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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 23. Mai 2019






Spannende Frage im Partout: Wie löst man ein Verhältnis?

Wir leben in einer schnellen Zeit. Partnerschaften werden eingegangen, bald wieder beendet. Notfalls per SMS: "Weißt du, wer wieder Single ist? Du!" Wie die Trennung eleganter hinzubekommen ist, beschreibt der französische Autor Tristan Petitgirard in seiner Komödie "Trennung frei Haus". Seit diesem Wochenende ist das Stück im Theater Partout in der Königstraße zu erleben.

Das turbulente Spiel beginnt vor dem Vorhang, und es beginnt sozusagen klassisch. Aus dem Lautsprecher tönt der Hochzeitsmarsch aus Mendelssohns "Sommernachtstraum". Dazu die Stimme des Pastors "Und so frage ich dich denn..." Aber da hat die Platte einen Sprung.

Eric erscheint auf der Szene, stellt sich als Inhaber einer Trennungsagentur vor. Ihm kann man die Aufgabe anvertrauen, ein Verhältnis zu beenden. Er hat sogar mehrere Modelle im Angebot, von der mitfühlend bedauernden Methode bis zum harten Schnitt. Mit und ohne Extras. Eric fühlt sich als Sozialarbeiter. Er mag die Vokabeln Paartrenner oder Schlussmacher nicht. Seine Definition: "Ich helfe Menschen, ihre Partner zu befreien."

Nach dieser Einführung klingelt das Handy: Ein neuer Auftrag. Der Vorhang öffnet sich, gibt den Blick frei in eine elegante Wohnung in Paris. (Für Bühne und Regie ist Uli Sandau verantwortlich.) Pauline, eine junge Dame, erwartet ihren Liebhaber Hyppolite. Statt dessen erscheint Eric mit der Botschaft. Sie bleibt ihm im Halse stecken, denn Pauline ist seine Ex. Vier Jahre zuvor hat sie ihn verlassen. Mit harter Methode.

Jetzt freut sie sich über die Rosen, die zu den bestellten Extras gehören, lädt Eric zum Essen ein. Natürlich erscheint auch Hyppolite. Der hat es sich anders überlegt, den Auftrag telefonisch storniert, was nicht angekommen ist. Was dann bei der Dreierparty passiert, ist oft überraschend, komisch in jedem Fall.

Die Dialoge sind spritzig, die Situation manchmal zum Schreien, und nicht erst am Schluss zeigt sich, dass menschliche Gefühle sehr komplex sein können, nicht auf Knopfdruck ein- oder auszuschalten. Uli Sandau hat das sehr gut umgesetzt. In seiner Inszenierung gibt es Stellen zum Nachdenken, aber weder Längen noch unbegründete Pausen. Wenn man meint, nun sei die Lage klar, kommt garantiert eine neue Variante von Zweisamkeit ins Spiel, erwachsen aus gemeinsamer Vergangenheit.

Als stärkste Person erweist sich Christina Völz als Pauline: natürlich, frisch, fröhlich zu Beginn. Später wird sie energisch, kann ausflippen, behauptet sich spielend gegenüber beiden Partnern. Alexander Kruuse Mattin (Eric) kann sehr gut zwischen dem leicht salbungsvollen Berufston an der Trennungstür und dem Menschen mit Gefühlen und Bedürfnissen unterscheiden.

Fabian Männel als Noch-Liebhaber Hyppolite fällt als eifersüchtiger Heißsporn immer wieder aus der Rolle, macht aber auch die innere Unsicherheit der Figur deutlich. Das Publikum im ausverkauften Haus unterhielt sich bestens und feierte das kleine Ensemble gebührend. "Trennung frei Haus" steht im März und April jeweils freitags und samstags auf dem Programm des Partout. Ausnahme sind Karfreitag und Karsamstag.

Spannendes Trio: Christina Völz, Alexander Kruuse Mettin und Fabian Männel. Foto: Margret Witzke

Spannendes Trio: Christina Völz, Alexander Kruuse Mettin und Fabian Männel. Foto: Margret Witzke


Text-Nummer: 128604   Autor: TD   vom 10.03.2019 09.06

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