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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Mittwoch,
der 27. Mai 2020






Lübeck:

Niederdeutsche Bühne Lübeck: Krach im Klassenzimmer

Schule ist ein dankbares Thema fürs Kino oder fürs Theater. Jede und jeder hat Erfahrungen mit Lehrern und der Schule. Die einen noch, die anderen von früher. „Fru Müller mutt weg“ heißt das Schauspiel von Lutz Hübner, das in plattdeutscher Fassung von Markus Weise am Dienstag bei der Niederdeutschen Bühne Premiere hatte. Das Publikum in den Kammerspielen folgte aufmerksam, nickte bei dem einen oder anderen Satz.

Besagte Frau Müller aus dem Titel des Stückes ist Klassenlehrerin der 4 b. Wie in vielen Fällen reden die Kinder daheim viel über die Lehrerin, deren Urteil drei Monate später ausschlaggebend sein wird für den Übergang zum Gymnasium.

Wenn der Vorhang aufgeht, zeigt die Bühne ein schlichtes Klassenzimmer (Bühnenbild Moritz Schmidt und Eva Knüppel). Aber nicht die Schüler sind hier versammelt, sondern Vertreter der Eltern. Sie sind gekommen, um die Lehrerin aufzufordern, die Klasse wegen Überforderung abzugeben. Dass die Kinder offenbar nicht die besten Noten erwarten können, liegt natürlich an der Unfähigkeit der Lehrerin.

Aber so einfach ist das nicht. Als Frau Müller erscheint, trägt Elternsprecherin Jessica die auswendig gelernten Sätze vor, erhält Unterstützung von dem aufgebrachten Vater Wolf sowie dem Ehepaar Marina und Patrick. Sie werden derart ausfallend, dass Frau Müller die Ruhe verliert und beschreibt, wie sich die Kinder in der Klasse benehmen. Eine Schar von Engeln sind sie jedenfalls nicht.

Es wird turbulent, bevor die Lehrerin die Klasse verlässt. Da sie ihre Handtasche vergessen hat, muss sie ja zurückkommen. In der Zwischenzeit gibt es skurrile und verfahrene Szenen zwischen den befreundeten Eltern. Zum Schluss bahnt sich sogar eine Versöhnung an, die aber in eine faustdicke Überraschung mündet.

Als Regisseur zeichnet Wolfgang Benninghoven verantwortlich. Es ist natürlich schwer, ein Stück zu inszenieren, das im wesentlichen aus Gesprächen besteht. Aber die unterschiedlichen Charaktere hervorzuheben und den einen oder anderen Spaß einzubauen – das gelingt Benninhoven durchaus.

Neue Gesichter sind auf der Bühne zu sehen. Michelle Bahr und Jonas Schumacher als Ehepaar streiten sich wie die sprichwörtlichen Kesselflicker. Alice Soetbeer spielt die eher auf Ausgleich bedachte Museumspädagogin, Britt Schumacher die energische Elternsprecherin. Heiner Jenkel als Vater und Liebhaber fährt schnell aus der Haut.

Margrit Cuwie-Turpin, die Klassenlehrerin, pendelt zwischen kühler Argumentation und temperamentvoller Verteidigung ihrer pädagogischen Prinzipien. Sie hat ja recht mit ihrer Behauptung, dass es besser für manches Kind ist, sich auf der Realschule wohlzufühlen als auf dem Gymnasium den Vorstellungen ehrgeiziger Eltern hinterherzuhecheln. Insbesondere nach der Pause gab es immer wieder Szenenapplaus und zum Schluss große Zustimmung. Weitere Vorstellungen in den Kammerspielen sind am 18. Februar sowie am 5., 11. und 22. März.

Michelle Bahr, Jonas Schumacher, Britt Schumacher, Alice Soetbeer, Heiner Jenkel und Margrit Cuwie-Turpin. Foto: Niederdeutsche Bühne

Michelle Bahr, Jonas Schumacher, Britt Schumacher, Alice Soetbeer, Heiner Jenkel und Margrit Cuwie-Turpin. Foto: Niederdeutsche Bühne


Text-Nummer: 136234   Autor: TD   vom 12.02.2020 10.17

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