Initiative: Lindenau missachtet demokratische Beteiligungsrechte
Lübeck - St. Jürgen: Die Initiative "Ja zum Mühlentorteller" kritisiert den angekündigten Abriss des Pavillons am Mühlentorteller. Mit der Einreichung des Bürgerbegehrens zum Erhalt des Mühlentor-Kreisverkehrsplatzes am 28. August 2026 gelte eine gesetzliche Sperre für die Stadt. Dem Bürgerbegehren entgegenstehende Planungen oder Maßnahmen dürften nicht mehr durchgeführt werden. So solle sichergestellt werden, dass die Verwaltung nicht vollendete Tatsachen schafft.
Detlev Stolzenberg (Unabhängige) appelliert an den Bürgermeister, die gesetzliche Sperrwirkung zu respektieren und das Votum zum Bürgerentscheid abzuwarten: „Herr Lindenau ist offensichtlich durch das erfolgreiche Bürgerbegehren persönlich verletzt. Mir gegenüber erklärte er am Rande der Bürgerschaftssitzung, dass er der Bürgerschaft empfehlen wird, das Bürgerbegehren zurückzuweisen und den Bürgerentscheid schnellstmöglich durchzuführen. Nach seinen Vorstellungen solle eine Agentur für 500.000 Euro beauftragt werden, um den Ausgang des Bürgerentscheids in seinem Sinne zu beeinflussen. Bürgermeister Lindenau missachtet eklatant demokratische Beteiligungsrechte der Bürgerinnen und Bürger.“
Die Initiative lässt jetzt überprüfen, ob in einem Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht eine einstweilige Anordnung erreicht werden kann, damit die Verwaltung dazu bewegt wird, die gesetzliche Sperrwirkung zu beachten.
Kommentare zu diesem Text (18):
Daniel Kerlin
schrieb am 1.10.2026 14.19 Uhr:
Herr Stolzenberg schießt mal wieder über das Ziel hinaus. In dem von ihm initiierten Bürgerbegehren ist das Gebäude und dessen Perspektive nicht erwähnt und damit auch nicht Teil des Kreisverkehrs. Vielleicht sollte er seine Energie besser in die wirklich wichtigen Themen Stecken, damit unsere Stadt voran kommt.
Benjamin
schrieb am 1.10.2026 14.48 Uhr:
Hier macht doch heute sowieso jeder was er will, lasst doch den Kreisel in Frieden und repariert endlich die verdammte Brücke. Was für ein (...) in diesem Land.
Herbert von Lurch
schrieb am 1.10.2026 15.01 Uhr:
@ Daniel Kerlin
Sie haben meine volle Zustimmung und ihrem Beitrag ist auch nichts hinzuzufügen 😀
Alex
schrieb am 1.10.2026 16.12 Uhr:
Herr Lindenau möchte sich in seiner letzten Amtszeit also nochmal richtig in die Köpfe der Leute einbrennen, als Bürgermeister, der gegen die Interessen der Stadt arbeitete.
In der kommenden Wahl wird sicherlich ein Großteil der Stimmen an die Populisten gehen. Kein Wunder, wenn Interessenvertreter nur ihre eigenen Interessen vertreten.
Bürgerschaft und Bürgermeister sollten vielleicht mal auf die kritischen Stimmen hören um das Ruder nochmal herumzureißen..
Lübecker Bürger
schrieb am 1.10.2026 17.07 Uhr:
Das Daniel Kerlin als FDP Bürgerschaftsmitglied (das sollte er auch dann mitteilen) sich gegen die Erhaltung des Mühlentorkreisels outet ist kein Wunder, denn sein Chef Torsten Fürter hat sich ja auch schon negativ gegenüber dem Bürgerbegehren, und dem nun folgenden Bürgerentscheid ausgesprochen.
Soviel zum Thema "Bürgernähe und Bürgerbeteidigung" bei der FDP.
Und dann sollte Herr Kerlin sich an die "Liberalen Grundsätze" (Der Liberalismus befürwortet eine Gesellschaft, die auf der Freiheit des Einzelnen) erinnern, bevor er andere angreift, die sich jedenfalls für die Bürger unserer Stadt einsetzen.
