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20.10.2016 16.58


Kunst im Doppelpack, aber völlig unterschiedlich

Kunst im Doppelpack. Oder vornehm ausgedrückt als "Double Act". Zum zweiten Mal laden der Lübecker Kunstverein, die Overbeck-Gesellschaft, und das Kuratorium St. Petri am Sonntag zur Vernissage ein. Die Presse durfte am Donnerstag einen Blick auf die Exponate werfen.

Im Pavillon der Overbeck-Gesellschaft in den Bürgergärten der Königstraße ist unter der Überschrift "Walk like a Giant" Malerei von Sven Kroner zu sehen. In die Petrikirche zog Sophie Schweighart ein, mit einem Miniaturlabyrinth; Überschrift "Das helle Zimmer". Man könnte von einem bayerischen Doppel sprechen, denn Sven Kroner wurde 1973 in Kempten im Allgäu geboren, Sophie Schweighart 1991 in München. Arbeitsmäßig oder überhaupt begegnen sie sich nun in Lübeck zum ersten Mal.

Während seiner Studienzeit in den neunziger Jahren sei Malerei nicht "in" gewesen, erzählt Sven Kroner. Nach den "jungen Wilden" der Achtziger war es damit vorbei. In den vergangenen Jahren versuchte Kroner, in der Malerei seine eigene Handschrift zu entwickeln. Für ihn geht es um die "Erneuerung der Figuration". Er experimentierte zuerst, malt nun häufig mit Acrylfarben. Seine großflächigen Bilder müsse er allerdings auf dem Fußboden malen, weil die Farben sonst auslaufen würden.



Fotos, Zeichnungen werden zum Ausgangspunkt der Gemälde, die mit Elementen eines Fotorealismus versehen sind. Im Internet sehen seine Bilder oft wie Fotos aus, sagt Kroner. Dieser Eindruck kommt beim Betrachten der Bilder in den drei Räumen des Overbeck-Pavillons nicht auf. Man sieht zwar Konkretes – Häuser, Zelte, Berglandschaften im Schnee – aber eben immer auch Dinge, die darüber hinausgehen. Das wird auch an besonderen Lichteffekten deutlich. Eine Mondlandschaft im Schnee sähe in der Realität eben doch anders aus.

Im mittleren Raum ist eine Reihe von Fensterbildern zu sehen. Durch offene Flügel blickt der Betrachter hinaus in eine Welt, die zwischen Realem und Erdachtem, Erträumtem, Ersehntem pendelt. Es seien auch Sehnsuchtsbilder, die vielleicht an die Heimat im Allgäu erinnern. Kroner studierte in Düsseldorf, lebt heute in Neuss, wo die Mieten niedriger seien als in der NRW-Hauptstadt. Im ersten Raum sieht man Schiffe in der Landschaft. Schiffe und Häuser hat er als Modelle im Atelier. Sie regen die Fantasie an.



In die Petrikirche ließ Sophie Schweighart ein Gebäude aus Holz setzen. Der Haupteingang in den großen gotischen Kirchenraum ist für einige Wochen versperrt. Vom "hellen Haus" eben. Hintereinander gestellt sind in zwei Fluren Wartezimmer, durch die der Besucher schreitet. Zur Mitte hin, zu einem verschlossenen Gang, sind kleine verhangene Fenster als "Spione" eingefügt. Der Gast wird beobachtet, sieht im "hellen Zimmer" vielleicht schemenhaft eine Figur. Sophie Schweihart wird, so oft es geht, den Mittelgang bewohnen, ihn aber nicht öffnen.

In den Kirchenraum kommt man in den nächsten Tagen nicht auf die gewohnte Weise. Das kann für Irritationen sorgen, räumt Pastor Dr. Bernd Schwarze ein. Kunst in dieser Kirche wolle eben nicht den historischen Raum möglichst schön dekorieren, sondern auch Ungewöhnliches ausprobieren und Diskussionen provozieren.

Eine Ausstellung an zwei Orten erfordert eine doppelte Eröffnung. Hierzu wird am kommenden Sonntag, 23. Oktober, um 15.30 Uhr zunächst in die Petrikirche eingeladen. Um 17 Uhr wird dann in der Königstraße der Startschuss für die Kunst im Overbeck-Pavillon fallen. Sven Kroners Bilder sind hier bis 11. Dezember zu sehen. Das "helle Zimmer" von Sophie Schweighart kann bis 16. November erkundet werden. Dr. Oliver Zybok, Direktor der Overbeck-Gesellschaft, wies darauf hin, dass dies für einige Zeit die letzte Ausstellung im Pavillon ist. Ab Januar 2017 werden die aus dem Jahre 1930 stammenden Räume gründlich saniert. Mit dieser letzten Ausstellung im Jahre 2016 werden auch die Jahresgaben vergeben, für die acht Künstler Arbeiten zur Verfügung stellten, sagte Zybok.

Autor: TD

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