag betrogen, indem Überstunden nicht bezahlt und Pausen durchgearbeitet werden während ein CEO eine Firma an die Wand fährt und mit einer guten Abfindung ausgesorgt hat.

Organisiert euch, geht in Gewerkschaften, das Leben kann für uns alle bezahlbar, würdevoll und fair sein. Wir müssen nur endlich aufhören und untereinander wegen Radwegen oder Straßen, Autos oder Bahn, Bürgergeld oder Niedriglohn aufzureiben, sondern endlich uns solidarisieren und für einen gerechten Sozialstaat und gegen Umverteilung nach Oben kämpfen.

Apropos Bundesweite Demo zur Rettung des Sozialstaates am 26.9. u.a. in Kiel Hamburg Rostock. Wir sind mehr und haben es uns hart Verdient, dass unsere Arbeit und Leistung anerkannt wird.

Dirk Schulz

schrieb am 23.9.2026 8.36 Uhr:
Als Arbeitgeber ist der Staat nicht besser als die private Wirtschaft, im Gegenteil, es wird erwartet, dass die Mitarbeiter brav abnicken und man wird der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung im Nahverkehr nie gerecht... Wenn die Arbeitnehmer nicht eintreten für elementare Rechte, dann würden viele nicht organsierte Arbeitnehmer a) nix mitkriegen, was ihnen zusteht und b) nicht den Mut haben, für eigene Rechte einzutreten.. die ganzen Nörgler glauben wohl, ihnen würde immer geholfen werden und alles fliegt freiwillig zu...

Rainer

schrieb am 23.9.2026 9.02 Uhr:
Warum fahren die nicht LKW? Fahrer werden dringend gesucht und man verdient einfach mehr!

Justin_Time

schrieb am 23.9.2026 9.36 Uhr:
Guck mal: Berufskraftfahrzeuge müssen auf die Straßen. Im Depot erwirtschaften sie kein Geld. Die Leute mit Abo werden es sich in Zukunft überlegen, ob sie dieses dumme Spiel mitspielen wollen.

Wäre ich Firmenchef würde ich mir überlegen, ob ich weiterhin organische Fahrer einsetze oder in Richtung automische Busse wechseln sollte.

Die Erfahrung zeigt: Gibt man denen den kleinen Finger, wollen sie gleich den ganzen Arm. Sonderzulage für Mitglieder ist schon das erste Anzeichen.

Dann setzt man eben auf Autonomie sobald möglich und verzichtet auf Personal, wenn das so nicht läuft, muss es eben anders laufen. Die Gewerkschaft hat nur ihr eigenes Interesse und (...) um die Fahrgäste. Das haben oft genug bewiesen. Und am Ende sorgt die Gewerkschaft dafür, dass es bald gar keine organischen Fahrer mehr gibt, dann sitzen sie auf der Straße - schönen Dank Gewerkschaft für diesen Bärendienst!

Lübecker

schrieb am 23.9.2026 10.05 Uhr:
Ein sehr gutes und realistisches Angebot von der Arbeitgeberseite. Die Inflation wird mit dem Angebot richtigerweise ausgeglichen.
Die Forderung der Gewerkschaft hingegen ist völlig überzogen. Ich frage mich tatsächlich, inwieweit sich die Tätigkeit der Busfahrer, im Vergleich zur letzten Tarifrunde, verändert hat, dass sich 6,5% mehr Gehalt rechtfertigen. Ich denke gar nicht. Die Busse fahren nach wie vor von A nach B, unterbrochen von einigen Haltestellen.
Eine jährliche Sonderzahlung von 650€ für Ver.di-Mitglieder? Ich frage mich, was es für eine Leistung ist Ver.di-Mitglied zu sein, um so eine Sonderzahlung zu rechtfertigen?
Ich kann nur hoffen, dass die Arbeitgebervertretung standhaft bleibt.

Dante

schrieb am 23.9.2026 10.36 Uhr:
Absolut crazy wie alle gegen die Arbeiter gehen in den Kommentare. Vielleicht solltet ihr auch mal streiken, weil im Vergleich zu damals sollte UNSER Mindestlohn generell gehoben werden. Statt zu heulen, dass jeder mit den teuren Preisen klar kommen muss, macht doch mal was, damit niemand mehr damit klar kommen muss, sondern einfach normal leben kann. Klar ist es kacke, dass man jetzt anderweitig zur Arbeit muss oder Urlaub nehmen muss, aber es ist noch beschissener zu arbeiten und sich am Ende nichts leisten zu können ohne aktiv jeden Cent umzudrehen. Das ist kein Leben. Traurig was aus Deutschland geworden ist. Damals ist man für bessere Arbeitsverhältnisse gerne auf die Straße gegangen und jetzt weinen alle, weil sie zu blöd sind selbst zu streiken.

