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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Freitag,
der 18. Oktober 2019






Lübeck - Innenstadt:

30 Jahre Lübecker Dom: Urgestein Betty von Rhein geht in Rente

Sie ist ein Domkind seit sie sechs Jahre alt ist und mit über 30 Jahren Tätigkeit für den Dom ein Urgestein in der Gemeinde. Am Sonntag, dem 18. August 2019, wird Betty von Rhein im Gottesdienst feierlich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Im Anschluss gibt es einen Empfang im Ostchor.

Am 1. November 1988 kam Betty von Rhein als Mitarbeiterin an den Dom zusammen mit ihrem Mann Gerald. Er wurde Domvogt, sie übernahm das Amt der "Stuhlfrau" und war für Sakristei verantwortlich, für die Halskrausen und Talare und hatte ein wachsames Auge auf die geputzten Schuhe aller. "Und ich erinnere mich gut an Zeit, als ich noch klein war – an die damaligen Kinderstunden und den Kindergottesdienst", schmunzelt Betty von Rhein.

Und natürlich an die vielen Jahre am Dom: "Das ist wirklich eine lange Weile, aber langweilig war es nie. Das Wichtigste war mir immer der Dienst am Altar. Das war etwas Heiliges für mich, wie eine kleine Andacht, den Altar mit den Decken und allen Geräten für den Gottesdienst am Sonntag vorzubereiten. Die Altarwäsche wurde auch immer extra gewaschen und kam nicht in die Heißmangel."

Und danach begrüßte Betty von Rhein dann die Menschen, die zum Gottesdienst in den Dom kamen. Da hörte sie viel, was die Menschen bewegte an Freud und Leid, war mitten in der Gemeinde und gar nicht so selten die Vermittlerin zu den Pastoren. In Erinnerung geblieben sind auch die vielen besonderen Ereignisse wie die großen Konzerte des Schleswig-Holstein Musik Festivals oder Einführungen und Verabschiedungen von Bischöfinnen und Bischöfen. Wenn Betty von Rhein erzählt, spürt man ihr die Freude an der Arbeit im Dom ab. Aber sie spricht auch von der Last der großen Verantwortung. "Der Dom ist sehr fordernd gewesen. Manchmal bis nachts – und am nächsten Morgen wieder". Arbeit und Familie zu vereinbaren, das sei manchmal ein Spagat gewesen.

Was gab ihr die Kraft dazu? "Die Gottesdienste, der Dienst am Altar – und die Kinderstunden." Im Frühjahr 1990 übernahm Betty von Rhein die Verantwortung für die Kinder- und Jugendarbeit – und wurde also Nachfolgerin von Frau Fuchs. Die Geschichten der Bibel den Kindern spielerisch nahebringen, das war ihr Ziel. Ihre Augen leuchten, als sie von den besonderen Highlights erzählt: dem Ausflug zum Bauern nach Groß Grönau mit Treckerfahren und Stockbrot, der Fahrt auf der Lisa von Lübeck, dem Besuch des Wildparks in Trappenkamp, Gartenfesten und Übernachtungen im Dom. Der Laternenumzug im Herbst ist zu einem festen Termin im Domviertel geworden. Genauso wie die Sternsingeraktion zusammen mit der katholischen Herz-Jesu-Gemeinde.

Bei viele Konfirmandenfreizeiten war Betty von Rhein als Mitarbeiterin dabei. Manche Kinder hat sie von der Kinderstunde über den Konfirmandenunterricht begleitet, später die Hochzeit miterlebt, und dann kamen deren Kinder wieder in die Kinderstunde.

Was sie am meisten vermissen wird im Ruhestand: "Alles." Und worauf sie sich am meisten freut: "Zeit miteinander haben ohne Termindruck. Die Seele baumeln lassen. Eine Fahrradtour an der Ostsee entlang – aber dazu muss ich meinen Mann noch überreden." Und ein Wunsch für den Dom und die Gemeinde: "Dass die Lebendigkeit erhalten bleibt. Dass das Gotteshaus ein großes Willkommen ausstrahlt – besonders für Kinder und Familien, so dass sie im Dom ein Zuhause finden."

Betty von Rhein geht in den wohlverdienten Ruhestand. Foto: Martin Klatt.

Betty von Rhein geht in den wohlverdienten Ruhestand. Foto: Martin Klatt.


Text-Nummer: 132175   Autor: M. Klatt/ S. Niemann   vom 12.08.2019 09.59

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