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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Freitag,
der 23. August 2019






Lübeck:

BfL fordern: Müllverbrennungsanlage statt neuer Deponie

Die Sondermülldeponie am Ihlenberg gilt als wichtiges Element der Entsorgungsinfrastruktur im Norden. Mecklenburg-Vorpommern will die Deponie aber möglichst schnell schließen. Die "Bürger für Lübeck" (BfL) sprechen sich in diesem Fall gegen eine weitere Sondermülldeponie in Norddeutschland aus und fordern stattdessen den Bau einer Müllverbrennungsanlage.

Lothar Möller, BfL-Vorsitzender und Mitglied der Lübecker Bürgerschaft dazu:

(") Wir dürfen keine weitere Sondermülldeponie in Norddeutschland dulden. Um das Müllproblem zu lösen ist, so scheint es, eine Mischung verschiedener Maßnahmen notwendig: geringere Produktionszahlen und längere Nutzung der Produkte, höhere Recyclingquoten, Nutzung von nachhaltigen Materialien, aber auch Ausbau der Müllverbrennung. Im Grunde ist Müll ein fossiler Brennstoff. In Verbrennungsanlagen wird heute schon die durch die Verbrennung entstehende Wärmeenergie abgezapft.

Schweden macht aus 750.000 Tonnen Müll Strom, reduziert seine CO2-Abgase und spült durch gezielte Müll-Verbrennung Millionen in den Staatshaushalt. Schweden ist damit einer von Europas Vorreitern bei effizienter Klimapolitik. Durchschnittlich trägt jede Schwedin und jeder Schwede jährlich 480 Kilo Müll zur Recycling-Station. Metall, Plastik, und Glas werden direkt recycelt. Alles andere kommt – ähnlich wie in der Spittelau Wien – in eine Verbrennungsanlage. 750.000 Tonnen Müll werden so jährlich zu Strom und Wärme umgewandelt. Die CO2-Emission, die bei der Verbrennung entsteht, liegt weit unter den erlaubten Grenzwerten und ist im Vergleich zu Kohle- oder Ölverbrennung weitaus klimaneutraler.

Das füllt wiederum die schwedische Staatskasse. Denn andere Länder bezahlen für die Abgabe ihres Mülls. 2018 verdiente Schweden mehr als 50 Millionen Euro mit Mülltrennung und ökofreundlicher Müllverbrennung. In Müllverbrennungsanlagen werden die Abfälle, die nicht der Verwertung (Recycling) zugeführt werden können, zum Zweck der Volumenreduzierung, verbrannt. Die im Abfall enthaltene Energie wird zur Erzeugung von Strom und/oder Heizwärme genutzt. Das Bundesumweltministerium legte Zahlen vor, wonach das Dioxinaufkommen weniger als ein Prozent ausmacht.

Wird Müll nicht verbrannt, wird er auf Deponien gelagert. Doch was passiert mit den Müllkippen, wenn sie geschlossen werden? Die Kippen einfach nur zu versiegeln und zu begrünen reicht nicht aus. Häufig genug gab es auch Fälle, in denen versiegelte, ehemalige Deponien als Bauland ausgeschrieben wurden. Jahre später musste dieses Land dann als erheblich belastet und gesundheitsgefährdend eingestuft werden – zum Schaden der Anwohner. Deponierung wird die Lösung nicht sein. Dass man in Müllverbrennungsanlagen Müll verbrennt ist nichts Dramatisches. Der Nutzen der Verbrennung, nämlich der Ersatz fossiler Energien und die Erzeugung von Wärme und Strom, bleibt im Land. Außerdem ist Müll, im Gegensatz zu Sonne und Wind, eine verlässliche Energiequelle, die immer anfällt. Die Verbrennung von Abfall bei streng überwachten Anlagen würde die C02 Bilanz weltweit verbessern.

Schadstoffe entstehen bei gleichen Bedingungen ortsunabhängig und werden automatisch in die ganze Welt "exportiert". Nur der Nutzen bleibt im Land des Verheizers. Für unterschiedliche Zwecke gibt es Müllverbrennungsanlagen in unterschiedlichen Größen und Ausführungen. Weltweit ist der Anteil des Abfalls, der in Müllverbrennungsanlagen verbrannt wird, sehr unterschiedlich. In den industrialisierten Ländern ist der Verbrennungsanteil deutlich höher als in den Entwicklungsländern.

Das Problem in Deutschland ist die ideologische Überlagerung der Ver- und Entsorgungsthematik. Dies führt buchstäblich zu Hunderttausenden staatlicher (inklusive kommunaler) Einzelentscheidungen, deren wesentliche Wirkung darin liegt, die Selbstregulierungsmechanismen des Marktes außer Kraft zu setzen und die Kosten nach oben zu treiben. Insbesondere im Bereich Müllentsorgung sind mehrere Jahrzehnte lang die Kosten ständig gestiegen. Es wird Zeit, dass die Müllentsorgung wieder dem Markt überantwortet wird, und dass die Unternehmen die Entsorgung anbieten können, die der Bürger auch will. (")

Lothar Möller, ist BfL-Vorsitzender und Mitglied der Lübecker Bürgerschaft.

Lothar Möller, ist BfL-Vorsitzender und Mitglied der Lübecker Bürgerschaft.


Text-Nummer: 131822   Autor: BfL/Red.   vom 26.07.2019 10.45

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