Gewerkschaften: Rentenreform – aber gerecht!

Lübeck - Innenstadt: Zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung mit prominenten Experten laden die Gewerkschaften ver.di, IG Metall und der DGB am Donnerstag, 1. Oktober 2026, in die Evangelisch-Reformierten Kirche in Lübeck ein. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Unter dem Motto „Rentenreform – aber gerecht“ stellen Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, und Prof. Dr. Felix Welti, Professor an der Universität Kassel, die Ergebnisse der DGB-Rentenkommission vor, in der sie in den letzten Monaten mitgearbeitet haben und die alternative Vorschläge für eine Reform der gesetzlichen Alterssicherung entwickelt hat. Dabei sollen diese Vorschläge nicht einseitig die Beschäftigten belasten, sondern vielmehr das Rentensystem krisenfest und zukunftssicher machen. Dazu gehört u.a. die Ausweitung der Beitragszahlenden, um die Finanzierung nachhaltig zu sichern. Im Ergebnis streben die Gewerkschaften ein Alterssicherungssystem an, das den Lebensstandard sichert und Leistung anerkennt.

Die öffentliche Veranstaltung findet statt am Donnerstag, 1. Oktober, ab 16 Uhr in der Evangelisch-Reformierten Kirche in der Königstraße 18 in Lübeck. Anmeldungen sind möglich unter nord.luebeck@dgb.de.
Die Veranstaltung findet in der Evangelisch-Reformierten Kirche, Königstraße 18, statt. Foto: Archiv
Die Veranstaltung findet in der Evangelisch-Reformierten Kirche, Königstraße 18, statt. Foto: Archiv

Text-Nummer: 182173    Autor: verdi    vom 25.9.2026 16.24 Uhr

Kommentare zu diesem Text (3):

Fritze Bolle

schrieb am 25.9.2026 18.22 Uhr:
Die Dividende, die bei Konzernbetrieben ausgeschüttet werden, sind von Arbeitern erwirtschaftet. Versteuert werden sie gerne zum Pauschalsteuersatz von 25 %. Das erledigt die Bank für die Aktionäre, Vorstände und Aufsichtsratsvorsitzende.
Deutschland braucht Geld für den Haushalt, Großbritannien auch.
Die Banken in Frankfurt und London mit einer Börsenumsatzsteuer belegen und das Aufkommen in die Rentenversicherung stecken.
Wer mit 16 J. in die Lehre gegangen ist und 45 Versicherungsjahre voll hat, kann dann ja nicht gehen. Er muss bis mindestens 63 arbeiten. Das sind 47 J. und mehr Arbeitsleben.
Ich verstehe die SPD nicht, dass sie das Vorhaben der CDU mitgetragen hat.
Die Quittung für beide Parteien wurde bei den Landtagswaren in Ostdeutschland erteilt. Soziale Ungerechtigkeiten können die Demokratie zerstören!

Thorben

schrieb am 25.9.2026 19.27 Uhr:
Kann mir mal jemand einen guten Grund nennen, warum die Gewerkschaften jetzt anfangen dicke Backen zu machen nachdem nun alles beschlossen ist?
Die ganzen verquasten Vorschläge lagen doch monatelang auf dem Tisch, da wäre doch ausreichend Zeit gewesen noch etwas daran zu ändern.

Schon ziemlich scheinheilig!

Hans

schrieb am 25.9.2026 20.30 Uhr:
Die zentralen Ergebnisse der DGB-Rentenkommission lassen sich aus meiner persönlichen Sicht kurz wie folgt zusammenfassen:
1. Wir ignorieren die steigende Lebenserwartung und demographische Entwicklung.
2. Statt länger zu arbeiten für die Wertschöpfung wollen wir mehr Müßiggang.
3. Das Geld, das wir dafür benötigen, holen wir uns von den Mehrleistern in unserem Land.
4. Wir vertrauen nicht auf den Kapitalmarkt sondern die Besteuerung von erarbeitetem Vermögen.
5. Wir setzen bei der Altersvorsorge nicht auf Eigenverantwortung sondern auf Vergesellschaftung.
6. Wir verteidigen althergebrachte Privilegien statt zukunftsfeste Lösungen zu entwickeln.

Insofern verwundern die Ergebnisse nicht.