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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Dienstag,
der 17. September 2019






Lübeck - St. Jürgen:

AKW-Bauschutt: Deponie Lübeck-Niemark bleibt Option

Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht hat am Montag, dem 9. September, die Ergebnisse des vom Land in Auftrag gegebenen Gutachtens zur Deponierung freigegebener Abfälle aus Kernkraftwerken in Schleswig-Holstein vorgestellt. Demnach sind grundsätzlich alle sieben untersuchten Deponien (Wiershop, Lübeck-Niemark, Johannistal, Harrislee, Schönwohld, Großenaspe, Damsdorf/Tensfeld) für die Ablagerung entsprechender Abfälle geeignet.

Aufgrund der unterschiedlichen Kapazitäten der Deponien wird jedoch empfohlen, für die Ablagerung der Abfälle fortan nur noch die vier Standorte Wiershop, Lübeck-Niemark, Johannistal und Harrislee zu betrachten, da die Deponien Schönwohld, Großenaspe und Damsdorf/Tensfeld kurz vor der endgültigen Verfüllung stehen. Sie könnten perspektivisch die erwarteten Abfallmengen nicht aufnehmen. Insbesondere die beim Rückbau der Kernkraftwerke in der nächsten Zeit zu erwartenden Dämmmaterialien können aus bautechnischer Sicht dort nicht abgelagert werden.

"Mit dem Gutachten machen wir nach Jahren der Diskussion einen großen Schritt nach vorn. Mindestens vier Standorte im Land sind für die Lagerung freigegebener Abfälle aus Kernkraftwerken geeignet. Damit eröffnet sich eine belastbare Perspektive für die Deponierung im Land", sagte Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht: "Ich erhoffe mir auf dieser Grundlage auch an den Standorten der Deponien eine Versachlichung der Diskussion. Grund zur Sorge besteht für die Bevölkerung nicht." Albrecht hatte zuvor die Deponiebetreiber und die Bürgermeister der Standort- und Nachbargemeinden über die Ergebnisse des Gutachtens unterrichtet.

Auf Basis der jetzt vorliegenden Qualifizierung der Deponien können die Betreiber der kerntechnischen Anlagen und die Entsorgungswirtschaft die tatsächliche Entsorgung von mineralischen Abfällen organisieren. Die Behörden werden den Prozess weiterhin intensiv begleiten. Für einen Erfahrungsaustausch wird eine Begleitgruppe etabliert, die erstmals im Oktober tagen wird. Laut Gutachten sind die Deponien Wiershop bei Geesthacht, Lübeck-Niemark, Johannistal bei Heiligenhafen und Harrislee an der dänischen Grenze für die Annahme der Abfälle geeignet. Die Sachverständigen haben die Größe, den Aufbau und die tatsächlichen Ablagerungsmengen der Deponien, die Abläufe im Umgang mit den Abfällen und die Behandlung der Sickerwässer und des dabei entstehenden Klärschlamms geprüft. Dabei wurden jeweils die Vor-Ort-Bedingungen mit denen einer Musterdeponie verglichen, die den rechtlichen Vorgaben der Strahlenschutzverordnung zugrunde liegt.

Gesetzlicher Maßstab ist dabei das Dosiskriterium für die Freigabe, wonach für Einzelpersonen der Bevölkerung durch die freizugebenden Stoffe und Gegenstände nur eine effektive Dosis im Bereich von 10 Mikrosievert im Kalenderjahr auftreten kann. Dieser Wert liegt weit unterhalb der natürlich in der Umgebung vorkommenden Strahlung und selbst unter der Schwankungsbreite der natürlichen Strahlung innerhalb Schleswig-Holsteins.

Das Ergebnis der Qualifizierung: Einzelne Aspekte der Musterdeponie wurden von den schleswig-holsteinischen Deponien übererfüllt. Andere Abweichungen waren näher zu betrachten. In ihrer Stellungnahme kommen die Sachverständigen entweder zu dem Ergebnis, dass diese Umstände bereits jetzt vollständig kompensiert werden – so zum Beispiel ein höherer Sickerwasseranfall durch eine größere Kläranlage – oder aber für die Deponie ist näher zu ermitteln, welche Art von Abfällen aus kerntechnischen Anlagen in welcher Menge angenommen werden können. Das kann im Ergebnis zu Einschränkungen in Bezug auf die jährlich deponierbaren Abfälle führen, stellt aber nicht die Nutzbarkeit als solche infrage. Bereits im jetzt vorgelegten Gutachten wurden Szenarien betrachtet, die über die bei der Entwicklung der Strahlenschutzverordnung berücksichtigten Szenarien hinausgehen.

