Neunjähriger Junge von Auto überrollt und schwer verletzt

Bad Schwartau: Zu einem dramatischen Unfall kam es am Samstag, 3. Oktober 2026, gegen 10.55 Uhr an der Einmündung Clever Landstraße und Stockelsdorfer Weg. Ein neunjähriger Radfahrer wurde erst von einem Auto angefahren und anschließend überrollt. Die Polizei hat den Führerschein des 88-jährigen Unfallverursachers auf Anordnung der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Ein Gutachter wurde zur Klärung der Unfallursache hinzugezogen.

Ein 44-jähriger Ostholsteiner fuhr gemeinsam mit seinem 9-jährigen Sohn aus Stockelsdorf kommend in Richtung Bad Schwartau den Stockelsdorfer Weg mit Fahrrädern entlang. An der Kreuzung Clever Landstraße fuhr laut Zeugen ein Toyota Verso aus Richtung Kleikamp trotz eines Stoppschildes an, erfasste dabei das Kind und überrollte es.

Das Kind wurde schwer verletzt, Rettungskräfte brachte den Jungen in ein Krankenhaus.

Die Polizei beschlagnahmte auf Anordnung der Bereitschaftsstaatsanwältin den Führerschein des 88-jährigen Fahrers (deutsche Staatsangehörigkeit) aus Bad Schwartau.

An dem Wagen entstand ein Schaden von etwa 2.500 Euro. Noch an der Unfallstelle erschien ein von der Staatsanwaltschaft beauftragter Gutachter und nahm das Fahrzeug mit darunter klemmendem Fahrrad in Augenschein. Anschließend wurde das Fahrzeug abgeschleppt.

Die Polizei Bad Schwartau ermittelt wegen des Tatverdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs aufgrund geistiger oder körperlicher Mängel sowie fahrlässiger Körperverletzung gegen den 88-Jährigen.
Bei dem Unfall wurde ein Neunjähriger schwer verletzt. Symbolbild
Bei dem Unfall wurde ein Neunjähriger schwer verletzt. Symbolbild

Text-Nummer: 182367    Autor: VG/Polizei    vom 3.10.2026 17.36 Uhr

Kommentare zu diesem Text (4):

Hans Hansen

schrieb am 5.10.2026 8.54 Uhr:
88 Jahre... übersehen... Gaspedal verwechselt...

Immer und immer wieder liest man sowas. Mein 70 Jähriger Nachbar bat mich vorletztes Jahr ihn zur Führerscheinstelle zu fahren, er wollte seinen Führerschein abgeben. Davor hatte ich großen Respekt. Wir wohnten auf dem Dorf.

Ältere Menschen haben ein Recht auf Mobilität und gleichzeitig einen erhöhten Bedarf durch notwendige Arztbesuche und drohende Einsamkeit. Das Auto ist für diese Leute aber nicht das Richtige Fortbewegungsmittel.

ÖPNV kann Leben retten. Wir brauchen einen kostenlosen, flächendeckenden ÖPNV. Wenigstens für Schüler und Senioren.

Troll Hunter

schrieb am 5.10.2026 9.26 Uhr:
@ Hans Hansen schrieb: Das Auto ist für diese Leute aber nicht das Richtige Fortbewegungsmittel.

Und das entscheidest du in der Annahme, dass Menschen unter 70 immer und immer wie man lesen kann , Gas und Bremse verwechseln. Interessanter Standpunkt.

Kurt Wuchtig

schrieb am 5.10.2026 10.51 Uhr:
Dem verletzten Kind gute Besserung

@ Hansen:

Schön vereinfacht! Weil ein 88-Jähriger Pedale verwechselt, stellen wir also direkt alle ab 65 unter Generalverdacht und schicken sie zum Busfahren auf die Parkbank? Respekt für deinen Nachbarn, ehrlich. Aber bloß weil er gemerkt hat, dass es Zeit wird, bedeutet das nicht, dass jeder Rentner automatisch ein gemeingefährliches Hindernis auf Rädern ist. Pauschale Entmündigung nach Geburtsdatum ist jedenfalls keine Verkehrspolitik, sondern schlicht Altersdiskriminierung im grünen Deckmäntelchen.“

Ruth Kock

schrieb am 6.10.2026 0.06 Uhr:
@Hans Hansen, wo bitte steht im Artikel das der 88 jährige Gas mit der Bremse verwechselt hat?
Es fahren nicht in jedem Dorf Busse und wenn doch ein Bus fahren sollte, fahren die im Stunden takt!

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version der Meldung war das Verwechseln der Pedale als mögliche Ursache angegeben.