75 Jahre Dräger Inkubator

Lübeck: Der Start ins Leben beginnt für manche Kinder früher als geplant. Weltweit werden nach Schätzung der World Health Organization jährlich knapp 14 Millionen Babys zu früh geboren. Dräger setzt sich dafür ein, diesen kleinsten und verletzlichsten Patientinnen und Patienten bestmögliche Bedingungen für ihre Entwicklung zu schaffen. Mit dem ersten von Dräger entwickelten Inkubator der 1950er Jahre begann eine Erfolgsgeschichte, mit der das Unternehmen die Neonatalversorgung weltweit mitgestaltet hat.

Der Inkubator II-M-100 war ein wichtiger Meilenstein für eine Entwicklung, die half, die Pflege der kleinsten Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verändern. Es folgten weitere Innovationen: 1964 kam der Inkubator 6000 auf den Markt. Zwei Jahre später ersetzte der für das inner- und außerklinische Verlegen von Frühgeborenen entwickelte Transportinkubator 5100 die damals üblichen Wärmekisten. Der Inkubator 7000 von 1974 legte den Fokus auf einen besonders geräuscharmen Betrieb zum Schutz des empfindlichen Gehörs von Frühchen. Während der Inkubator 8000 (1987) mit Höhenverstellbarkeit und einem geschlossenen, sterilen Feuchtesystem die Pflege auf ein neues Level hob. Technische Standards setzte das Unternehmen 2001 mit dem Caleo, der durch Thermoregulation neue Möglichkeiten bot, Temperatur und Feuchtigkeit beim Baby konstant zu halten. Diese Innovation wurde mit dem heutigen Babyleo TN500 weiterentwickelt und mit Möglichkeiten für eine familienzentrierte Versorgung und entwicklungsfördernde Pflege in einem System vereint.

„Seit mehr als 75 Jahren treibt uns eine klare Motivation an: Wir wollen für Frühgeborene die bestmöglichen Voraussetzungen für einen gesunden Start ins Leben schaffen“, sagt Philip Moehring, Leiter Produktmanagement Neonatologie bei Dräger. „Dabei geht es um weit mehr als Wärme und Schutz. Unser Ziel ist es, Pflegekräfte und Ärzte bestmöglich zu unterstützen und Eltern die Nähe zu ihrem Baby zu ermöglichen, die für Entwicklung und Bindung so wichtig ist. Die Geschichte unserer Inkubatoren ist vor allem die Geschichte vieler kleiner Kämpferinnen und Kämpfer und der Menschen, die sie begleiten. Dieses Jubiläum erfüllt uns mit Stolz und motiviert uns, auch künftig innovative Technologien für die kleinsten und verletzlichsten Patientinnen und Patienten zu entwickeln.”

Die Entwicklung zur familienzentrierten Pflege
Die Anforderungen an die Neonatalversorgung haben sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Während früher vor allem der Schutz vor Lärm und Wärmeverlust im Mittelpunkt stand, rücken heute die Bedürfnisse des Babys und seiner Familie stärker in den Fokus. Entwicklungsfördernde Pflege, die Reduzierung von Stress sowie die aktive Einbindung der Eltern prägen die moderne Neonatalmedizin. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Lösungen von Dräger wider. Moderne Inkubatoren schaffen nicht nur optimale wärmeregulierende Bedingungen, sondern fördern zugleich Ruhe, Geborgenheit und Nähe. Heutige Medizingeräte bieten eine verbesserte Zugänglichkeit für Pflegekräfte und ermöglichen zugleich den engen Kontakt zwischen Eltern und Kind. Somit wird eine neuroprotektive und entwicklungsfördernde Umgebung geschaffen, die eine optimale Versorgung des Babys unterstützt. Seit der Einführung des ersten Inkubators von Dräger arbeitet das Unternehmen eng mit Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften auf der ganzen Welt zusammen. Aus diesem kontinuierlichen Austausch entstehen Lösungen, die sich konsequent an den Anforderungen des klinischen Alltags orientieren.


Der Inkubator II-M-100 von 1951 war ein wichtiger Meilenstein für eine Entwicklung, die half, die Pflege der kleinsten Patienten nachhaltig zu verändern. Foto: Drägerwerk AG u. Co. KGaA
Der Inkubator II-M-100 von 1951 war ein wichtiger Meilenstein für eine Entwicklung, die half, die Pflege der kleinsten Patienten nachhaltig zu verändern. Foto: Drägerwerk AG u. Co. KGaA

Text-Nummer: 182162    Autor: Dräger/red.    vom 24.9.2026 16.56 Uhr