Rainer

schrieb am 23.9.2026 10.45 Uhr:
Was für ein freches Angebot der Arbeitgeber. Die Zurückbehaltung der Arbeitskraft der Verdi Mitglieder ist nachvollziehbar. In HL kann man super mit dem Fahrrad überall hinkommen und braucht auch kein Auto oder auch Bus, ansonsten bleibt ja noch die Bahn. Euch noch einen schönen (...) Tag

Lukas

schrieb am 23.9.2026 10.56 Uhr:
@Justin_Time:

In Unternehmen mit Betriebsrat die auch tariflich Organisiert sind, gibt es zumindest Mitsprache bei diesen Transformationsprozessen.

Ich vermute aufgrund dessen wie sie sich geben, dass dort wo Sie arbeiten beides nicht existert. Daher ist ihr Job akuter bedroht als der der Busfahrenden. Für die wird es übergangsfristen, Transfergesellschaften, Umschulungen und Frührenten geben wenns soweit ist. Was wird es für Sie geben? oder halten sie sich und ihren job für so unersetzlich?

Reinhard Kuptz

schrieb am 23.9.2026 12.31 Uhr:
Arme Busbetriebe : neben horrenden diesel-preisen noch horrende verdi-forderungen obendrauf. Verdi könnte doch auch noch z.B. Bonuszahlungen für hervorragende verdi-Funktionäre fordern.
Tolle Tarifrunde.
hlreiner@gmx.de

isGodlike

schrieb am 23.9.2026 12.57 Uhr:
Selig ist, wer nicht auf die Stadtwerke angewiesen ist und ein eigenes Auto hat (mal abgesehen von den Spritpreisen).

Ich wünsche mir nichts mehr, als dass die Busse bald alle autonom fahren. Die KI macht da ja bekanntlich sehr gute Fortschritte!

Dann können die ach so armen Busfahrer sich eine neue Tätitigkeit zum Enervieren ihrer Mitmenschen suchen =)

Troll Hunter

schrieb am 23.9.2026 13.41 Uhr:
@ Neidgesellschaft

In der 1. Jahreshälfte 2026 stiegen die effektiven Tariflöhne in Deutschland nach Auswertung des WSI-Tarifarchivs und der Gewerkschaften um durchschnittlich 3,1 Prozent

Die Renten stiegen sogar um 4,24 Prozent.
Und die Arbeitgeber kommen mit schlaffen 2,8 Prozent um die Ecke und ab Juli 2027 um 2,2 Prozent . Bei so einem Angebot würde ich als Verdi Mitglied auch streiken. Die Nichtmitglieder dort dürfen übrigens nicht streiken. Empfehlung: Sollte es tatsächlich zum Streik kommen, wartet bis ein Bus der von einem Nichtmitglied bei Verdi gefahren wird, vorbeikommt. Sollte tatsächlich kein Bus kommen, könnt ihr davon ausgehen, dass alle Busfahrer organisiert sind.

Frei

schrieb am 23.9.2026 13.51 Uhr:
Warum streiken ?
Ladet alle Fahrgäste fünf Tage lang Gratis ein Bus zufahren !
( wird doch noch Bürger geben ohne D-Ticket und Abo) ist doch noch Urlaubszeit..die Touristen freuen sich ! Ich auch, dann lasse ich gerne das Auto stehen und fahre gerne mal wieder in die leere Innenstadt und muss mich nicht über die Verkehrsführungen ärgern !
MEGA

Luebeckerin

schrieb am 23.9.2026 14.10 Uhr:
Warum fährt eigentlich die LVG?
Erstaunlich........

Jan H

schrieb am 23.9.2026 23.32 Uhr:
@Luebeckerin

Die LVG fährt weil diese ein anderen Tarifvertrag haben
wieso das so ist kein Schimmer
lg Jan H

Cs

schrieb am 25.9.2026 12.43 Uhr:
@Heidrun Dubbert und alle die meckern
Ich arbeite nicht bei den Stadtwerken, finde die Forderung aber völlig in Ordnung.
Unterm Strich bleiben 0,7 Prozent ReallohnGewinn......das ist ihnen zu viel?????
Das ist eher zu wenig
Glauben sie die Chefs und die Führungsetagen würden sich damit zufrieden geben?
Wohl kaum.
Die Aussage, das nur Gewerkschaftsmitglieder diese Lohnerhöhung erhalten ist einfach nur falsch.
Erstritten wird sie von den Gewerkschaftsmitglieder, profitieren werden alle.
Bitte nicht mit gefährlichem Halbwissen glänzen.
Wenn am runden Tisch keine Einigung möglich ist, geht's halt nur mit Streik.
Natürlich trifft es unbeteiligte Personen und natürlich ist das nicht toll.
Das muss aber so sein, ansonsten würde so ein Streik verpuffen.
Also mal Gemeinschaftssinn gezeigt
c.stollberg264@gmail.com