Lübeck schafft Nacht-Parkplätze
Lübeck - St. Lorenz Nord: Die Stadt reagiert auf die Parkplatznot in den Wohnquartieren. Ein erster Schritt: Die Hansestadt Lübeck und der Hagebaumarkt an der Lohmühle haben gemeinsam ein neues Angebot zum Feierabendparken in St. Lorenz Nord geschaffen: Ab sofort kann der Kundenparkplatz vom Hagebaumarkt, Bei der Lohmühle 11a, auch über Nacht, von 18 bis 10 Uhr, genutzt werden – dafür fällt eine Nachtparkgebühr von zwei Euro pro Nacht an.
Frank Sämann, Geschäftsleiter von Hagebaumarkt, ergänzt: „Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es sein kann, abends im Quartier Brolingplatz einen Parkplatz zu finden. Ich freue mich daher umso mehr, dass Hagebaumarkt mit dem neuen Feierabendparken-Angebot eine Alternative zur Parkplatzsuche schafft. Als regional verwurzeltem Unternehmen ist es uns wichtig, einen Beitrag zum Lübecker Stadtleben zu leisten, der den Menschen hier unmittelbar zugutekommt.“
Um bei Hagebaumarkt über Nacht sein Fahrzeug parken zu dürfen, muss unter www.go.wemolo.de/lot/A208 online ein Ticket gebucht werden. Der Buchungsprozess besteht aus den folgenden Schritten: Nachttarif auswählen, Buchungszeitraum eingeben, Kennzeichen eingeben und Zahlungsdaten angeben. Weder Registrierung noch eine spezielle App sind hierfür notwendig. Als Zahlungsmethoden werden Debit- und Kreditkarten von Mastercard und VISA, Google Pay und Klarna unterstützt.
Aushänge mit QR-Code vor Ort ermöglichen einen schnellen und unkomplizierten Zugang zur Ticketbuchung. Der QR-Code kann mit der Handykamera eingelesen werden und leitet direkt zur Buchungswebsite weiter. Das Parken für eine Nacht, zwischen 18 und 10 Uhr des Folgetags, kostet pauschal zwei Euro. Außerdem ist es möglich, sieben aufeinanderfolgende Nächte für acht Euro oder 30 Nächte für 20 Euro zu buchen. An Sonn- und Feiertagen darf – bei einer Buchung der Nacht davor oder danach – auch tagsüber ganztags umsonst geparkt werden. Beispielsweise ist also das Parken von Samstagabend bis Montagfrüh für vier Euro möglich.
Neue Lösungen für das Parken in dicht bebauten Quartieren
Mit dem Verkehrsentwicklungsplan arbeitet die Hansestadt Lübeck an mittel- und langfristigen Lösungen für verkehrliche Probleme in der Stadt. Eines davon ist das Parken in dicht bebauten Wohnquartieren. Diese Quartiere wurden meist vor mehr als 100 Jahren geplant, waren nicht auf die heutige Anzahl von Autobesitzern ausgelegt und weisen entsprechend oft nur relativ wenige öffentliche und private Parkmöglichkeiten auf. Abhilfe schaffen kann die Mehrfachnutzung von Einzelhandelsparkplätzen: Flächen, die tagsüber von Kunden genutzt werden, stehen abends und nachts oft leer. Wird das sogenannte „Feierabendparken“ erlaubt, entstehen zusätzliche Parkmöglichkeiten.
Kommentare zu diesem Text (18):
Kurt Wuchtig
schrieb am 29.9.2026 16.49 Uhr:
Das zum Thema, die Stadt/ Verwaltung macht ja nichts 😀
Barny
schrieb am 29.9.2026 18.04 Uhr:
Von dort bis zur Karpfenstraße sind es ja nur noch 3 Kilometer.
Und wenn es läuft erhöht sich der Preis.
Das Risiko tragen der Besitzer des Grundstücks und die Autofahrer, die Stadt ist fein raus.
