Please enable JavaScript!
Bitte aktiviere JavaScript!
S'il vous plaît activer JavaScript!
Por favor,activa el JavaScript!
antiblock.org

Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.
HL-live.de

Sonnabend,
der 20. April 2019






Drei Wildunfälle an der Krummesser Landstraße

Die Tage werden länger, die Nächte kürzer – und die Uhren wurden auf die Sommerzeit umgestellt. Nicht nur der Mensch hat Schwierigkeiten mit diesen Gegebenheiten, auch das Wild muss damit klar kommen. Wulf-Heiner Kummetz, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Lübeck, berichtet von drei Wildunfällen am Dienstagmorgen auf der Krummesser Landstraße. In einem Fall fuhr der Autofahrer einfach weiter und kümmerte sich nicht um das verletzte Tier.

Um die Hansestadt Lübeck herum gibt es sehr viele Rehe. Noch bis vor ein paar Tagen sind sie gemeinsam in großen Gruppen, so genannten Sprüngen, auf den Feldern zu sehen gewesen. Jahreszeitenbedingt teilt sich das Rehwild nun auf und legt seine persönlichen Reviergrenzen fest. Und so verjagt die tragende Ricke in dieser Jahreszeit ihre knapp einjährigen Kinder aus dem Vorjahr, um in Ruhe ihre demnächst zur Welt kommenden Kitze aufziehen zu können. Auch die Rehböcke, gut zu erkennen am Gehörn auf dem Kopf, beginnen jetzt damit ihre Einstände zu sichern. Das hat noch nichts mit der Paarungszeit, auch Blattzeit genannt, zu tun, denn diese beginnt erst Ende Juli, Anfang August.

"Es bewegt sich also momentan etwas in Wald, Feld und Flur – im wahrsten Sinne des Wortes. Und so sind vor allen Dingen in den Morgen- und in den Abendstunden 'Revierflüchtlinge' unterwegs, die teilweise wie von Sinnen über die Straßen laufen. Ich wurde heute Morgen zu drei Widunfällen an der Krummesser Landstraße gerufen", sagt Wulf-Heiner Kummetz, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Lübeck. Angefahren wurden zwei Rehböcke und ein Marder, von denen zumindest noch ein Rehbock mit abgefahrenem Hinterbein vom benachbarten Revierinhaber erlöst werden musste. "Besonders erschüttert hat mich die Tatsache, dass ein Fahrzeugführer den Unfallort ohne Meldung verlassen hat", so Kummetz.

"Kein Autofahrer fährt mutwillig ein Tier an, dennoch sollten die Kraftfahrzeugführer wissen, dass ein Wildunfall ein Unfall – und somit meldepflichtig ist. Ich appelliere an das Verantwortungsbewusstsein der Autofahrer: Wer ein Tier anfährt, soll den Unfallort absichern, die Polizei anrufen und am Unfallort auf sie warten. Die Polizisten kümmern sich um alles und informieren auch umgehend den Jagdausübungsberechtigten, der das möglicherweise noch schwer verletzte Tier von seinen Qualen erlösen kann."

Bis sich das Rehwild an die neue, helle Jahreszeit gewöhnt hat, wird es noch ein paar Wochen dauern. In dieser Zeit sollten Autofahrer also mit besonders hoher Aufmerksamkeit unterwegs sein. Dort, wo Schilder mit dem Hinweis Wildwechsel zu sehen sind, gilt: Fuß vom Gas und immer bremsbereit sein.


Text-Nummer: 129506   Autor: KreisjägerS/red.   vom 16.04.2019 21.12

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über Kontaktformular

Text ausdrucken.


Kommentare sind am Wochenende leider nicht möglich.



Kommentare zu diesem Text:

Hans schrieb am 17.04.2019 um 00.16 Uhr:
Da hat wohl nicht nur der Marder vergessen, seine Uhr umzustellen 🤣

Melanie Teege schrieb am 17.04.2019 um 00.51 Uhr:
Es war heute morgen ein schrecklicher Anblick den abgefahrenen Rehbock vorzufinden.
Eine unsagbare Wut auf den Unfallverursacher der einfach weiter gefahren ist und such so muss ich es leider mal sagen auf die Polizei
Ich habe eine dreiviertel Stunde neben dem Tier gewartet bis ich eigenständig beim Jäger anrief der das Tier erlösen kam
Über eine Stunde verging
Also Fuß vom Gas auch das Wild hat ein Recht auch leben

Barbara schrieb am 17.04.2019 um 10.48 Uhr:
Das stelle ich mir wirklich schrecklich vor! Wie kann man denn bitteschön einfach weiterfahren und jemand anderem zumuten, sich darum kümmern zu müssen. Gibt es wirklich Leute, denen so etwas egal ist? Vermutlich nur daran gedacht, dass man zu spät zur Arbeit kommt, oder wie? Wie schön wäre es, wenn Ignoranz und Arroganz tödliche Krankheiten wären! Dann müssten sich aber etliche Leute komplett umstellen. Tiere können nichts dafür, dass sie auf dem gleichen Planeten wie wir leben. Ein bisschen Respekt sollte man für alle Lebewesen haben.

MaBu schrieb am 17.04.2019 um 23.05 Uhr:
Das Rehwild muss sich nicht an irgendeine "hellere" Jahreszeit gewöhnen. Es lebt mit der Natur und nicht mit der Uhr...

Melanie Teege schrieb am 18.04.2019 um 07.21 Uhr:
@Hans dein Kommentar hättest du dir schenken können , das war kein schöner Anblick
Du gehörst anscheinend in diese Kategorie Mensch wo ein Tier nicht viel zählt
(...)
Karma im nächsten Leben würde ich dir doch wünschen als marder oder Rehbock zur Welt zu kommen


HL-live.de Flohmarkt

Nachrichten:
Polizei & Feuerwehr
Stadtgeschehen
Politik
Kultur & Theater
Wirtschaft
Sport
Veranstaltungskalender

Service:
Flohmarkt
Wetter
Notdienste
Stadtplan
Archiv
RSS und App
Newsletter

Werbung

Kontakt:
Meldung schicken
Veranstaltungs-Tipp
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz








Zur Ansicht für Mobiltelefone wechseln.