Lübecks Bröselbrücke muss noch mindestens zwei Jahre halten
Lübeck - St. Gertrud: Die marode Sandbergbrücke wird frühestens ab 2029 neu gebaut, teilt die Verwaltung mit. Sie hat die schlechteste Zustandsnote: 3,5. Seit zwei Jahren schützt ein Gerüst die Verkehrsteilnehmer vor herunterfallenden Betonteilen. Vor einem Jahr teilte die Stadt mit, dass bei weiteren Schäden eine umgehende Sperrung folgt.
Die Sandbergbrücke in Lübeck muss noch mindestens zwei Jahre durchhalten. Mit einer Zustandsnote gemäß DIN 1076 von derzeit 3,5 liegt ein ungenügender Bauwerkszustand vor. Eine umgehende Instandsetzung oder ein kurzfristiger Ersatzneubau sind laut den Vorschriften zu planen.
Anfang des Jahres 2023 legte die Verwaltung eine Planung vor, die Brücke durch eine Kreuzung zu ersetzen. Das wäre nach den Verkehrsberechnungen für den Verkehr ausreichend. Der Bauausschuss entschied sich gegen eine Kreuzung. Es müsse weiterhin eine Unterführung mit einem Fahrstreifen pro Richtung geben. Außerdem müsse der Zwei-Richtungsradweg in der Travemünder Allee bis hinter den Sandberg verlängert werden.
Im Jahr 2026 wurde mit der Planung für einen Ersatzneubau begonnen. Die Verwaltung wird im vierten Quartal 2026 eine überarbeitete Vorlage zur Projektfreigabe in die politischen Gremien einbringen. "Sollte der politische Beschluss aus dem Jahr 2023 weiterhin Bestand haben, werden wesentlich höhere Haushaltsmittel angemeldet werden müssen", so die Verwaltung.
Für den Ersatzneubau der Sandbergbrücke sind im Entwurf für das Jahr 2027 Planungskosten in Höhe von 350.000 Euro und für 2028 von 300.000 Euro veranschlagt.
Im Jahr 2027 werden die Mittel für die Planung eingesetzt. Dazu zählen die Vorplanung des Ersatzbauwerkes, Bestandsaufnahmen mit Materialprüfung, Baugrunduntersuchungen, Verkehrsplanung und Straßenplanung für ein Umleitungskonzept, Schadstoffuntersuchungen, die Vorbereitung der Objekt- und Tragwerksplanung sowie die Umsetzung der Vorgaben aus der Projektfreigabe.
Im Jahr 2028 werden die Mittel ebenfalls für die Planung eingesetzt. Geplant sind Objekt- und Tragwerksplanung, Straßenplanung, ein landschaftspflegerischer Begleitplan und erste Vorabmaßnahmen. Dazu gehören Leitungserkundung, Verkehrssicherung und Umbau der Straßeneinrichtungen für die bauzeitliche Verkehrslenkung sowie das Umsetzen von Genehmigungsauflagen, etwa Ersatzpflanzungen.
Ab dem Jahr 2029 werden Baumaßnahmen begonnen und durchgeführt. Bei einer Kreuzung wird mit Kosten von 6,7 Millionen Euro gerechnet.
Anfang des Jahres 2023 legte die Verwaltung eine Planung vor, die Brücke durch eine Kreuzung zu ersetzen. Das wäre nach den Verkehrsberechnungen für den Verkehr ausreichend. Der Bauausschuss entschied sich gegen eine Kreuzung. Es müsse weiterhin eine Unterführung mit einem Fahrstreifen pro Richtung geben. Außerdem müsse der Zwei-Richtungsradweg in der Travemünder Allee bis hinter den Sandberg verlängert werden.
Im Jahr 2026 wurde mit der Planung für einen Ersatzneubau begonnen. Die Verwaltung wird im vierten Quartal 2026 eine überarbeitete Vorlage zur Projektfreigabe in die politischen Gremien einbringen. "Sollte der politische Beschluss aus dem Jahr 2023 weiterhin Bestand haben, werden wesentlich höhere Haushaltsmittel angemeldet werden müssen", so die Verwaltung.
Für den Ersatzneubau der Sandbergbrücke sind im Entwurf für das Jahr 2027 Planungskosten in Höhe von 350.000 Euro und für 2028 von 300.000 Euro veranschlagt.
Im Jahr 2027 werden die Mittel für die Planung eingesetzt. Dazu zählen die Vorplanung des Ersatzbauwerkes, Bestandsaufnahmen mit Materialprüfung, Baugrunduntersuchungen, Verkehrsplanung und Straßenplanung für ein Umleitungskonzept, Schadstoffuntersuchungen, die Vorbereitung der Objekt- und Tragwerksplanung sowie die Umsetzung der Vorgaben aus der Projektfreigabe.
