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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 14. November 2019






Lübeck - St. Jürgen:

AKW-Bauschutt: Deponie Lübeck-Niemark bleibt Option

Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht hat am Montag, dem 9. September, die Ergebnisse des vom Land in Auftrag gegebenen Gutachtens zur Deponierung freigegebener Abfälle aus Kernkraftwerken in Schleswig-Holstein vorgestellt. Demnach sind grundsätzlich alle sieben untersuchten Deponien (Wiershop, Lübeck-Niemark, Johannistal, Harrislee, Schönwohld, Großenaspe, Damsdorf/Tensfeld) für die Ablagerung entsprechender Abfälle geeignet.

Aufgrund der unterschiedlichen Kapazitäten der Deponien wird jedoch empfohlen, für die Ablagerung der Abfälle fortan nur noch die vier Standorte Wiershop, Lübeck-Niemark, Johannistal und Harrislee zu betrachten, da die Deponien Schönwohld, Großenaspe und Damsdorf/Tensfeld kurz vor der endgültigen Verfüllung stehen. Sie könnten perspektivisch die erwarteten Abfallmengen nicht aufnehmen. Insbesondere die beim Rückbau der Kernkraftwerke in der nächsten Zeit zu erwartenden Dämmmaterialien können aus bautechnischer Sicht dort nicht abgelagert werden.

"Mit dem Gutachten machen wir nach Jahren der Diskussion einen großen Schritt nach vorn. Mindestens vier Standorte im Land sind für die Lagerung freigegebener Abfälle aus Kernkraftwerken geeignet. Damit eröffnet sich eine belastbare Perspektive für die Deponierung im Land", sagte Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht: "Ich erhoffe mir auf dieser Grundlage auch an den Standorten der Deponien eine Versachlichung der Diskussion. Grund zur Sorge besteht für die Bevölkerung nicht." Albrecht hatte zuvor die Deponiebetreiber und die Bürgermeister der Standort- und Nachbargemeinden über die Ergebnisse des Gutachtens unterrichtet.

Auf Basis der jetzt vorliegenden Qualifizierung der Deponien können die Betreiber der kerntechnischen Anlagen und die Entsorgungswirtschaft die tatsächliche Entsorgung von mineralischen Abfällen organisieren. Die Behörden werden den Prozess weiterhin intensiv begleiten. Für einen Erfahrungsaustausch wird eine Begleitgruppe etabliert, die erstmals im Oktober tagen wird. Laut Gutachten sind die Deponien Wiershop bei Geesthacht, Lübeck-Niemark, Johannistal bei Heiligenhafen und Harrislee an der dänischen Grenze für die Annahme der Abfälle geeignet. Die Sachverständigen haben die Größe, den Aufbau und die tatsächlichen Ablagerungsmengen der Deponien, die Abläufe im Umgang mit den Abfällen und die Behandlung der Sickerwässer und des dabei entstehenden Klärschlamms geprüft. Dabei wurden jeweils die Vor-Ort-Bedingungen mit denen einer Musterdeponie verglichen, die den rechtlichen Vorgaben der Strahlenschutzverordnung zugrunde liegt.

Gesetzlicher Maßstab ist dabei das Dosiskriterium für die Freigabe, wonach für Einzelpersonen der Bevölkerung durch die freizugebenden Stoffe und Gegenstände nur eine effektive Dosis im Bereich von 10 Mikrosievert im Kalenderjahr auftreten kann. Dieser Wert liegt weit unterhalb der natürlich in der Umgebung vorkommenden Strahlung und selbst unter der Schwankungsbreite der natürlichen Strahlung innerhalb Schleswig-Holsteins.

Das Ergebnis der Qualifizierung: Einzelne Aspekte der Musterdeponie wurden von den schleswig-holsteinischen Deponien übererfüllt. Andere Abweichungen waren näher zu betrachten. In ihrer Stellungnahme kommen die Sachverständigen entweder zu dem Ergebnis, dass diese Umstände bereits jetzt vollständig kompensiert werden – so zum Beispiel ein höherer Sickerwasseranfall durch eine größere Kläranlage – oder aber für die Deponie ist näher zu ermitteln, welche Art von Abfällen aus kerntechnischen Anlagen in welcher Menge angenommen werden können. Das kann im Ergebnis zu Einschränkungen in Bezug auf die jährlich deponierbaren Abfälle führen, stellt aber nicht die Nutzbarkeit als solche infrage. Bereits im jetzt vorgelegten Gutachten wurden Szenarien betrachtet, die über die bei der Entwicklung der Strahlenschutzverordnung berücksichtigten Szenarien hinausgehen.

Minister Albrecht sagte den Kommunen, Kraftwerksbetreibern und Deponieinhabern weiterhin seine Unterstützung zu: "Uns ist es wichtig, weiter mit allen Beteiligten in einem konstruktiven Austausch zu bleiben. Auch wenn am Ende Deponien und Kraftwerksbetreiber für die Lagerung der Abfälle verantwortlich sind, steht das Land weiterhin zu seiner Verantwortung, den Prozess ergebnisorientiert zu begleiten. Wir wollen ein klares Szenario, wie mit freigegebenen Abfällen aus Kernkraftwerken verfahren wird."

Der Minister und seine Fachleute haben angeboten, in den nächsten Wochen das Gutachten zusammen mit den Sachverständigen im Einzelnen den Verantwortlichen der Gemeinden an den vier Deponiestandorten vorzustellen. In den kommenden Monaten sollen die weiteren Prüfungen jeweils im Dialog mit der konkreten Deponie abgeschlossen werden, wobei wiederum unabhängige Sachverständige zum Einsatz kommen.

Die Deponie Lübeck-Niemark soll für die Abfälle aus Kernkraftwerken geeignet sein.

Die Deponie Lübeck-Niemark soll für die Abfälle aus Kernkraftwerken geeignet sein.


Text-Nummer: 132776   Autor: Ministerium für E/LW   vom 09.09.2019 11.32

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