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HL-live.de

Mittwoch,
der 20. März 2018






Lübecker Schüler zu Gast im Bundesministerium

Der Jugendpressetag lud 85 junge Journalistinnen und Journalisten nach Berlin ein. Darunter zwei Schüler des Johanneums zu Lübeck. Sie hatten auch die Gelegenheit, an einer Pressekonferenz mit Bundesbildungsministerin Anja Karliczek teilzunehmen.



Im Jahr 2000 initiierten das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Initiative Wissenschaft im Dialog die Wissenschaftsjahre, in dessen Rahmen über aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen informiert und der Dialog zwischen Forschung und Öffentlichkeit gefördert wird. 2018 steht unter dem Thema "Arbeitswelten der Zukunft". Deshalb hat der Jugendpressetag sowohl in das Bundesministerium für Bildung und Forschung zu einer Presse-Konferenz mit Anja Karliczek, als auch zu einer exklusiven Führung durch das Zukunftsmuseum "Futurium", welches erst im September nächten Jahres eröffnet wird, eingeladen.

Nach dem Check-In und einem kleinen Begrüßungssnack wurden die Teilnehmer vom Veranstalter Christian Kolb im Konferenzsaal des Bundesministeriums und wenig später von Bundesministerin Anja Kaliczek begrüßt. Nach einem kurzen Eingangsstatement der Ministerin begann die Presse-Konferenz, bei der die Teilnehmer die Möglichkeit hatten, Fragen zu stellen.

Ein großes Thema, zu dem es viele Fragen gab, war die Digitalisierung an Schulen. Dabei kam Frau Kaliczek immer wieder auf den DigitalPakt Schule zu sprechen. Dieser soll für eine bessere digitale Ausstattung an Schulen, zum Beispiel durch Smartboards, und für gut qualifizierte Lehrer und Lehrerinnen sorgen. Auch in vielen Lübecker Schulen wird momentan an der Digitalisierung gearbeitet, Smartboards und auch Notebook-Klassen werden eingeführt.

Desweiteren wurde über den Leistungsdruck an Schulen gesprochen. Anja Kaliczek erinnert sich, dass dieser früher nicht so groß gewesen sei. Sie hat die Auffassung, dass nicht jeder ein Abitur machen muss, man könne sich nach einer Erstausbildung auch sehr gut weiterbilden. Wenn man hinter seinem Beruf stehe, hätte man ebenfalls gute Chancen auf Erfolg, denn "die Freude am Lernen macht uns leistungsfähig". Die Bundesministerin ist der Meinung, Schule werde meist schlechter geredet, als sie eigentlich sei. Man solle gucken, was gut läuft. Deutschland habe ein sehr leistungsfähiges Schul- und Hochschulsystem. Die individuellen Stärken würden besser gefördert als in anderen Ländern. Dadurch steige das allgemeine Leistungsniveau an. Deshalb sei es auch wichtig, dass Bildung Ländersache bleibe, sodass die Ausgestaltung der Programme auf die einzelnen Bundesländer und Schulen abgestimmt werden kann. Daraufhin kam jedoch die Frage auf, weshalb die Klassen immer größer würden, wenn doch auf der anderen Seite die einzelnen Begabungen gefördert werden sollen. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung gab zu, dass die Kapazitäten nicht vorhanden sind und dass Deutschland in Bezug auf die steigende Schülerzahl und den großen Lehrermangel vor einer Herauforderung steht.

Auf die Frage, warum es immer weniger Handwerker gebe, erklärte sie, dass es immer mehr Gymansien gibt und immer mehr Schüler auf ein Gymansium gehen. Traditionell seien diese aber nicht für Handwerksberufe ausgelegt. Zudem streben viele Schüler an, mit einem Abitur zu studieren, als eine Ausbildung zu machen und einen Handwerksberuf zu erlernen.

Generell sei es wichtig, dass Theorie und Praxis enger zusammenarbeiten und zwischen diesen beiden Säulen ein verbindendes Netz aufgespannt wird. Ähnlich solle nicht nur in Bezug auf künstliche Intelligenz aus Forschung Realität werden. Man solle Geld in die Forschung stecken und risikobereit sein um die Entwicklung weiter heranzubringen und somit zudem neue Märkte erschließen.

Die Bundesministerin beantwortete viele Fragen und stellte sich für weitere Antworten per Mail zur Verfügung.

Nach der Presse-Konferenz wurden Gruppen-, sowie Einzelfotos mit Anja Karliczek gemacht. Nach einem Mittagsimbiss im Ministerium ging es weiter zum Futurium, wo Direktor Dr. Stefan Brandt die Teilnehmer durch das Museum führte.

Das Futurium befasst sich, ganz wie der Name sagt, mit der Zukunft. Was genau aber "Zukunft" sei, darüber gab es von den Teilnehmern verschiedene Ansichten. Für den Einen bedeutet Zukunft Technik und künstliche Intelligenz. Ein anderer fand den Begriff komisch, weil Zukunft etwas Ungewisses sei. Und wieder ein anderer war der Meinung, dass Zukunft nie zu Ende geht und einen ständig Weiterentwicklung bedeutet. Durch ihre Beeinflussbarkeit könne die Zukunft aber auch Gefahren bergen.

Das Futuruim fasst viele dieser Ansichten zusammen. Im Zukunftsmuseum, -labor, -forum und an der Zukunftsbühne können Besucher zukünftig nicht nur Zukunftsvisionen bestaunen, sondern auch selbst be-"greifen". Neben dem Basteln mit dem 3D-Drucker können auch Konversationen mit Robotern geführt werden oder im Restaurant des Museums "Zukunftsessen" verkostet werden. Auch, wenn man nicht immer vor Ort sein kann, können sich Schulen und einzelne Schulklassen mit Hilfe des Fututium-Unterrichtsmaterials mit dem Thema in verschiedenen Bereichen befassen. Das Museum öffnet im September 2019 seine Türen zur Zukunft.

Nach der Verabschiedung im Museum hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die Hauptstadt zu erkunden, bevor es mit dem Zug wieder zurück nach Hause ging.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek mit Lilly Hardt und Flemming Baumgart aus Lübeck. Fotos: BMBF

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek mit Lilly Hardt und Flemming Baumgart aus Lübeck. Fotos: BMBF


Text-Nummer: 127048   Autor: Lilly Hardt   vom 29.12.2018 11.00

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