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Montag,
der 12. November 2018






35 Jahre Klinik für Urologie am Campus Lübeck

Die Klinik für Urologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) begeht ihr 35-jähriges Bestehen und blickt zurück auf die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahrzehnte. "Die Urologie am Campus Lübeck war von Beginn an innovativ innerhalb ihres Fachgebiets", sagt Klinikdirektor Prof. Dr. Axel Merseburger.

"Aktuell stehen zwei Entwicklungen im Mittelpunkt: Zum einen überprüfen wir neue Therapieansätze für die Behandlung von Tumorpatienten per Immuntherapie. Parallel nutzen wir seit dem vergangenen Jahr das weltweit modernste roboterassistierte Operationssystem vom Typ da Vinci Xi", so Prof. Dr. Axel Merseburger. Ohne die Weitsicht und Exzellenz der vorherigen Klinikdirektoren, die zu ihrer Zeit mit ihren Teams Meilensteine in der Urologie erreicht hätten, wären die heutigen hochspezialisierten und personalisierten Behandlungen nicht möglich.

Am 1. November 1983 wurde die Urologie als eigenständige Klinik am Campus Lübeck etabliert, zuvor war sie Teil der Chirurgie. Der erste Klinikdirektor Prof. Dr. Alfons Hofstetter gründete als "Pionier der Lasermedizin" das Medizinische Laserzentrum Lübeck und brachte verschiedene Laserverfahren in die klinische Praxis. Innovationen wie die Zertrümmerung von Nierensteinen mittels Schallwellen, die vom späteren Klinikdirektor Prof. Dr. Dieter Jocham maßgeblich entwickelt worden war, und minimalinvasive Operationen per Laparoskopie wurden unmittelbar in der Klinik eingesetzt. 2015 führte Klinikdirektor Prof. Dr. Axel Merseburger mit seinem Team die erste laparoskopische Single-Port-Adrenalektomie (Entfernung der Nebenniere) in Lübeck durch.

Die Klinik für Urologie ist Teil des von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Onkologischen Zentrums am Campus Lübeck. Mit ihrem umfassenden Studienprogramm ist sie Vorreiter in Schleswig-Holstein in der Immunonkologie für urologische Tumoren.

"Die diesjährige Verleihung des Nobelpreises für Medizin an James Allison und Tasuku Honjo, die erstmals lebensverlängernde Krebsimmuntherapien entwickelt haben, zeigt die Bedeutung des Therapieansatzes", sagt Merseburger. Ziel der Immuntherapien ist es, das Immunsystem der Patienten gegen Krebszellen zu mobilisieren. "Wir setzen den Wirkmechanismus sogenannter Checkpoint-Inhibitoren im Rahmen von klinischen Studien in der Patientenbehandlung ein, um die Zulassung neuer Medikamente zur Behandlung von Nieren- und Blasentumoren zu erreichen und unseren Patienten Zugang zu modernsten Therapien zu geben", erklärt Merseburger. Dabei handelt es sich um pharmazeutisch hergestellte Antikörper, die dem Patienten per Infusion zugeführt werden. Sie wirken gegen natürliche Barrieren des Immunsystems und ermöglichen es den körpereigenen Immunzellen, den Tumor zu erkennen und zu bekämpfen. Bislang profitieren vor allem Patienten mit fortgeschrittenem Nieren- und Harnblasenkrebs von dieser Therapie.

Für den onkologischen Schwerpunkt der Klinik ebenfalls bedeutsam ist die Weitentwicklung der minimalinvasiven laparoskopischen Chirurgie durch "Da Vinci": Die roboterassistierte Chirurgie wurde 2017 am Campus Lübeck in Kooperation mit der Chirurgie und der Frauenheilkunde etabliert. Das OP-System wird seitdem interdisziplinär genutzt. Beim Operieren mit dem "Da Vinci-Robotersystem" steht der Chirurg nicht direkt am Operationstisch, sondern steuert die Instrumente von einer Konsole, die sich mit im OP-Saal befindet. Ein Computer überträgt die Handbewegungen des Operateurs präzise und völlig zitterfrei auf die Roboterarme und Spezialinstrumente. Gleichzeitig ermöglicht das System eine 15-fach vergrößerte, hochauflösende und dreidimensionale Sicht auf das Operationsgebiet. "Feinste Nerven- und Gefäßstrukturen lassen sich erkennen, so dass wir entsprechend schonend vorgehen können. Damit erreichen wir eine bisher nicht gekannte Präzision", sagt Merseburger. Das robotergestützte System kommt in erster Linie bei Prostata-Entfernungen und Nierenoperationen zum Einsatz. Aber auch bei rekonstruktiven Eingriffen wie dem Wiederannähen des Harnleiters hat sich "Da Vinci" bewährt. Minimalinvasive Eingriffe zeichnen sich durch weniger Schmerzen nach dem Eingriff, bessere kosmetische Ergebnisse, kürzere Krankenhausaufenthalte und weniger Wundinfektionen aus.

Merseburger: "Unsere Klinik bildet heute das gesamte Spektrum der modernen Urologie ab. Besonders sehen wir dem Umzug in den hochmodernen Neubau des UKSH im nächsten Jahr entgegen. Die Vorbereitungen laufen auch in unserer Klinik bereits auf Hochtouren." Jedes Jahr werden 2000 Patienten stationär und circa 5000 Patienten ambulant in der Klinik behandelt.

Das weltweit modernste roboterassistierte Operationssystem vom Typ da Vinci Xi wird seit 2017 interdisziplinär am Campus Lübeck genutzt. Foto: UKSH

Das weltweit modernste roboterassistierte Operationssystem vom Typ da Vinci Xi wird seit 2017 interdisziplinär am Campus Lübeck genutzt. Foto: UKSH


Text-Nummer: 125852   Autor: UKSH   vom 03.11.2018 15.59

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