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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Montag,
der 22. Juli 2019






Gebäudeschäden durch Feuer im Norden am höchsten

Der Index für Feuerschäden liegt in Schleswig-Holstein bei 147 und damit rund 50 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Es folgen Mecklenburg-Vorpommern und Lüneburg mit Indexwerten von 135 beziehungsweise 132. Das geht aus regionalen Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor, der so erstmals die Feuergefährdung für ganz Deutschland ausgewertet hat.

Während im Norden die Feuergefahr am höchsten ist, geht das Risiko nach Süden hin deutlich zurück. In den bayerischen Regierungsbezirken Mittelfranken, Schwaben und Oberbayern ist die Feuergefahr im Vergleich zu den nördlichen Regierungsbezirken nur etwa halb so groß.

Unabhängig von der Region sind nach Angaben des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung Elektrizität (33 Prozent) und menschliches Fehlverhalten (17 Prozent) die häufigsten Brandursachen. Daneben gibt es aber auch regionale Unterschiede. "Während im Norden Brandstiftungen eine größere Rolle spielen, bereiten Blitz- und Überspannungsschäden im Süden Probleme", sagt Oliver Hauner, Leiter Sach- und Technische Versicherung, Schadenverhütung und Statistik beim GDV. Häufig sind die Geschwindigkeit der Ausbreitung und die Folgen eines Feuers den meisten Menschen nicht bewusst. "Oft sind es Unwissenheit und Leichtsinn, die zur Katastrophe führen. Und die Folgeschäden eines Brandes werden unterschätzt", so Hauner.

Jährlich zählen die Wohngebäudeversicherer deutschlandweit rund 200.000 Feuerschäden - im Schnitt kommt es also etwa alle drei Minuten zu einer Schadenmeldung. Die Kosten summierten sich 2018 nach vorläufigen Schätzungen auf rund 1,2 Milliarden Euro, ein Anstieg um 150 Millionen Euro im Vergleich zu 2017. Während die Zahl der Schäden konstant blieb, erhöhte sich der Aufwand für einen durchschnittlichen Schaden um rund 700 Euro auf geschätzt 5.730 Euro.

In Schleswig-Holstein sind die Schäden durch Feuer in und an Gebäuden 50 Prozent höher als Bundesschnitt.

In Schleswig-Holstein sind die Schäden durch Feuer in und an Gebäuden 50 Prozent höher als Bundesschnitt.


Text-Nummer: 130963   Autor: GDV   vom 17.06.2019 12.20

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