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Handball: VfL Lübeck-Schwartau verliert knapp in Essen

Der VfL Lübeck-Schwartau wird nicht gerade vom Glück verfolgt. Gegen den favorisierten TUSEM aus Essen mussten sich die Ostholsteiner trotz einer bärenstarken Partie in der letzten Sekunde mit 30:29 geschlagen geben.

Die Lübecker zeigten sich nach dem erfolglosen Doppelspieltag vom vergangenen Wochenende gegen den Turn und Sportverein Essen-Margarethenhöhe gut erholt. Die erste Heimniederlage gegen Hagen war verdaut. Und auch von Anlaufschwierigkeiten vergangener Auswärtsspiele war nichts zu sehen. Eine von Beginn an wache Abwehr war die Basis für ein frühes 0:3. Besonders der wieder einmal starke Dennis Klockmann zwischen den Pfosten zog den so offensivstarken Essenern (31 Tore im Schnitt) den Zahn. Egal ob Tempogegenstoß, freie Würfe vom Kreis oder 7-Meter, Klockmann hatte viele Hände am Ball (knapp 40 Prozent gehaltene Bälle in der ersten Hälfte). Der VfL erlaubte den Essenern so erst in der 5. Minute das erste Tor.

Ein sichtlich unzufriedener TuSEM-Trainer Jaron Siewert sah sich damit schon früh genötigt, zur ersten grünen Karte zu greifen – Auszeit für Essen in der 7. Minute. Danach stellten die Gastgeber die Abwehr auf 5:1 um, wurden etwas offensiver.

Der Lohn: einige technische Fehler der Schwartauer und die erste Führung der Heimmannschaft in der elften Minute (6:5), allerdings postwendend wieder ausgeglichen durch Markus Hansen. So ging es in einem temporeichen Spiel weiter: Essen legte vor, Schwartau glich aus, ging selbst in Führung, aber Essen kam zurück – keines der beiden Teams konnte sich absetzen.

Torge Greve zur ersten Halbzeit: „Wir sind gut ins Spiel gekommen, führen früh 4:1. Leider haben wir Essen danach mit einigen leichten Fehlern zurück ins Spiel geholt und konnten unsere Überzahlsituationen nicht so erfolgreich abschließen, wie ich mir das grundsätzlich vorstelle.“

Gefreut haben dürfte VfL-Trainer Torge Greve immerhin, dass ihm mit Pawel Genda endlich wieder eine weitere torgefährliche Alternative im Rückraum zur Verfügung steht. Der Pole überzeugte nach seinem Nasenbeinbruch mit sechs Toren und war damit neben Antonio Metzner erfolgreichster Werfer seiner Mannschaft.

Etwas hektisch verliefen dann die letzten Minuten der ersten Hälfte: Essen glich
zum 13:13 aus, der VfL erhielt zwei Zeitstrafen und der Gastgeber nutzte dies zum 14:13. Aber eine Sekunde vor der Halbzeitsirene traf Steffen Köhler zum 14:14.

Durchgang zwei begann wie der erste endete. Der VfL war dynamisch, zweikampfstark und fand im Angriff häufig gute individuelle Lösungen, teilweise auch sehr überraschende. Ein Beispiel? Jan Schult spielte im rechten Rückraum, traf auch von der ungewohnten Position (insgesamt fünf Tore) und sorgte immer wieder für viel Gefahr.

Etwa bis zur 45 Minute sah vieles nach dem zweiten Auswärtserfolg aus, auch weil die Lübecker zu einfachen Toren kam, die Defensive die Essener vermehrt zu unklaren Aktionen im Angriff zwang und Dennis Klockmann scheinbar immer im richtigen Moment die Bälle hielt -mit insgesamt 16 Paraden und zwei gehaltenen Siebenmetern.


Text-Nummer: 126229   Autor: VfL/red.   vom 19.11.2018 09.05

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