Im Jahr 2028 werden die Mittel ebenfalls für die Planung eingesetzt. Geplant sind Objekt- und Tragwerksplanung, Straßenplanung, ein landschaftspflegerischer Begleitplan und erste Vorabmaßnahmen. Dazu gehören Leitungserkundung, Verkehrssicherung und Umbau der Straßeneinrichtungen für die bauzeitliche Verkehrslenkung sowie das Umsetzen von Genehmigungsauflagen, etwa Ersatzpflanzungen.
Ab dem Jahr 2029 werden Baumaßnahmen begonnen und durchgeführt. Bei einer Kreuzung wird mit Kosten von 6,7 Millionen Euro gerechnet.
Kommentare zu diesem Text (12):
Bewunderer
schrieb am 22.9.2026 18.31 Uhr:
Schon 2029 soll die Bücke neu gebaut werden. Das geht ja echt superschnell, hoffentlich bricht das gnaze Bauwerk bis dahin nicht gänzlich zusammen und reißt Unschuldige mit sich. Die Kosten werden um ein Vielfaches teurer ud die Bauzeit verlängert sich ebenfalls nicht vorhersehbar lange, so sind wir es hier in HL gewohnt, warum sollte sich daran etwas ändern, ob nur eine Brücke mehr oder weniger gesperrt wird kommt schon gar nicht mehr drauf an, man kann in HL kaum noch von A nach B fahren, ohne kilometerlange Umwege in Kauf zu nehmen, alles von der Stadt so gewollt.
Balduin
schrieb am 22.9.2026 18.32 Uhr:
Gebt den Chinesen die Hälfte von der Knete. Und die neue Brücke mit Unterführung ist in einem halben Jahr fertig. Und nicht erst geschätzt nach 10 Jahren und 20 Millionen Euro
Boyd lice
schrieb am 22.9.2026 19.31 Uhr:
Planen, planen, planen. Den Plan noch mal überplanen und dann ne Plane planen.
Wenn man damals beim Dom oder der Marienkirche so lange geplant hätte, stünden die Kirchen heute noch nicht.
Georgos Katzematzakis
schrieb am 22.9.2026 19.53 Uhr:
Zum Glück muß ich über keine (!) Brücke mehr in HL, die entweder Jahre schon gesperrrt , marode oder nicht mehr befahrbar ist.
Da ich etwas außerhalb wohne und arbeite , im supermodernen Citty Park esse, einkaufe , Kaffee trinke und mich vergnüge, ist es mir Wurst, da ich diese Brücken entspannt auf der BAB umfahre.
Macht Lübeck doch zur Museumsstadt - Mauer drumherum, Eintritt zahlen für die Barbiere , Wettbüros , Handyläden ,Spielhallen und Plastikbänke, grauen Betonblöcke und natürlich die tollen Aufkleber "UNESCO WELTKULTURERBE"
Die Besucher kommen unter Garantie "einmal" (und nie wieder!)
Josch
schrieb am 22.9.2026 22.17 Uhr:
Der Bauausschuß hat eine Kreuzung abgelegt. Warum? Den Bauausschuß muß abgelöst und gegen fähige Mitglieder ersetzen werden.
Moppedfahrer
schrieb am 23.9.2026 4.04 Uhr:
@Balduin
Ihre chinesische Brücke hält dann aber auch keine 2 Jahre. Es ist ja nun lange bekannt, dass diese billigen,schnellen Bauten nur dahingepfuscht werden um einen schnellen Erfolg sichtbar zu machen. Am Material und an der Qualität wird extrem gespart.
Manfred Vandersee
schrieb am 23.9.2026 8.39 Uhr:
Lübecks Immobilitätspolitik:
Wichtige Infrastrukturprojekte, wie die Sanierung der Sandbergbrücke, werden nach hinten verschoben.
Protz und Prunk, beispielsweise der Umbau der Beckergrube wird mit Geld zugeschüttet.
Dirk Schulz
schrieb am 23.9.2026 8.41 Uhr:
Es ist peinlich, wie lange man hier braucht, eine benötigte Reparatur durchzuziehen... man verwaltet den Haushalt und wartet, bis sich ein Topf auftut zur Finanzierung, damit man nicht den eigenen Geldbeutel belastet...Politik nach Gutsherrenart anstatt nach Priorität...
Und natürlich geht es hier auch darum, das wirklich geplante Projekt (Wegfall der Brücke) nochmal schön zu rechnen und weitere Abnicker dafür zu finden um dieses durchziehen zu können... die Stadtplanung und Bauverwaltung sorgt dafür, dass Transparenz und Kontrolle auch bei diesem Projekt nicht gegeben ist...
Alex
schrieb am 23.9.2026 12.44 Uhr:
Wer das Vertrauen der Bürger verspielt, spielt den Populisten in die Karten!
Wenn sich hier nicht grundlegend etwas ändert, wird auch hier das politische Klima nach rechts außen kippen.