Pink Karlo
schrieb am 29.9.2026 18.59 Uhr:
Tolle Idee. Und dann stehe ich nachts an der Lohmühle. Und dann?
Troll Hunter
schrieb am 29.9.2026 19.57 Uhr:
@ Pink Karlo , dann stellst du dich zu Barny und wartest bis es hell wird. 🤣
Magnus
schrieb am 29.9.2026 21.10 Uhr:
@Pink Karlo:
Machs wie ich:
Ich fahre mit dem Fahrrad zum Bahnhof, oder auch mal zum Parkplatz und auf dem Rückweg halt mit dem Fahrrad nach Hause.
Tut nicht weh, ist möglich.
DCK
schrieb am 29.9.2026 21.26 Uhr:
@barny + pink karlo: ich hab noch nicht gehört, dass uns im Grundgesetz oder in irgendeinem Parteiprogramm ein kostenloser privater PKW- Parkplatz garantiert wird. Vielleicht mal darüber nachdenken?
Lukas
schrieb am 30.9.2026 8.33 Uhr:
Ich fasse zusammen:
Ist eh (...) was die Stadt tut weil ist ja nicht direkt vor meinem Balkon?
Oder brauchen wir einen Hagebaumarkt in jeder Straße?
Löst das das Stadtweite Problem, nein, aber ich finde es einen guten Anfang und hoffe, das mehr Märkte dazukommen und so ein wenig zur Entlastung beitragen.
Allen, die nicht soweit weg von zuhause aus parken wollen empfehle ich ein Fahrrad das passt vor jede Haustür und man ist sofort mobil :)
Hans Landa
schrieb am 30.9.2026 8.36 Uhr:
Gab's damals auch; nur, dass der Parkplatz einfach nachts offen blieb und jeder dort parken konnte wie er wollte - ohne Bezahlung.
M.B.
schrieb am 30.9.2026 8.39 Uhr:
@ pink karlo;
Sie können sich auch hinlegen, Isomatten bekommen Sie bestimmt im Baumarkt.
Pink Karlo
schrieb am 30.9.2026 11.25 Uhr:
@DCK Zitat* (schrieb am 29.9.2026 21.26 Uhr:
@barny + pink karlo: ich hab noch nicht gehört, dass uns im Grundgesetz oder in irgendeinem Parteiprogramm ein kostenloser privater PKW- Parkplatz garantiert wird. Vielleicht mal darüber nachdenken?)Zitat Ende*
Ich habe auch noch nie gehört, das im Grundgesetz ein privater Radfahrweg garantiert wird, ein Radschnellweg, oder die freie Fahrt entgegen der Fahrtrichtung, die ansonsten in Einbahnstrassen gilt.
Wieviel zahlt der Radfahrer denn an Steuern dafür? So wie ein Autohalter 1€ pro Liter/Benzin an Steuern, oder die KFZ Steuer , sprich vergleichbar?
Pink Karlo
schrieb am 30.9.2026 11.53 Uhr:
@M.B. schrieb am 30.9.2026 8.39 Uhr:
@ pink karlo;
Sie können sich auch hinlegen, Isomatten bekommen Sie bestimmt im Baumarkt.)
Finden Sie es lustig Menschen die erheblich älter , oder "gesundheitlich stark eingeschränkt" und auf ihr Auto angewiesen sind sind, zu veralbern?
Danke für soviel Emphatie.Sie sind sicherlich einer der Ersten, der "Diskriminierung" schreit, wenn es um andere Gruppen geht, nicht wahr?
Micha
schrieb am 30.9.2026 12.26 Uhr:
Ich stelle mich zu Pink Karlo und Barny dazu und dann machen wir eine Demo!!!!! Hinweg mit dieser autofeindlichen Stadtverwaltung!!!!!
Wir schaffen das!!!!!!!
