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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Freitag,
der 29. Mai 2020






Lübeck:

Prof. Schmidkte ruft zu Sorgfalt und Rücksicht auf

Die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus SARS-CoV-2 hat Deutschland und auch Schleswig-Holstein erreicht. "Niemand sollte die Gefahren, die von dem Virus ausgehen, unterschätzen", sagt die Lübecker Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Claudia Schmidtke. "Doch gilt auch weiterhin, dass Panik völlig unangebracht ist."

Hierzu erklärt die Bundestagsabgeordnete für Lübeck und das nordwestliche Herzogtum Lauenburg und Mitglied des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages Prof. Dr. Claudia Schmidtke:

(")Deutschland hat ein hervorragendes Gesundheitssystem und bessere Notfallkapazitäten als die meisten anderen Länder der Welt. Doch steht bei außergewöhnlichen Ereignissen wie dem neuartigen Corona-Virus auch unser Gesundheitswesen vor einem beispiellosen Stresstest.

Deutschland hat früher, flächendeckender und effektiver auf die Viruserkrankung getestet, als das bei unseren europäischen Nachbarn der Fall war. Wir befinden uns daher an einem frühen Zeitpunkt der Pandemie und haben einen besseren Kenntnisstand als viele andere Länder ihn zu diesem Zeitpunkt hatten.

Wir wissen, dass wir mit SARS-CoV-2 auf ein Virus stoßen, gegen das wir keinerlei Immunisierung haben. Wir sollten uns daher bewusst sein: Es ist keine Maßnahme denkbar, mit der eine Verbreitung zu stoppen wäre. Auch in China, wo die Fallzahlen vorläufig abgenommen haben, werden diese wieder zunehmen. Die Bundesregierung konzentriert sich bei ihren Maßnahmen daher an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der entsprechenden Pandemiepläne: Da wir die Ausbreitung nicht aufhalten können, müssen wir sie im Interesse der Kapazitäten unseres Gesundheitssystems effektiv verlangsamen.

Dabei gilt für uns als Gemeinschaft: Wir müssen diejenigen schützen, die durch das Virus besonders gefährdet sind. Schwere Verläufe nehmen bei Personen im Alter ab 65 Jahren erheblich zu, von einer besonderen Gefährdung mit hohen Sterblichkeitsraten von bis zu 25 Prozent muss bei älteren Menschen sowie chronisch Kranken und immunsuppressierten Patienten (z.B. nach einer Organtransplantation) ausgegangen werden.

Für 80 Prozent der Menschen, insbesondere bis zum Alter von 50 Jahren, verläuft die Infektion daher mit wenigen Folgen, einige bleiben völlig symptomfrei. Leider nutzt dies auch der Ausbreitung des Virus. Denn viele Menschen fühlen sich sorgenfrei und gesund, tragen das Virus dann aber zu jenen, für die eine Infektion lebensgefährlich sein kann.

Meine Bitte zu bestimmten Verhaltensweisen richtet sich daher insbesondere an diejenigen, die sich von dem Virus nicht unmittelbar bedroht fühlen: Sie können durch sorgfältiges und rücksichtsvolles Verhalten erheblich dazu beitragen, die Älteren und Schwächeren in unserer Gesellschaft zu schützen.

Achten Sie darauf, dass Sie bereits Überträger des Virus sein könnten, auch wenn Sie selbst keine Symptome spüren. Halten Sie Abstand und verzichten Sie auf das Händeschütteln. Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig und gründlich mit Seife und vermeiden Sie es, sich in das Gesicht, an den Mund oder die Augen zu fassen. Waren Sie in einem Risikogebiet unterwegs oder hatten Kontakt zu infizierten Menschen, ist eine Quarantäne geboten. Melden Sie sich daher umgehend beim zuständigen Gesundheitsamt. Meiden Sie unnötige Reisetätigkeit und Menschenansammlungen. Unterstützen Sie ältere Menschen dabei, den Kontakt zu möglicherweise infizierten Personen zu meiden. So könnten Sie Einkäufe übernehmen und auf die Gefahren noch einmal hinweisen.

Die Situation ist außergewöhnlich. Alle verantwortlichen Kräfte im Bund, in den Ländern und Kommunen arbeiten mit Hochdruck daran, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Unser aller Dank und unsere Unterstützung gilt insbesondere denjenigen, die im Gesundheitswesen tätig sind und ohnehin bereits eine hohe Arbeitslast spüren.

Doch bei allem ist die Pandemie-Situation auch ein Test für unsere solidarische Gesellschaft. Wir alle können unseren Beitrag leisten, um gefährdete Familienmitglieder, Freunde und Nachbarn zu schützen. Hierbei sollten nicht Panik und Hysterie, sondern Sorgfalt und Rücksicht das Gebot der Stunde sein.(")

Die Lübecker Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Claudia Schmidtke ist Patientenbeauftragte der Bundesregierung. Foto: Olaf Malzahn

Die Lübecker Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Claudia Schmidtke ist Patientenbeauftragte der Bundesregierung. Foto: Olaf Malzahn


Text-Nummer: 136892   Autor: Büro CS/red.   vom 11.03.2020 20.39

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