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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 21. November 2019






Lübeck:

pro familia fordert angemessene Bezahlung für Berater

Am Donnerstag haben die freien Träger der Schwangerschafts(konflikt)-beratungsstellen, AWO, Der Paritätische, pro familia Schleswig-Holstein, mit einem Aktionstag an verschiedenen Standorten über ihre Arbeit informiert und ihre Forderung nach einer angemessenen Bezahlung der Fachkräfte in den Beratungsstellen deutlich gemacht. In Lübeck hatte pro familia zu einem Pressegespräch eingeladen.

"Mit unserem Beratungsangebot rund um Familienplanung, Schwangerschaft und Schwangerschaftskonflikt erfüllen wir eine gesetzliche Aufgabe. Sie stellt enorme Ansprüche an Berater, so dass eine angemessene Bezahlung unserer qualifizierten Fachkräfte dringend geboten ist", betonten Anne Potthoff, Leiterin von pro familia Lübeck, und die Beraterinnen Dorina Hartmann und Britta Wulf. "Zudem könnte der Fachkräftemangel auch bei uns spürbar werden, wenn die Entwicklung weiter so auseinanderdriftet."

Doch das Finanz- und das Sozialministerium des Landes Schleswig-Holstein haben die Forderung der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände Schleswig-Holstein e.V. nach einer höheren Eingruppierung der Beratungskräfte abgelehnt. pro familia ist empört. "Die Arbeit unserer Beratungsstellen ist eine gesetzliche Pflichtleistung nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG). Sie wird vom Land zu 80 Prozent gefördert", erklärt Reiner Johannsen, Geschäftsführer von pro familia Schleswig-Holstein. "Die Förderung wird aus einer Pauschale, der eine Eingruppierung nach TV-L EG 9 zugrundeliegt, errechnet. Dies ist im Hinblick auf die Arbeit in den Beratungsstellen unangemessen – vor allem im Verhältnis mit anderen vergleichbaren Tätigkeiten, zum Beispiel Frauenberatung oder Beratung nach dem Teilhabegesetz. Im Rahmen unserer Beratungen gemäß SchKG werden hochkomplexe Problemstellungen bearbeitet, was hohe Anforderungen an die Berater*innen stellt. Dies wurde in einem Rechtsgutachten bestätigt", so Johannsen.

"Außerdem ist die Berechnung der Pauschale auf Grundlage der Personalkostentabelle des Landes Schleswig-Holstein unzureichend. Denn die Entwicklung dieser Tabelle und die Tarifentwicklung des TV-L klaffen stark auseinander. Die Personalkostentabelle liegt immer erst verspätet vor, so wird die Förderung zunehmend von der Tarifentwicklung abgekoppelt. Damit hinkt die Bezahlung der Berater*innen stetig hinterher, so dass das Land seit Jahren der gesetzlich verankerten Förderung von 80 Prozent nicht mehr nachkommt", kritisiert Johannsen. "Wir fordern daher, dass als Grundlage für die Errechnung der Erstattungspauschale mindestens der Wert für TV-L EG 10 der Personalkostentabelle zugrunde gelegt wird. Ein Blick auf andere Bundesländer zeigt, dass dort bereits Anpassungen in der Eingruppierung vorgenommen wurden, um eine angemessene Bezahlung für diese anspruchsvolle Tätigkeit sicherzustellen."

Mit dem umfangreichen Angebot an Beratung und zur sexuellen Bildung hat pro familia Lübeck im vergangenen Jahr 2.080 Menschen bei Fragen und Anliegen unterstützt und ihnen in schwierigen Lebenssituationen geholfen.

Anne Potthoff, Leiterin von pro familia Lübeck, mit den Beraterinnen Dorina Hartmann und Britta Wulf. Foto: pro familia

Anne Potthoff, Leiterin von pro familia Lübeck, mit den Beraterinnen Dorina Hartmann und Britta Wulf. Foto: pro familia


Text-Nummer: 132441   Autor: pro familia   vom 23.08.2019 16.55

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