Das würde der gesamten Lübecker FDP auch mal gut tun.
(...)
Lothar F.
schrieb am 1.10.2026 17.32 Uhr:
Na hoffentlich hnterläßt der Herr Lindenau nicht nur verbrannte Erde. Seine seltsamen Entscheidungen gehen ohnehin größtenteils an den Erwartungen der Bürger vorbei. Neues Thema: Die Kosten für das Parkhaus in Travemünde!
Jupp
schrieb am 1.10.2026 17.36 Uhr:
Wir alle brauchen die renovierte Brücke, so schnell wie möglich. Die Pavillons stehen seit Jahren leer und finden keine Nutzung.Mit dem Abbruch ist keine Vorentscheidung über die Zukunft des Kreisels verbunden. Sollte er aber als gesetzeskonformer Kreisel gebaut werden müssen die vermutlich eh weg. Also was soll der Quatsch.
Muco
schrieb am 1.10.2026 19.26 Uhr:
Mich würde in diesem Artikel noch mal
gesondert interessieren, was es mit dieser
Agentur und den damit verbundenen 500.000€ auf sich hat.
Wer betreibt diese Agentur und was ist
speziell der Auftrag?
Wolf
schrieb am 1.10.2026 20.26 Uhr:
Der Bürgermeister tritt die demokratischen Beteiligungsrechte der Lübecker Bevölkerung mit Füßen und will seinen "Willen" durchsetzen! Nach dem Motto :"So und nicht anders wird es gemacht"! Es wird Zeit Lübeck's marode Brücken mit 1 zu 1 Kopien zu ersetzen und nicht für horrende Summen zu sanieren! Lübeck schafft sich ab!
Jupp
schrieb am 1.10.2026 22.12 Uhr:
Weil es jemand meinte hier zu schreiben zum Parkhaus Travemünde. Das wollte die CDU Travemünde. Bürgermeister Lindenau hat das Desaster genauso vorhergesagt und dringend davor gewarnt. Trotzdem beschlossen und gebaut. Gegen besseres Wissen. Das dem Bürgermeister anzuhängen ist unverschämt .
Helmut Winter
schrieb am 1.10.2026 22.16 Uhr:
Lindenau kommt schon wieder nicht damit klar, dass er nichts mehr zu entscheiden hat und ihm niemand mehr folgt. Also spielt wieder den Sonnenkönig.
Peter K.
schrieb am 2.10.2026 6.16 Uhr:
Die erste Ausrede der Stadt, auf Grund dieser Initiative werden wir leider frühestens 2035 fertig.
Janes
schrieb am 2.10.2026 7.04 Uhr:
"Sonnenkönig", "Lindenau ist an allem schuld"...ich glaube es ja nicht. Warum muss alles immer gleich im absoluten Geschreie enden? Wie soll irgendein Bürgermeister oder politischer Vertreter arbeiten können, wenn einfach nur draufgehauen wird. Einige hier scheinen doch genügend Zeit zu haben, eine Suchmaschine mit Internetanschluss anzuschmeißen und sich zu informieren. Loddar, das Parkhaus in Travemünde ist nur aufgrund eines Beschlusses der Bürgerschaft gebaut...Lindenau war zumindest kein Treiber hinter der derzeitigen Umsetzung. Nur ein Beispiel für sinnlose Kritik.
Wer draufhauen kann, darf gerne Lösungen anbieten. Zum Thema hier hätte ich aber auch keine gute. Was soll mit dem Gebäude denn passieren, dass es ein Gewinn für den Ort ist? Für umsonst setze ich mich da gerne rein...aber warum sollte Lübeck für ein solches soziales Projekt Geld haben? Wir haben schon keins für die entscheidenden Dinge.. So wie ich die Bürgerschaft kenne, wird trotzdem noch Stunden diskutiert, "weil das Thema so polarisiert", nur um sich nicht um das Entscheidende kümmern zu müssen.
