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HL-live.de

Dienstag,
der 23. Oktober 2018






Digitale Brunftsignale oder analoges Kennenlernen?

"Fängt ein junger Mann nachts zu dichten an: Das ist die wahre Liebe; doch die gibt’s nur noch im Roman". So sang man in einem Film, in dem es um Beziehungen vor 50 oder 60 Jahren ging. Wie geht das heute? Diese Frage versucht das "theater 23" auf der Bühne im Naturbad Falkenwiese zu beantworten.

"Match me if you can" heißt das Stück des österreichischen Duos Nina Hartmann und Gregor Barcal. Ja, wie geht das heute? Wie lernt man jemanden kennen? Schnell muss es heute gehen. Von langer Dauer muss es nicht sein. Heut reicht oft ein One-Night-Stand. Ob vielleicht jede oder jeder tief im Inneren doch den Traumpartner fürs Leben sucht?

Vielleicht findet man die große Liebe, wenn man sich im Internet umschaut. Dort geht es allerdings zunächst nur um das Äußere. "Der ist hässlich" heißt es bei Lisa, die das Handy vor sich hat. Er wird sofort nach links weggewischt. Wer die Chance hat, "gedated" zu werden, kommt nach rechts.

Weil das so ist, weil die Teilnehmer solcher Partnerclubs das wissen, wird bei den Fotos und bei anderen Angaben oft gemogelt. Auch in dem Stück, das Jan Becker an der Falkenwiese auf der schwimmenden Bühne einstudiert hat, wollen Lisa und Martin dem Glück etwas nachhelfen.

Sie vereinbaren ein Date in einer abgelegenen Kneipe. Da sie falsche Fotos gepostet haben, erkennen sie sich nicht einmal, was zu heftigen Verwicklungen führt. Solche Situationen aber braucht ein Stück, um witzig und spritzig zu unterhalten.

Da werden heftige Dialoge ausgefochten, wird der Liebe von heute die Vergangenheit gegenüber gestellt. Digitale Brunftsignale treten in Konkurrenz zum analogen Kennenlernen, das inzwischen als "oldfashioned" verschrien ist. Da verabreden sich also Mrs. Twister mit Mr. Knister, und auch African Horse mischt per Handy mit.

Lisa zieht Doktor Google zu Rate gezogen. Dem Publikum wird quasi die Frage gestellt, warum frustrierte Ehefrauen oder gelangweilte Ehemänner sich Erfüllung außerhalb der heimischen vier Wände versprechen.

Sandra Walter und Manfred Upnmoor bringen die komischen Situationen in geschliffenen Dialogen auf den Punkt. Da das Publikum die Zusammenhänge eher durchschaut als die Darsteller, unterhält das Zwei-Personen-Stück knapp zwei Stunden lang vorzüglich. Das schöne Wetter trug in dieser Spielzeit bisher dazu bei, dass die Besucher den Abend genießen konnten.

Die nächsten Vorstellungen sind am Sonntag, 22. Juli, am Donnerstag, 26. Juli, am Freitag, 27. Juli, und am Sonntag, 29. Juli. Weitere Termine im August. Beginn ist um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 15, ermäßigt zehn Euro. Infos und Kartenreservierung unter www.theater23.de. Das Naturbad befindet sich direkt neben dem Schulgarten, Haltestelle "An der Falkenwiese" der Linie 15.

Spielen Theater im Naturbad: Sandra Walter und Manfred Upnmoor vom theater23. Foto: Veranstalter

Spielen Theater im Naturbad: Sandra Walter und Manfred Upnmoor vom theater23. Foto: Veranstalter


Text-Nummer: 123704   Autor: TD   vom 21.07.2018 09.07

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