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30.03.2012 12.47


Bischöfin: Ausgrenzung und Hass überwinden

Die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, Kirsten Fehrs, hat die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Schleswig, das Verbot der Lübecker Neonazi-Demonstration am Sonnabend (31. März) aufzuheben, mit Bedauern zur Kenntnis genommen und zugleich zur Zivilcourage aufgerufen.

"Christinnen und Christen schätzen das Recht auf freie Meinungsäußerung als hohes Gut – aber sie erheben ihre Stimme gegen die, die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit für Hassparolen missbrauchen und die unveräußerlichen Menschenrechte mit Füßen treten", sagte die Bischöfin am Freitag in Hamburg. "Deshalb treten wir denen entgegen, die blind sind für die Lehren der Geschichte und die die Verantwortung der Deutschen für die Greueltaten des Nazi-Regimes leugnen."

Das Oberverwaltungsgericht hatte am Donnerstag entschieden, dass rechtsextremistische Gruppen ihren so genannten "Trauermarsch" durch Lübeck veranstalten dürfen. Anlass ist der 70. Jahrestag der Bombenangriffe auf die Hansestadt. "Der wiederholte Versuch der Neonazis, die Opfer der Bombardierung für ihre rechtsextremistische Propaganda zu instrumentalisieren, ist eine Verherrlichung der nationalsozialistischen Gewalt- und Willkürherrschaft", so Kirsten Fehrs. "Die Verbrechen des Nationalsozialismus‘ begründen eine besondere geschichtliche Verantwortung in der Auseinandersetzung mit dem neuen Rechtsextremismus. Menschenverachtenden Ideologien und einer Verhöhnung ihrer Opfer müssen wir mit einem gesamtgesellschaftlichen Schulterschluss begegnen. Gemeinsam können wir Ausgrenzung und Hass überwinden." Unsere Demokratie lebe von Zivilcourage. Jede Bürgerin und jeder Bürger sei aufgefordert, menschenverachtendem Gedankengut entgegenzutreten. "Als Christen wissen wir, dass rechtsextremes Gedankengut mit unserem Glauben unvereinbar ist: Wer die Menschenwürde missachtet, der handelt gegen den Willen Gottes", sagte die Bischöfin.

Bischöfin Fehrs wird zum Auftakt des Demonstrationstages gegen Rechts eine Andacht halten am Sonnabend, 31. März um 9.30 Uhr in der Friedrich-von-Bodelschwingh-Kirchengemeinde (Beethovenstraße 22). Danach schließt sie sich dem Demonstrationszug "Wir können sie stoppen" an und wird gegen 11.50 Uhr auf dem Ziegelteller sprechen. Gegen 13 Uhr wird die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck im Rahmen der Kundgebung auf dem Markt zu hören sein.

Autor: nordelbien/red.

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