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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Mittwoch,
der 22. Mai 2019






Hiller-Ohm für doppelte Widerspruchslösung bei Organspenden

Der Gesetzentwurf zur Regelung der doppelten Widerspruchslösung im Transplantationsgesetz von Karl Lauterbach und Jens Spahn wird Ende Juni in erster Lesung im Bundestag beraten. Bereits im November 2018 hatte es dazu eine Orientierungsdebatte gegeben. Derzeit werden unter den Abgeordneten verschiedene Möglichkeiten diskutiert.

Hierzu erklärt die Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD):

(") Ich setze mich für die doppelte Widerspruchslösung bei der Organspende ein. Sie sieht vor, dass künftig alle Menschen Organspender sind, solange sie nicht ausdrücklich widersprechen. Liegt bei einem potentiellen Spender oder einer Spenderin kein schriftlicher Widerspruch vor, werden die Angehörigen befragt, die dann entscheiden müssen. Legen sie Widerspruch ein, darf kein Organ entnommen werden. Wichtig ist für mich, dass zu diesem Gesetzentwurf die Einrichtung eines Zentralregisters gehört, in dem die Erklärungen zur Organentnahme erfasst werden. Dort kann dann auch festgelegt werden, welche Organe gegebenenfalls nicht entnommen werden sollen. Der behandelnde Arzt oder die Ärztin wird dadurch gesetzlich verpflichtet, mit einer Anfrage bei dem Register sicherzustellen, ob eine Erklärung des möglichen Organspenders vorliegt und welche Organe entnommen werden dürfen.

Ich sehe in der doppelten Widerspruchslösung vor allem die Chance möglichst vielen Menschen zu helfen, die ein Organ brauchen. Die Not ist groß, uns fehlen zu viele Spender. Aktuell warten über 10 000 Menschen auf ein lebensrettendes Organ. Etwa 1000 jährlich von ihnen sterben, während sie auf der Warteliste stehen. Davon betroffen sind auch viele Kinder. Das finde ich schmerzlich. Hier müssen wir handeln.

Zwar befürworten 84 Prozent der Deutschen Organspenden, aber nur 36 Prozent haben einen Spendenausweis. Am guten Willen oder an einer positiven Einstellung zur Organspende mangelt es also nicht, aber es fehlt ein passendes Gesetz, in dem sich diese Einstellungen auch widerspiegeln. Deshalb befürworte ich die doppelte Widerspruchslösung und unterstütze den Gesetzentwurf zur Regelung der doppelten Widerspruchslösung im Transplantationsgesetz. (")

Die Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm unterstützt die doppelte Widerspruchslösung bei Organspenden.

Die Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm unterstützt die doppelte Widerspruchslösung bei Organspenden.


Text-Nummer: 130133   Autor: GHO   vom 15.05.2019 10.34

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Kommentare zu diesem Text:

Andreas Asylanti schrieb am 15.05.2019 um 10.54 Uhr:
Wie stimmt wohl die Lübecket CDU-Bundestagsabgeordnete Schmidtke ab?

Wir werden diese Offenheit kaum erfahren, oder doch?

Otto Schneider schrieb am 15.05.2019 um 11.20 Uhr:
Der Mensch sollte grundsätzlich kein Ersatzteillager sein.
Und erst recht nicht, wenn dabei ökonomische Aspekte nicht unerheblich eine Rolle spielen.

Dass sich jetzt Menschen anstrengen müssen, zu dokumentieren, dass sie NICHT Organspenden möchten, geht an die persönliche Freiheit und Unversehrtheit eines Jeden.

Gerne kann jeder nach seiner freien Entscheidung Organspenden und damit auch welche bei Bedarf erhalten, aber eben nicht über den heimlichen Umweg des versteckten Zwangs.
Jeder weiß, dass es Fehler in der Datenübertragung geben kann, was hier fahrlässig in Kauf genommen wird.

Es gibt einige feste Auffassungen, warum jemand keine Organe spenden möchte.
Diese sollten aus ethischen Gründen vorrangig respektiert werden.

dr med r.tetzlaff-g sucht Geschäftsordnung d.Bundestages schrieb am 15.05.2019 um 12.24 Uhr:
@ Asylanti
Sie könnten die namentliche Abstimmung erzwingen. Wie ,steht in der Geschäftsordnung des Bundestages.
P.s.: Bei meiner letzten Anfrage bei Frau Eymer (CDU) war leider kein zusendungsfähiges Geschäftsordnungs-Exemplar im Fraktionsbüro der Bundestag-CDU greifbar.
Würde mich nun nach Jahren über ein Papierexemplar
in meinem Briefkasten freuen.
Ehemalige Praxisadresse (Neben ehemaligen Parteibüro der CDU):

Travemünder Allee 4 a
23568 Lübeck

Walter Koch schrieb am 15.05.2019 um 12.37 Uhr:
Mir kommt immer dieser Verdacht, daß ein weniger wohlhabender Patient im Krankenhaus nicht so intensiv am Leben erhalten wird, wie es medizinisch möglich wäre, weil er oder seine Kasse es nicht bezahlen. Ob das so stimmt mag jeder selbst entscheiden, der als normaler Kassenpatient mal einen Arzttermin braucht oder bestimmte Leistungen nicht erhält. Privat Versicherte und Selbstzahler sind da anders gestellt.

Schlimmer wird es bei der Organspende, wenn ein Patient medizinisch machbare Leistungen nicht erhält UND DANN noch als Organspender dient, weil niemand widerspricht. Womöglich sogar schneller stirb, weil seine Organe passen. Ethisch undenkbar? Medizinerehre? Na klar, bei den meisten schon.

Vielleicht sollte man erst einmal das Versicherungssystem reformieren. Alle zahlen ein. Auch Selbständige, Beamten, Aktionäre und Immobilienbesitzer. Alle zahlen den gleichen Prozentsatz auf ihr gesamtes regelmäßiges Einkommen. Ohne Begrenzung. Wer Millionen verdient darf auch auf diese Einkünfte zum Gesundheitssystem beitragen.

Dann reden wir noch einmal über Organspenden. Verknüpft mit dem Personalausweis oder der Krankenkassenkarte läßt sich eine eindeutige Willenserklärung speichern. Ohne Willenserklärung kein Ausweis. Sollte man schriftlich oder online beantragen können und auch wieder ändern können. Daten müssen online abrufbar sein.

Jemandem die Organe zu entnehmen, ohne daß er je gefragt wurde oder sich darüber Gedanken gemacht hat, halte ich für unredlich - auch wenn dadurch Leben gerettet werden können.

Ein System in dem jeder verpflichtet wird eine Entscheidung für oder gegen die Organspende zu treffen und dies bewußt entscheiden muß wäre die Lösung. Zur Not könnte in jeder Arztpraxis ein Formular liegen, daß vor Behandlung ausgefüllt wird. Die Daten gehen dann in die Krankenakte und zur Krankenkasse. Bei der elektronischen Patientenakte, die sofort abrufbar ist - alles kein Problem.

Horst Mahler schrieb am 15.05.2019 um 13.00 Uhr:
(...)

Und dass jeder Mensch einfach mal so zum Ersatzteillager gemacht wird, ist moralisch und ethisch eine unglaubliche Schweinerei. Es wird darauf spekuliert, dass die meisten nicht dran denken oder vergessen, sich darum zu kümmern, wenn sie es nicht wollen. Und dann heißt es eben "Tja, Pech gehabt!" Und dann werden die Messer gewetzt.

Ohne mich! Lieber lasse ich mich zu Katzenfutter verarbeiten!


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