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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Dienstag,
der 25. Juni 2019






Schülerin aus Lübeck gewinnt landesweiten Plakatwettbewerb

"Bunt statt blau": Unter diesem Motto beteiligten sich im Frühjahr bundesweit fast 9.000 Schülerinnen und Schüler am Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das sogenannte Komasaufen bei Jugendlichen. In Schleswig-Holstein kommt das beste Plakat für die Präventionskampagne der Krankenkasse von der 16-jährigen Anna Krauß aus Lübeck. Sie setzte sich gegen mehr als 700 Teilnehmer durch und wurde zusammen mit den anderen Landessiegern in Kiel geehrt.

"Mit meinem Bild möchte ich darstellen, dass wir nie Andere, wie zum Beispiel Freunde, dafür verantwortlich machen können, wenn wir am Tag nachdem man zu viel Alkohol getrunken hat einen Kater oder Schlimmeres haben. Die Entscheidung trägt jeder Jugendliche für sich selbst. Es ist mir wichtig zu zeigen, dass es immer eine Alternative gibt", so beschreibt Anna Krauß ihr Siegerplakat. Mit der beeindruckenden Arbeit gewann die sechzehnjährige Schülerin der Thomas-Mann-Schule Lübeck den Hauptpreis von 300 Euro.



Anna Krauß aus Lübeck hat den landesweiten Plakatwettbewerb gewonnen. Bild: DAK.

Der zweite Platz ging an Mattis Margenberg (17) und Richard Eggers (16) aus der der elften Klasse vom Gymnasium Altenholz. Den dritten Rang belegte die 15-jährige Marina Jensen aus Meyn. Sie besucht die Klasse 9c des Alten Gymnasiums in Flensburg. Den Sonderpreis "Jüngere Künstler" erhielten die beiden Mädchen Anna Engelhard (13) und Cindy Huang (13) vom Katharineum Lübeck.

"Die Plakate machen auch im zehnten Jahr der Präventionskampagne deutlich, dass es uncool ist, sich bewusstlos zu trinken", sagt Cord-Eric Lubinski, Leiter der DAK-Landesvertretung Schleswig-Holstein. "Jugendliche müssen lernen, mit Alkohol vernünftig umzugehen. Das sehen wir an der hohen Anzahl von Alkoholvergiftungen." 2017 kamen nach aktueller Bundesstatistik 21.721 Zehn- bis Zwanzigjährige volltrunken in eine Klinik, 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr. In Schleswig-Holstein ist nach Angaben der DAK-Gesundheit die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen (681) gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent gestiegen.

Die Plakate, die Schüler bei "bunt statt blau" gestalten, sind tatsächlich für Gleichaltrige besonders eindrucksvoll: Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel hat in einer Online-Studie mit 1.273 Teilnehmern ihre Wirkung im Vergleich zu konventionellen Warnhinweisen untersucht. Demnach verstärken die von der Zielgruppe selbst gemalten "bunt statt blau"-Plakate die Wahrnehmung, dass Alkoholkonsum schädlich ist. Sie haben eine stärker sensibilisierende Wirkung als traditionelle, eher an Erwachsene gerichtete, Warnhinweise.

Im Juni wählt eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler, dem DAK-Vorstandschef Andreas Storm und den Experten vom IFT-Nord die Bundesgewinner 2019.

Den Plakatwettbewerb gibt es mittlerweile seit zehn Jahren. Insgesamt haben seit 2010 mehr als 100.000 Schüler an der Aktion teilgenommen, die im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne genannt wird. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen wie beispielsweise den internationalen Deutschen PR-Preis.

Steht zu oft im Mittelpunkt: Der Alkohol. Foto: JW.

Steht zu oft im Mittelpunkt: Der Alkohol. Foto: JW.


Text-Nummer: 130331   Autor: DAK/Redaktion   vom 22.05.2019 10.31

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