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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Montag,
der 17. Juni 2019






Warten auf ein Haus für die Lübecker Völkerkunde

Von einem spannenden und arbeitsreichen Jahr, vor allem im Blick auf die Lübecker Völkerkunde, sprach Professor Dr. Renate Kastorff-Viehmann am heutigen Samstagmittag beim Jahresempfang der Gesellschaft für Geographie und Völkerkunde (GGV). Mitglieder sowie Vertreter von Politik, Wirtschaft und Kultur hatten sich auf der Diele im Haus Mengstraße 41 versammelt.

Nur in Stichworten ging die Vorsitzende der GGV auf das Jahr 2018 ein, das wichtige Beschlüsse gebracht habe. Der Kulturausschuss und dann am 29. November die Bürgerschaft hätten den Schließungsbeschluss von 2002 wieder aufgehoben, um zeitnah und dauerhaft ein Haus für die Völkerkunde zu finden und die bedeutende Sammlung wieder öffentlich zugänglich zu machen.

Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Wolfgang Nescovic sei dabei, ein Konzept zu erstellen. Es soll im Sommer vorliegen, um im kulturpolitischen und politischen Raum beraten zu werden. Neben Vorträgen, Diskussionen und anderen Veranstaltungen werde sich die GGV weiterhin als „Pressure-Group“ betätigen und die Entwicklung genau verfolgen, sagte Dr. Kastorff-Viehmann.

In einer kurzen Rede stellte sich der neue Leiter der Völkerkundesammlung, Dr. Lars Frühsorge, vor. Er bedankte sich bei seiner Vorgängerin, Dr. Brigitte Templin, die ihm vor einigen Jahren einen Ein- und Überblick über die Lübecker Schätze gegeben hatte. Frühsorge schilderte einige Stationen seines Lebens. Der gebürtige Preetzer mit Vorfahren unter den Hamburger Kaufleuten beschäftigte sich im und nach dem Studium vor allem mit den Völkern Mittel- und Südamerikas, zum Beispiel mit der Kultur der Maya.

Nach Jahren des Reisens und publizistischen Tätigkeiten habe es ihn 2010 „in die Museumswelt verschlagen“. Für das damalige Hamburger Museum für Völkerkunde habe er eine Maya-Ausstellung kuratiert. Die Lübecker Sammlung habe bei ihm „Liebe auf den ersten Blick“ ausgelöst. Hunderttausend Jahre Menschheitsgeschichte studieren zu können, sei faszinierend.

Als weitere Besonderheit der Lübecker Sammlung hob Frühsorge hervor, dass die rund 26.000 Objekte nicht Ergebnis von Raubzügen sind. Vielmehr hätten Kaufleute, Forscher und Reisende Stücke erworben und mitgebracht. Deshalb stelle sich die Frage einer Rückführung nur am Rande.

Frühsorge berichtete vom Besuch einer Wissenschaftlerin aus dem afrikanischen Gabun. Sie sei begeistert von Stücken aus ihrer Heimat gewesen, habe Schriften entziffert und übersetzt. Viele Ethnien seien an einer „Rückgabe von Wissen, nicht von Gegenständen“ interessiert. Intensive Gespräche mit den Vertretern aus der Bürgerschaft, der Kulturstiftung sowie von Lübecker Stiftungen füllten die Mittagsstunden.

Die Lübecker Völkerkundesammlung umfasst wertvolle Objekte aus aller Welt. Foto: JW/Archiv

Die Lübecker Völkerkundesammlung umfasst wertvolle Objekte aus aller Welt. Foto: JW/Archiv


Text-Nummer: 127451   Autor: TD   vom 19.01.2019 15.21

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