Minister Albrecht sagte den Kommunen, Kraftwerksbetreibern und Deponieinhabern weiterhin seine Unterstützung zu: "Uns ist es wichtig, weiter mit allen Beteiligten in einem konstruktiven Austausch zu bleiben. Auch wenn am Ende Deponien und Kraftwerksbetreiber für die Lagerung der Abfälle verantwortlich sind, steht das Land weiterhin zu seiner Verantwortung, den Prozess ergebnisorientiert zu begleiten. Wir wollen ein klares Szenario, wie mit freigegebenen Abfällen aus Kernkraftwerken verfahren wird."

Der Minister und seine Fachleute haben angeboten, in den nächsten Wochen das Gutachten zusammen mit den Sachverständigen im Einzelnen den Verantwortlichen der Gemeinden an den vier Deponiestandorten vorzustellen. In den kommenden Monaten sollen die weiteren Prüfungen jeweils im Dialog mit der konkreten Deponie abgeschlossen werden, wobei wiederum unabhängige Sachverständige zum Einsatz kommen.

Die Deponie Lübeck-Niemark soll für die Abfälle aus Kernkraftwerken geeignet sein.

Die Deponie Lübeck-Niemark soll für die Abfälle aus Kernkraftwerken geeignet sein.


Text-Nummer: 132776   Autor: Ministerium für E/LW   vom 09.09.2019 11.32

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Kommentare zu diesem Text:

Hardin Tenger schrieb am 09.09.2019 um 12.00 Uhr:
Herr Albrecht, NIX da mit HL-Niemark als Option !!
Etwas tiefer in die Thematik Sondermüll eingestiegen, wird Ihnen die Sondermüll-Verbrennungsanlage in Biebesheim/Deutschland ins Auge stechen.
Dort wird "ALLES",auch Radioaktiver - Sondermüll angenommen. Dort wird auch nicht "in Schichten - siehe Niemark-gelagert", dort wird eine Thermische Behandlung > 1200° C von Sondermüllabfällen in einer DREHOFENANLAGE mit nachfolgender Sonderbehandlung durchgeführt (bitte googlen).
Herr Albrecht, pushen Sie doch das Thema Neubau/Erstellung einer "Verbrennungsanlage Sondermüll" in MP oder S-H. Damit ließe sich dann auch die heutige Giftschleuder "Niemark" auf NULL verbrennen.

Hardin Tenger schrieb am 09.09.2019 um 12.30 Uhr:
----sorry, gemeint ist die "heutige Giftschleuder" in MP.

Christian schrieb am 09.09.2019 um 12.31 Uhr:
Wenn der Müll tatsächlich unbedenklich ist, habe ich nichts gegen eine Entsorgung in Lübeck. Man sollte den Müll nicht kategorisch ablehnen, nur weil er aus einem Kernkraftwerk stammt.

ALLERDINGS: Die letzten Jahrzehnte haben gezeigt, wie die Bevölkerung von Unternehmen und Behörden getäuscht wurden, wenn es um die Sicherheit der Kernenergie und deren Abfall geht (s. etwa "Asse").

@Hardin Tenger
Denken Sie mal nicht, daß sie mit Verbrennung jeglicher Sondermüll in Rosenduft auflöst. Es bleibt immer ein Rest (Schlacke, Filterstäube, usw.). Radioaktivität bekommt man damit auch nicht weg.

Andreas Asylanti schrieb am 09.09.2019 um 12.46 Uhr:
Grüner Minister will

atomaren Müll

(Bauschutt v Atomkraftwerk)

nach Lübeck transportieren und entsorgen.

Lübecks Grüne reagieren nicht!
Parteiräson?🙃

In Schöneohld heftige Proteste: Erfolg: kein Atommüll

Cat schrieb am 09.09.2019 um 13.24 Uhr:
jetzt also auch in Lübeck Atommüll??????????

Wie tief soll denn das Loch sein indem die Sachen abgelagert werden??? Oder würde es doch mit verbrennen gehen???

Bereitet den Mist woanders auf, am besten im Vorgarten der Leut welche das unbedingt haben wollten!!!

NICHT in Lübeck!!!

