VfB: UKL darf wieder auf die Pappelkurve

Lübeck - St. Lorenz Nord: Die Pappelkurve wird zum Heimspiel gegen den SV Todesfelde am 25. September wiedereröffnet. Das teilte am Dienstag der VfB Lübeck mit. Das UKL habe sein eigenes Fehlverhalten anerkannt und Konsequenzen gezogen.

Wir veröffentlichen die Mitteilung des VfB Lübeck im Wortlaut:

(")Dieser Schritt ist das Ergebnis eines intensiven und professionell begleiteten Prozesses. Nach Abstimmung mit den zuständigen Behörden und Sicherheitspartnern haben die verantwortlichen Gremien des VfB gemeinsam einen Lösungsweg für die aktuelle Situation festgelegt.

Das UKL erhält die Möglichkeit, in die Pappelkurve zurückzukehren. Voraussetzung hierfür war auch die Aufarbeitung der gewalttätigen Vorfälle vom 13. März. Das UKL hat dabei eigenes Fehlverhalten anerkannt und Konsequenzen gezogen. Personen aus dem eigenen Umfeld, die für die Vorfälle verantwortlich waren, werden von einer Rückkehr in die Pappelkurve ausgeschlossen.

Gleichzeitig ist die nun gefundene Lösung nicht als dauerhafte Ausgrenzung der Halunken zu verstehen. Sie verbleiben zunächst in Block B. Wenn auch dort eine tragfähige interne Aufarbeitung erfolgt und die Voraussetzungen für ein friedliches und respektvolles Miteinander geschaffen werden, besteht die Perspektive auf eine spätere Rückkehr in die Pappelkurve.

Für uns ist entscheidend: Diese Lösung ist weder ein Erfolg noch eine Niederlage einer einzelnen Fangruppe. Sie ist ein gemeinsam getragener Kompromiss der Gremien des VfB mit dem Ziel, wieder eine langfristige Perspektive für eine gemeinsame Pappelkurve zu schaffen.

Gewalt, Extremismus und Einschüchterung haben beim VfB keinen Platz – unabhängig davon, von wem sie ausgehen. Mit einem neuen Fankodex und einer angepassten Stadionordnung werden wir hierfür zeitnah klare und für alle gleichermaßen geltende Regeln schaffen.

Unser Ziel bleibt eine lebendige Pappelkurve, die unsere Mannschaft leidenschaftlich unterstützt und in der die Werte des VfB von allen respektiert werden.(")
Das UKL darf wieder auf die Pappelkurve.
Das UKL darf wieder auf die Pappelkurve.

Text-Nummer: 182115    Autor: VfB/red.    vom 22.9.2026 17.18 Uhr

Kommentare zu diesem Text (4):

falscher Hase

schrieb am 22.9.2026 20.45 Uhr:
Das extrem teure massive Polizeiaufgebot bei jedem VfB Heimspiel muss dringend dem Verein in Rechnung gestellt oder heruntergefahren werden. Es kann nicht sein, das dem SH-Steuerzahler für jedes Heimspiel mehr als 100.000 Euro (und noch deutlich mehr bei den vielen Risikospielen des VfB mit seinen gewaltbereiten 'Fans') in Rechnung gestellt werden.

Alex

schrieb am 23.9.2026 7.35 Uhr:
Die massiven Kosten durch Polizeieinsätze sind leider ein generelles Problem im Fußball. Im ganzen Land gibt es mindestens wöchentlich große Einsätze bei allen Spielen von der 1. Bundesliga bis in die Regionalligen. Und alles zählen wir als Steuerzahler, während Vereine und Verantwortliche sich eine goldene Nase verdienen.
Da muss unbedingt etwas passieren und die Vereine an den Kosten beteiligt werden!

Claus Utis

schrieb am 23.9.2026 9.00 Uhr:
Wie die Vereine in der Regionalliga sich regelmäßig eine goldene Nase verdienen, sieht man sehr schön am VfB: 2x in der Insolvenz, 1x knapp daran vorbei. Die Stammtischparolen zu Beteiligung an Polizeikosen, die weder der Verein, noch der Verband auch nur im geringsten beeinflussen können, sind immer wieder beschämend.

Die Polizei muss die öffentliche Sicherheit auf Zu- und Abwegen sicherstellen. Die Vereine die Sicherheit auf dem Stadiongelände. Das kostet natürlich.

Harry

schrieb am 23.9.2026 12.11 Uhr:
Null Aufarbeitung von Seiten des VFB das haben die sich schön einfach gehalten =) und nun haben gewaltbereite wieder einmal ihr willen bekommen. Ich frage für einen Freund: Wer Kontrolliert den Einlass in der Pappelkurve zukünftig und kann Garantieren das genau diese Leute ausgeschlossen sind ? Mittarbeiter des VFB oder das UKL selber? Das würde ja heißen das Namen bekannt sind. Ich hoffe das die bei der Polizei auch auf den Tisch gelandet sind.

Sehr fragwürdig alles und nichts anderes wie Augenwischerei.