Praxisklinik: Sophia Schiebe fordert transparente Begründungen
Lübeck - Travemünde: Die Pläne des Landes zur neuen Krankenhausversorgung sichern zwar die großen Lübecker Klinikstandorte, stellen aber die Praxisklinik Travemünde vor einen drastischen Einschnitt: Dort könnten künftig alle stationären Behandlungen wegfallen. Die Landtagsabgeordnete Sophia Schiebe fordert nun lückenlose Aufklärung und transparente Begründungen vom Gesundheitsministerium, um das Vertrauen der Bürger in Kücknitz und Travemünde nicht zu verspielen.
(„)
Zur Regionalkonferenz zur zukünftigen Krankenhausversorgung in der Versorgungsregion Süd erklärt die Lübecker Landtagsabgeordnete Sophia Schiebe: „Ich möchte mich zunächst beim Gesundheitsministerium für die Regionalkonferenz und die Vorstellung des aktuellen Planungsstandes bedanken. Es ist wichtig, die Menschen in den Regionen frühzeitig darüber zu informieren, wie sich ihre Krankenhausversorgung verändern könnte.
Die Krankenhausreform bringt große Veränderungen mit sich. Dabei ist klar, dass das Land bei der Umsetzung an enge Vorgaben des Bundes gebunden ist.
Die gute Nachricht für Lübeck ist: Unsere Stadt soll auch zukünftig gut mit Krankenhausangeboten versorgt sein. Das UKSH, die Sana Kliniken am Standort Süd und das Rote-Kreuz-Krankenhaus sollen weiterhin wichtige Säulen der medizinischen Versorgung in Lübeck bleiben.
Für die Praxisklinik Travemünde hat das Ministerium allerdings eine mögliche grundlegende Veränderung vorgestellt. Nach dem derzeitigen Stand könnten dort zukünftig keine stationären Behandlungen mehr angeboten werden. Stattdessen könnte beispielsweise ein ambulantes OP‑Zentrum oder ein medizinisches Versorgungszentrum entstehen. Entschieden ist das noch nicht.
Gerade deshalb braucht es jetzt Klarheit über die Punkte, die für viele Menschen in Kücknitz und Travemünde von Bedeutung sind. Dazu gehört eine nachvollziehbare Begründung, warum die stationären Angebote möglicherweise wegfallen sollen und welche konkreten Voraussetzungen die Praxisklinik aus Sicht des Landes nicht erfüllt. Ebenso muss deutlich werden, wie und wo die betroffenen Patientinnen und Patienten zukünftig versorgt werden könnten und welche anderen Möglichkeiten für die Zukunft der Praxisklinik geprüft wurden.
Die Bürgerinnen und Bürger müssen nachvollziehen können, warum solche Veränderungen im Raum stehen. Auch wir als Abgeordnete müssen in der Lage sein, ihnen die Entscheidungen des Landes und die Gründe dafür zu erklären. Gerade in politisch schwierigen Zeiten ist diese Transparenz wichtig für das Vertrauen in unsere Demokratie.
Deshalb werde ich weiter darauf drängen, dass das Land die noch offenen Punkte konkret beantwortet und die Gründe für die Planungen in Travemünde verständlich darlegt.“
(„)