Hardin Tenger schrieb am 09.09.2019 um 14.37 Uhr:
@ Christian..
Der grüne Minister Albrecht spricht hier von einer "Versachlichung der Diskussion" sowie "Grund zur Sorge besteht für die Bevölkerung nicht" ! Zynismus pur !
Spricht der Mann von Radioaktivität/Zerfall von Atomkernen oder der Endlagerung von Hausmüll ?
Das Thema ist doch "AKW-Bauschutt"(Atom-Kraftwerk). Ist der weitläufige Begriff dieses "AKW-Bauschutts" irgendwo definiert in Ober-und -Unterabteilungen ?
Die Oberabteilung verlangt eine spezielle Lagerung von min. 30.000 bis > 200.000 > 1,4 Milliarden Jahre. Dafür sind spez.geologische Tiefenlager/Lagerung vorgeschrieben.
Ein "bischen" radioaktive Strahlung im/am Bauschutt gibt es nicht. Selbst Restasche in Aktivkohle eingelagert ist niemals frei von Strahlung.
Es kommt immer auf die Menge und die Dosis an.
Und,kommt dieser AKW-Bauschutt aus dem Inneren Kern oder ???
Egal wie, wo oder auch Albrecht, wir Lübecker sollten uns sehr robust gegen jegliche Bemühungen
des Herrn Albrecht, derartigen strahlenden AKW Bauschutt in Lübecker Deponien abzuladen.
Mich würde sehr wundern, wenn ein vorher/frühzeitig informierter Lübecker Bürgermeister sowie auch die Bürgerschaft diese Strahlenorgie eines grünen Ministers und Nichtexperten widerstandslos laufen lassen.

droppdog (eMail: droppdog@t-online.de) schrieb am 09.09.2019 um 14.41 Uhr:
Oh Mann. Das ist unbelasteter Bauschutt, der genauso Strahlt, wie wir selber. Ergo unbelastet. Schreib es so, das ein Bürger es auch versteht, liebes Ministerium.

Hardin Tenger schrieb am 09.09.2019 um 15.07 Uhr:
@ droppdog ..
"Unbelasteter Bauschutt" aus/von einem Atom-Kraftwerk ?
Schon mal in einem AKW gewesen/gearbeitet ?
Da sind selbst die kleinsten der kleinen Löchern/Bohrungen (Kabel- etc. Verbindungen)mit spec.Silicon Dichtungsmaterial verfüllt.
Will sagen, Strahlung ist überall !!
Wer sagt Ihnen, daß gerade dieser AKW Bauschutt des Herrn Albrecht harmlos und völlig frei jeglicher Strahlung ist ? Wenn das so sein sollte, dann könnte der Herr Albrecht diesen Bauschutt als Füllgut für Baugruben oder ... anpreisen.
Radioaktive Strahlung kann man nun einmal nicht sehen und auch nicht fühlen, aber spüren wenn dich der Mann mit der Sense holt !

Rudolf Steiner schrieb am 09.09.2019 um 15.11 Uhr:
Ich verstehe die ganze Aufregung nicht...für die Krümets ist es die beste Option...haben es nicht anders verdient...

Michel Müller schrieb am 09.09.2019 um 16.43 Uhr:
Das AKW Lubmin wird seit Jahren auf die Skandal-Deponie Ihlenberg bei Lübeck entsorgt. Nun tritt Tritium in die Oberflächengewässer in Richtung Lübeck aus. Der Deponiebetreiber kontrolliert sich selbst, andere Kontrollorgane sind nicht vorgesehen.

Andreas Asylanti schrieb am 09.09.2019 um 19.52 Uhr:
Hilfe - Hilfe - Hilfe

Lübecks Atommüllempfänger und Gesprächspartner ist von amtswegen Lübecks CDU-Senator für Inneres. (...)

Das wird mit ihm eine heiße „Kiste“😱

Heiko Schuller schrieb am 09.09.2019 um 21.48 Uhr:
Endlich bekommt Lübeck mal wieder was aus Kiel.🙄

Hardin Tenger schrieb am 10.09.2019 um 09.44 Uhr:
Resümee der ganzen Chose:
Ein Ende der seit > 30 Jahren anhaltenden Banalisierung der strahlenden Giftmülldeponie Ihlenberg in MP oder auch Niemark in Lübeck oder-oder-oder ist auf Grund von Klientelpolitik einerseits (1X googlen Deponie Ihlenberg/History), sowie der Mutlosigkeit zuständiger Politiker in Land und Bund zur Erstellung einer Defizitanalyse mit den dann folgenden notwendigen Entscheidungen andererseits, nicht absehbar.
Ernüchternd wirkt das "läppische und verharmlosende" Verhalten eines grünen Landesministers sowie wiederholtes wegducken des S-H MP in der Sache "strahlender AKW-Bauschutt".
Strahlende/Messwerte von staubigen AKW-Bauschutt vergleichen mit z.B.der Fliegerei oder anderen staubfreien Belangen zeigt von großer politischer Unbedarftheit.

Sebastian Berger schrieb am 10.09.2019 um 10.09 Uhr:
Dieser Artikel beschreibt nicht ausführlich genug, was und wieviel atomare Strahlung in welcher Zeit bei welcher Menge ausschlaggebend ist. Der Schleswig-Holstein-Beitrag im NDR TV war da schon aufschlussreicher.


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