Für drei Millionen Euro: Lübecker Politik bringt Theater-Sanierung auf den Weg

Lübeck: Das Theater Lübeck muss dringend saniert werden – und die Kommunalpolitik zeigt einer Mitteilung der SPD zufolge seltene Einigkeit. Um den Spielbetrieb dauerhaft zu sichern, fordert ein fraktionsübergreifendes Bündnis von der SPD bis zur CDU nun drei Millionen Euro im Haushalt 2027 für die Vorplanung. Dieser Schritt ist die zwingende Voraussetzung, um für das 217-Millionen-Euro-Projekt dringend benötigte Fördergelder von Land und Bund einzuwerben.

Wir veröffentlichen die Mitteilung der SPD im Wortlaut:

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Lübeck erhält sein Theater – und die Politik zieht dabei an einem Strang. Die SPD-Bürgerschaftsfraktion bringt im Rahmen der Haushaltsberatungen 2027 einen Antrag ein, mit dem die Vorplanung für die Sanierung des Theatergebäudes auf den Weg gebracht werden soll. Dafür sollen im Haushalt 2027 im Fachbereich 5 Mittel in Höhe von 3 Millionen Euro bereitgestellt werden. Bemerkenswert ist die Breite der Unterstützung: CDU, GRÜNE, LINKE und GAL sowie Freie Wähler tragen den Antrag gemeinsam mit der SPD mit.

Grundlage sind die Ergebnisse des Workshops "Sanierung des Theaters Lübeck" im Juni sowie die anschließenden Beratungen der Task Force Theater. Einigkeit besteht darüber, dass die Sanierung unausweichlich ist, um den Spielbetrieb dauerhaft zu sichern. Bei geschätzten Gesamtkosten von rund 217 Millionen Euro kann die Hansestadt Lübeck das Vorhaben nicht allein stemmen. Deshalb sollen gezielt Fördermittel von Land und Bund sowie Spenden eingeworben werden – Voraussetzung dafür ist der Abschluss der Vorplanung. Laut Gebäudemanagement der Hansestadt Lübeck (GMHL) sind dafür insgesamt 9 Millionen Euro an Planungskosten nötig, verteilt auf eine rund dreijährige Planungsphase.

Parallel dazu soll die Fördermittelstrategie geschärft werden: Bereiche wie Energie und energetische Sanierung, Barrierefreiheit und Inklusion, Digitalisierung, Zukunftstechnologien sowie nachhaltige Interimslösungen sollen zu konkreten, förderfähigen Maßnahmenpaketen gebündelt werden. Begleitend ist eine klare Kommunikationslinie geplant, die die Besonderheiten des Theaters herausstellt und die Bedeutung der Sanierung gegenüber Stadtgesellschaft und Fördermittelgebern verständlich macht.

"Das Theater ist das Herz unseres kulturellen Lebens in Lübeck – ein Ort, an dem Geschichten erzählt, Fragen gestellt und Menschen zusammengebracht werden", sagt Peter Petereit, Fraktionsvorsitzender und kulturpolitischer Sprecher der SPD‑Bürgerschaftsfraktion. "Wenn wir wollen, dass diese Bühne auch kommenden Generationen offensteht, müssen wir jetzt die Weichen stellen. Dass Fraktionen quer durch die Bürgerschaft dieses Anliegen mittragen, zeigt: Beim Theater geht es nicht um Parteipolitik, sondern um die Zukunft unserer Stadt. Zukunft braucht Bühne – und dafür stehen wir gemeinsam ein."
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Soll auch für kommende Generationen als Bühne erhalten bleiben: Für die Sanierung des Theaters Lübeck hat ein breites politisches Bündnis nun die ersten Planungsmittel in Millionenhöhe beantragt. Foto: Archiv
Soll auch für kommende Generationen als Bühne erhalten bleiben: Für die Sanierung des Theaters Lübeck hat ein breites politisches Bündnis nun die ersten Planungsmittel in Millionenhöhe beantragt. Foto: Archiv

Text-Nummer: 182153    Autor: SPD/red.    vom 24.9.2026 11.57 Uhr