Lübecker Unternehmen unterstützt Landesverwaltung mit KI-Assistent
Lübeck: Die Landesverwaltung Schleswig-Holstein erweitert ihr KI-Portfolio: Das Lübecker Unternehmen Splitbot ist gemeinsam mit dem IT-Dienstleister des Landes, Dataport, an der Pilotierung eines KI-Assistenten beteiligt. Die Beauftragung ist abgeschlossen, erste Leistungsnachweise sind erbracht und die technische Vorbereitung für den Nutzertest läuft. Der Einsatz findet vor dem Hintergrund einer umfassenderen KI-Strategie des Landes Schleswig-Holstein statt.
Mit der Splitbot-KI KOSMO können Verwaltungsangestellte sich ihren Arbeitsalltag deutlich erleichtern. So ist es beispielsweise möglich, Ausschreibungen schneller durchzuarbeiten, Stellungnahmen zu verfassen, Dokumente zu übersetzen, Ausschüsse auszuwerten oder interne Informationen zu Fortbildungen, Vorgängen oder Prozessen zu finden.
Für Bürger und Antragsteller bedeutet das im zweiten Schritt wiederum, dass sich die Wartezeiten auf Antworten oder Informationen deutlich verkürzen können. Die Nutzung von KI-Tools in der Verwaltung wird immer weiter forciert und Mitarbeiter werden motiviert, diese auch zu nutzen.
Dabei stehen sie jedoch häufig vor einem großen Problem und das heißt: Datensicherheit. Datenschutzanforderungen an öffentliche Verwaltungen unterliegen sehr strengen Vorgaben und Richtlinien. Die vorhandenen Programme dürfen nicht mit personenbezogenen Daten oder internen Dokumenten gefüttert werden. Das reduziert die derzeitigen Nutzungsmöglichkeiten in der öffentlichen Verwaltung enorm und lässt viel Potenzial ungenutzt. KI wird für viele Verwaltungsangestellte dadurch eher zu einem Datenschutz-Risiko als zu einem nützlichen Helfer im Arbeitsalltag.
Splitbot bietet hier eine datenschutzkonforme und sichere Lösung. Mit der Lübecker KI bleiben die Daten in einem geschlossenen Raum und werden nicht, wie es bei anderen KI-Modellen der Fall ist, an große Tech-Konzerne weitergeleitet und dort womöglich verarbeitet. „Interne Dokumente und persönliche Daten hochzuladen, zu suchen und zu nutzen wird dadurch sicher, denn KOSMO erinnert vielleicht optisch an bekannte KI‑Agenten, teilt aber keine Daten oder kommuniziert intransparent mit irgendwelchen Unternehmen nach außen“, erklärt Splitbot-Gründer Tadeusz Nikitin. „Jeder Nutzer bekommt so einen abgeschlossenen Datenraum“, erläutert Nikitin. „Gleichzeitig ist es aber durchaus möglich, innerhalb der Behörde oder Abteilung auch Daten, auf die ein gemeinsamer Zugriff der Kollegen sinnvoll ist, untereinander zu teilen.“