Wo sind die gemeindeübergreifenden Initiativen dazu, dass Lübeck und andere Gemeinden in Richtung Zahlungsunfähigkeit schlittern? Das liegt nicht an Lindenau, sondern dem Föderalismus etc. Wenn euch Lübeck so am Herzen liegt, dann setzt eure Energie für solche Dinge ein und tippt euch hier nicht polemischen Schiet hin und her. Und nein.......mein Punkt ist nicht, dass Lindau super ist. Aber der alles entscheidende Diktator ist er nunmal auch nicht.
Torben
schrieb am 2.10.2026 8.01 Uhr:
Guten Tag stört sich hier keiner mehr daran das scheinbar eine zu fällende Entscheidung durch nicht unerhebliche Stadt Gelder (privat Geld wirds ja wohl eher nicht sein) beeinflusst werden soll ? Ist es jetzt normal geworden das für die gewollte Entscheidung bezahlt wird ?
Lukas
schrieb am 2.10.2026 8.15 Uhr:
Sehr geehrte Initiative Mühlenteller,
ich finde es schön, dass Sie sich einsetzen, ungeachtet dessen was am Ende dort entsteht (Kreuzung oder Kreisel), das ist mir inzwischen absolut ... egal. Mir wärs lieber wenn irgendwann wenn die Brücke fertig ist auch das fertig wäre. Bürgerbegehren sind etwas tolles, sollten aber auch immer etwas konstruktives haben und nicht nur etwas blockierendes. Den konstuktiven Teil haben Sie meiner Meinung nach spätestens mit diesem Beitrag verloren und sich (...) und bewiesen Ihnen geht es nicht um Sicherheit, Zukunft etc. sondern um ein (...) 'Ich will nicht das irgendwas anders ist als wie ich es kenne'. Ansonsten wäre Ihnen vielleicht auch in den Sinn gekommen, dass der Abriss nicht in Zusammenhang mit einem Umbau zur Kreuzung steht, sondern damit, dass die Fläche für die Sanierung der Mühlenbrücke in der mobilen Werkshalle gebraucht wird. (HL-Live und die LN berichteten) Die Brücke wird ausgehoben gedreht und dann eingepackt zur Sanierung, das braucht Platz und bekanntermaßen sind Brücken als ganzes eher wenig mobile Dinge die nicht gemacht sind weite Strecken zurückzulegen. Auf den Flächen wo diese Sanierung passieren soll steht nun einmal dieser Pavillion. Also danke an Sie, dass Sie wenn Sie diesen Kampf zum Erhalt des Pavillions jetzt mit aufnehmen wirklich nur noch für Verzögerungen sorgen.
Seien sie konstruktiv reden sie mit den Entscheidungsträgern, wirken Sie darauf hin, dass für die Zeit nach der Sanierung ein Konzept bereit liegt wie und ob da ein neuer/anderer Kreisel entsteht. Beauftragen Sie Experten, aber seien Sie auch dafür offen, dass am Ende evtl. Ihr Begehren für den Kreisel scheitert weil andere Optionen sich durchsetzen.
Denn inzwischen ist es den meisten vmtl. egal was dort am Ende den Verkehr regelt ob Kreuzung oder Kreisel, solange es endlich losgeht und auch absehbar fertig wird, gerne vor den 2030ern.
GeEs
schrieb am 2.10.2026 9.54 Uhr:
Die Chinesen sollten ja die Brücke bauen. Aber für 14 Tage lohnt es sich nicht nach Lübeck zu kommen.
Troll Hunter
schrieb am 2.10.2026 11.45 Uhr:
@ GeEs
„Stimmt, für nur 14 Tage lohnt sich die Anreise aus China kaum. Außerdem wäre die Brücke vermutlich gerade fertig, wenn sie schon wieder abgebaut werden müsste.“
@@@ Alex, Lübecker Bürger, Lothar, Wolf und Helmut: Treffen heute Abend am Rathaus und dann schreibt ihr " Doof" an Lindenaus Tür.
Matthias schlecht
schrieb am 2.10.2026 21.31 Uhr:
Dieser Bürgermeister schadet der Stadt!!!