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HL-live.de

Mittwoch,
der 28. September 2016






+++ HL-live.de - Archiv +++

28.02.2016 18.30


Langsam verschwindet der Winter

So richtig Frühling wird es auch in der kommenden Woche noch nicht - und die Überschrift stimmt auch nur für uns im echten Norden, meint unser Wetterfrosch Harald Denckmann. Für den Rest der Republik und vor allem auch in Südeuropa, sind für die kommende Woche noch reichlich Niederschläge, auch in Form von Schneefällen erkennbar.

In Norditalien und in Tschechien drohen sogar begleitende Überschwemmungen. Für Lübeck allerdings sehe ich derart Dramatisches nicht. Wir bewegen uns weiterhin recht gemächlich dem Frühling entgegen.

Dieser verhaltene Optimismus lässt sich damit begründen, dass ab kommenden Mittwoch weiterhin Tiefdruckgebiete unsere Großwetterlage prägen. Die liegen nun glücklicherweise mit ihren Kernen recht weit südlich von uns, so dass die begleitenden Niederschlagsbänder uns immer nur am Rande erreichen. Gleichzeitig verhindert die Mischung der Luftmassen im Tiefdruckgebiet, dass die richtige Frühlingswärme bereits bei uns eintrifft. Besonders in den Nächten wird es immer wieder recht kalt. Von daher müssen wir unseren Wunsch nach echten Frühlingstagen noch ein wenig zurückstellen. Aber - wie gesagt - im Vergleich mit anderen Regionen Deutschlands und Europas stehen wir mal wieder vergleichsweise recht gut da.

Wegen der Kaltlufteinflüsse in den Tiefdruckgebieten geht es in den kommenden Tagen noch nicht recht aufwärts mit der Temperatur. Wie in der vergangenen Woche wird alles so etwa um Tageswerte von +5°C herum pendeln. Vorsicht ist allerdings weiterhin angeraten bei den Nachttemperaturen. Die sollten sich weiterhin im Bereich des Gefrierpunktes bewegen. In der vergangenen Woche ist das etlichen unvorsichtigen Autofahrern im Frühverkehr zum Verhängnis geworden. Mit Glätte am Morgen ist daher auch in den kommenden Tagen weiterhin zu rechnen.

Am Montag und Dienstag werden uns aber mit hoher Wahrscheinlichkeit noch gar keine Niederschläge erreichen. Die Hochdruckbrücke vom Wochenende sollte gerade noch so stark sein, dass uns die Tiefdruckgebiete südlich und westlich von uns noch nicht so ganz erreichen. Sonne ist möglich, Nebel an der Küste wahrscheinlich - das lässt sich so genau im Frühjahr nicht sagen.

Erst am Mittwoch kommt der Regen aus dem Westen zu uns und wird uns voraussichtlich einen ganzen Tag lang nerven. Danach geht es dann wechselhaft weiter. Am Donnerstag kurven die Niederschlagsgebiete wieder eher um uns herum, am Freitag kommt wieder etwas mehr Regen herunter. Danach sollte es dann am Samstag und Sonntag nur wenig Niederschlag in unserer Region geben.

Über die Winde gibt es so gut wie gar nichts zu berichten. Weit überwiegend spielt sich in der kommenden Woche alles im hochgradig harmlosen Bereich zwischen 3 Bft und 5 Bft ab.

Die kommunalpolitischen Stürme haben sich auch erst einmal gelegt - fragt sich nur wie lange. Nach der schweren Geburt der Neugestaltung der nördlichen Wallhalbinsel kommt bei allen nicht so die ganz große Freude auf. Wie so oft hat man das dumpfe Gefühl, dass alles letzten Endes doch nicht so leicht ist, wie es scheint und vor allem auch nicht so günstig zu haben. Mal sehen wo jetzt die Fallstricke lauern und die nächsten Probleme auftauchen. Die werden nicht lange auf sich warten lassen.

Langeweile kam zuletzt aber auch aus anderen Gründen nicht auf. Schließlich haben die Lübecker Grünen, die dem Regenwald schließlich näher sind als alle anderen, uns mit einem Dschungelcamp der besonderen Art unterhalten. Nach dem Desaster um Senator Möller war erst einmal allgemeines Krötenschlucken und Schlangengreifen angesagt. Wer dabei die Sterne herausgeholt hat war dem Publikum dabei lange Zeit nicht so recht klar. Deshalb haben die Kandidaten einfach mal die Regeln verändert und damit begonnen, sich gegenseitig aus dem Camp heraus abzuwählen. Das hat allen so viel Spaß gemacht, dass sich zuletzt auch die CDU, mitten in der eigenen Glaubwürdigkeitskrise, an der allgemeinen Abwahl-Schlacht beteiligen wollte. Alle haben sich schon gefreut, dass die Bürgerschaft es vielleicht schafft, sich auf diese Weise langsam selbst wegzuradieren, als dann plötzlich doch wieder abgepfiffen und zur Tagesordnung übergegangen wurde.

Keiner mag aber so recht glauben, dass alle Kühe damit endgültig vom Eis sind. Daher bleiben die Zeiten außerordentlich spannend.

Kommen wir noch einmal zurück zum Wetter, denn eine Sache können wir heute bereits auflösen. Anfang November hatten wir unsere Leser gefragt, wie der Winter wohl wird. Daraufhin hat der Leserschwarm seinerzeit folgenden Tipp abgegeben: "Der Dezember wird mild, Januar und Februar fallen kälter aus, bis zu 10 Tage Schnee wird es geben und Weihnachten bleibt schneefrei. Mal sehen, wie gut wir mit dieser Vorhersage am 29. Februar 2016 da stehen", hatten wir seinerzeit das Ergebnis der Umfrage formuliert.

Nicht schlecht stehen unsere Leser jetzt am 29. Februar da. Der Dezember war mild, der Januar war kälter als im Vorjahr, es gab insgesamt fünf Tage mit nennenswertem Schneefall und Weihnachten war grün. Nur der Februar, das kann man jetzt schon sagen, ist in 2016 etwas milder ausgefallen, als der des Jahres 2015.

Herzlichen Glückwunsch an alle unsere Prognostiker, kann man da nur sagen. Das allgemeine Gefühl unserer Leser war weitestgehend richtig. Hätten wir doch bloß mit dem Haslinger Sepp aus Benediktbeuern gewettet. Eine halbe tote Sau wollte er wetten und hätte er anliefern müssen, denn das Top-Schnee-Orakel aller Schnee-Orakel dieser Welt war sich absolut sicher, dass es einen langen, schneereichen Winter für alle geben würde. Selbst in die Top-Nachrichtensendungen hat er es mit diesem Unsinn geschafft.

Den Jahrhundertwinter gab es nun gar nicht - und was lernen wir daraus: Unsere Leser lassen sich eben auch von den größten Experten nicht so leicht täuschen. In diesem Sinne wünschen wir allen einen schönen Frühlingsbeginn.

Autor: Harald Denckmann

Aus rechtlichen Gründen können wir Bilder nicht mehr zur Verfügung stellen.


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