Hinterher ist das Geschrei groß, jetzt könnte man noch etwas ändern. Zum Beispiel mit Politik für die Menschen.
Konkrete Beispiele:
Sonderausschuss Brücken mit Priorität!
Belebung der Innenstadt voranbringen, dazu gehört ein günstiger ÖPNV und, wenn wundert es, eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur.
Vorschlag: Am Wochenende kostenloses Parken und kostenlose Buslinien in die Innenstadt anbieten.
Das entlastet dann auch das Ordnungsamt beim Knöllchen verteilen.
Parken in Lübeck ist emotional aufgeladen, Parkraum schaffen, statt Verbote erlassen.
Einnahmen durch Strafzettel und Abschleppen bei der Travemünder Woche generieren, das wird von allen Travemündern genau so unterstützt.
Keine neuen Parkhäuser planen oder bauen, die sind niemals rentabel, werden nicht angenommen und verursachen hohe Wartungskosten.
Prestigeobjekte in der Priorität nach hinten anstellen.
Zum Glück ist die Beckergrube bald (?!?) fertig! Das Sterben der Geschäfte war mehrfach vorausgesagt, die Verantwortlichen in der Stadtspitze haben abgewiegelt. Das Resultat, Leerstand, ist jetzt zu sehen.
Großbaustelle Randschnellweg war und ist überflüssig. Ein Prestigeprojekt, was 90% der Lübecker Bewohner NICHT zu Gute kommt. Fördergelder hin oder her, bei defekten Brücken, Baustellen und Umeltingen ohne Ende - und damit höherem Verkehrsaufkommen auf Ausweichstrecken ist das nicht vermittelbar.
Nächste geplante Großbaustelle Mühlentor Platz: Einen leistungsfähigen Kreisel für viel Geld in eine weniger leistungsfähige und nachweislich unsichere Lösung zu ersetzen ist, ja, hmm, unüberlegt?
Eine bauliche Änderung zum Schutz von Fußgängern und Fahrradfahrern wie am Berliner Platz wäre eine gute und vergleichsweise kostengünstige Lösung.
Also mal bitte allesamt die Augen auf machen, in einer Demokratie dürfen nicht nur einzelne, gebildete, privilegierte Menschen wählen, sondern auch die, die sich von der aktuellen Politik furchtbar auf den Schlips getreten fühlen.
Wenn Populisten dies dazu nutzen um eine Rekord Wahlbeteiligung zu erreichen, sieht es für die aktuelle Parteienlandschaft, nicht nur in Lübeck, sehr düster aus.
Stoffel
schrieb am 23.9.2026 14.51 Uhr:
Es ist ja immer interessant, die Kommentare der vielen selbst ernannten Experten hier zu lesen. Nur weil es sich anfühlt, als ob etwas unglaublich lange dauert, muss es nicht so sein. Wer sich ein wenig informiert, wie lange ein Brückenersatz dauert, wird merken, dass das ganz normal ist. Und Brückenbauexperten sitzen auch nicht irgendwo rum und warten, dass sie aus Lübeck einen Auftrag bekommen. Aber hier scheint es ja einige zu geben? Dann bewerbt euch und macht es schneller, billiger und besser. Hört sich so an, als sei das ganz einfach.
Google schreibt dazu:
"Für einen innerstädtischen Brückenersatzbau einer vierspurigen Straße müssen Sie mit einer reinen Bauzeit von 3 bis 5 Jahren rechnen. Bezieht man die gesamte Planungs-, Genehmigungs- und Ausschreibungsphase mit ein, vergehen von den ersten Entwürfen bis zur Verkehrsfreigabe meist 5 bis 8 Jahre. Die genaue Dauer hängt massiv von den Rahmenbedingungen ab."
Rudolph
schrieb am 23.9.2026 16.17 Uhr:
Warum wurde so lange mit der Sanierung der Lübecker Brücken gewartet?
Es gab Zeiten da waren die Mittel für solche Vorhaben vorhanden.
Es gibt so viel pfiffige Ingenieure in unserer Republik die bestimmt in der Lage sind
die Brücken mit ihrer Planung zeitnah und kostengünstig zu ertüchtigen, um diesen Bauwerken noch bis zum Neubau ihre Funktion einige Jahre zu ermöglichen.
Kreative Lösungen sind gefragt.
Oliver
schrieb am 24.9.2026 12.32 Uhr:
Unterführung dichtmachen, beidseitig Gerüst und Pfeiler einsetzen, damit die Stabilität für den oben geführten Verkehr gegeben ist und fertig.
Die Expressspuren da nach Travemünde braucht kein Mensch mehr, soll man doch rechts vorbeifahren, kein Umweg, nur eine Ampel mehr. Kosten wären dann minimal.
Bei Gelegenheit dann einfach die Straße unten zuschütten, zubetonieren und gut, fertig ist die Kreuzung.