Sascha
schrieb am 30.9.2026 12.50 Uhr:
Interessante Idee, nur wie Unterscheidet man zwischen einem Anwohner der die Nacht über sein Auto abstellt und einem Besucher des Sportstudio´s, der Diskothek oder von Burger King? Müssen alle zahlen ??? Fragen über Fragen
Carsten Engel
schrieb am 30.9.2026 15.20 Uhr:
Als Autofahrer UND Radfahrer muss ich immer wieder feststellen, das Lübeck eher autofreundlich ist.
cdzarpen@googlemail.com
DCK
schrieb am 30.9.2026 22.32 Uhr:
@Carsten Engel Der Argumentationslogik von @ Pink Karlo dürfen Sie dann aber als Radfahrer nirgendwo fahren außer in ihrem Hof oder Garten oder sie schnallen das Fahrrad auf das Dach ihres Autos und dann dürfen sie ihr Rad spazieren fahren, denn Sie zahlen als Radfahrer ja schließlich keine Steuern...weder für Radwege oder Radschnellwege oder für das für Radler erlaubte fahren gegen die Fahrtrichtung in Einbahnstraßen. Straßen dürfen Sie sowieso als Radler nicht benutzen. Ganz allein aus den Steuerbestandteilen für Benzin und der Kfz-Steuer werden ja schließlich die schönen Straßen, Autobahnen und Brücken in Deutschland finanziert - Ironie aus.
Oliver
schrieb am 1.10.2026 8.42 Uhr:
Pink Karlo
schrieb am 30.9.2026 11.25 Uhr:
"Ich habe auch noch nie gehört, das im Grundgesetz ein privater Radfahrweg garantiert wird, ein Radschnellweg, oder die freie Fahrt entgegen der Fahrtrichtung, die ansonsten in Einbahnstrassen gilt.
Wieviel zahlt der Radfahrer denn an Steuern dafür? So wie ein Autohalter 1€ pro Liter/Benzin an Steuern, oder die KFZ Steuer , sprich vergleichbar?"
Jetzt geht der Unsinn hier wieder los, da fallen einem keine Argumente mehr ein, also werden Themen angeschnitten, die mit dem Beitrag hier nichts zu tun haben. Klassischer Strohmann.
Also:
Es gibt kein Grundrecht für einen kostenlosen Parkplatz vor der eigenen Haustür.
Entweder du baust dir ein Haus und hast Stellplatz auf DEINEM EIGENEN GRUNDSTÜCK oder wenn es eine Mietwohnung oder ein Mietshaus ist, hast du dir gefälligst vorher Gedanken zu machen wie du dein Fahrzeug parkst und musst vorher schauen ob genügend Parkplätze vorhanden sind oder ob man sich eine Garage mieten kann.
Die Stadt muss dir hier GARNICHTS anbieten. PUNKT.
Fahrradwege sind nicht "privat", Fahrradwege gehören mit zur Infrastruktur wie die Fahrbahnen für Autos auf Straßen und sind in der Regel durch bauliche Trennung für die Sicherheit da, damit Fahrradfahrer nicht zwischen Autos auf dem selben Fahrstreifen fahren müssen, da ihr ja gerne mal auch Fahrradfahrer anpöbelt, wenn sie euch zu lahm sind oder man wird regelrecht beim Überholen abgedrängt und angehupt. Ein Fahrradweg ist nur dann "privat", wenn sich dieser auf einem privaten Grundstück befindet, wie beispielsweise Firmengelände.
Der Radschnellweg ist immernoch ein zum großen Teil durch Fördergelder (7,04 Mio vom Bund sowie 1,4 Mio vom Land SH, 3,3 Mio stammen von der Stadt HL) finanziertes Projekt und dieser befindet sich immernoch auf der in Lübeck durch Radverkehr am häufigsten genutzten Verbindung in Lübeck.
Das jetzige Stück, was in der Ratzeburger Allee gebaut wird ist nur ein Teilstück, die fertige Strecke geht von Schwartau bis Groß Grönau. Wichtig hierbei zu erwähnen ist, dass diese Fördergelder explizit für Radfahrprojekte bereitgestellt worden sind in ganz Deutschland, würde HL also nicht einen bauen, wäre das Geld in eine andere Stadt gegangen für einen anderen Radschnellweg und die Strecke hätte eh saniert werden müssen, wieso nicht direkt ausbauen mit den Fördergeldern?
Du kannst es drehen und wenden wie du willst, so oder so wäre kein Cent dieser Gelder in Brücken oder in irgendwelche PKW-Projekte geflossen. Es wurde hier also nichts dem PKW-Fahrer weggenommen.
Eine freie Fahrt entgegen der Fahrtrichtung von PKW in Einbahnstraßen ist in der Regel sehr gut möglich, da Fahrräder in der Breite wesentlich weniger Platz benötigen wie ein entgegenkommender PKW und wenn man mit dem PKW nicht stur in der Mitte fährt, kommt ein Fahrrad in der Regel auch gut an einem vorbei, selbst bei engen Straßen tut es nicht weh mal kurz auf die Bremse zu drücken, wenn ein Rad entgegenkommt.
Autofahrer zahlen in erster Linie Steuern für den Erhalt und die stetige Reparatur von Straßen, da gerade durch den vielen Verkehr viele Straßen im schlechten Zustand sind.
Wer die Straßen abnutzt, muss auch dafür zahlen, dass diese instand gehalten werden.
Olaf Nevermann
schrieb am 1.10.2026 16.27 Uhr:
Sehr geehrte Mitbürger,
es wäre schön, wenn sich alle etwas sachlicher äußern würden.
Hier wird leider etwas das eigentliche Problem verkannt.
Wie in unserer Straße auch, haben die Anwohner teilweise seit Jahrzehnten in ihren Straßen geparkt, ohne dass es zu irgendwelchen Problemen kam. Seit einiger Zeit beginnt unsere Stadtverwaltung aber damit eine Straße nach der anderen "zu räumen" und das Parken zu verbieten. Zum Großteil handelt es sich um Straßen ohne Durchgangsverkehr, der einzige Verkehr sind die Anwohner selbst. Viele Anwohner leben bereits seit Jahrzehnten in ihren Straßen, haben ein höheres Alter erreicht und sollen jetzt kilometerweit zu ihren Autos gehen? Und was ist tagsüber? Die Idee der Stadt ist gut, wenn man in der Nähe wohnt. Wir müssen aber an alle denken.
Und oft gibt es eine für alle tragbare Lösung!
Oliver
schrieb am 2.10.2026 6.59 Uhr:
@Olaf Nevermann
schrieb am 1.10.2026 16.27 Uhr:
"(...) Hier wird leider etwas das eigentliche Problem verkannt.
Wie in unserer Straße auch, haben die Anwohner teilweise seit Jahrzehnten in ihren Straßen geparkt, ohne dass es zu irgendwelchen Problemen kam. Seit einiger Zeit beginnt unsere Stadtverwaltung aber damit eine Straße nach der anderen "zu räumen" und das Parken zu verbieten. (...)"
Nur weil jahrelang alles geklappt hat (aus Autofahrersicht) ist es dennoch nicht in Ordnung Gehwege (auch teilweise) zuzuparken.
Die Stadt hätte es nie dazu kommen lassen dürfen, dass so viele Autos in den Straßen parken, wie es bis zuletzt der Fall war.
Mag ja sein, dass "nur Anwohner den einzigen Verkehr darstellen", aber dennoch muss auch an Rettungsfahrzeuge und Feuerwehr gedacht werden, sowie Müllabfuhr.
Es darf beim Parken nicht auf Gehwege ausgewichen werden. Punkt.
Und das Alter spielt keine Rolle, es gibt kein Anrecht auf eigenen Parkplatz vor der Haustür. Andere Leute müssen auch 5-10 Minuten bis zur nächsten Bushaltestelle laufen. Wieso nicht eine Bushaltestelle vor jede Haustür?