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HL-live.de

Sonntag,
der 18. Februar 2018






Politik möchte Busverkehr stärken

In Lübeck gibt es viele Staus und spätestens im kommenden Jahr mit dem Neubau der Bahnhofsbrücke wird sich der Stillstand noch ausweiten. In der Politik reift die Erkenntnis, dass der Busverkehr gestärkt werden muss. So möchte die SPD nur noch eine Tarifzone für ganz Lübeck.

"Die aktuelle Preisgestaltung ist nicht gerecht, weil das Zonensystem sehr stark auf die Altstadt ausgerichtet ist. Dieses System führt automatisch zur Benachteiligung anderer Stadtteile", sagt Ulrich Pluschkell, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Er fordert zum Beispiel eine Fahrt von Moisling, Schlutup oder Travemünde in die Altstadt in die Tarifzone 2 einzuordnen.

Die SPD fordert auch einen Bericht, ob man nicht eine einheitliche Tarifzone für ganz Lübeck schaffen könne. Außerdem solle geprüft werden, ob man Busse und Bahnen nicht grundsätzlich für Schüler, Studenten und Auszubildende kostenlos gestalten könne. An den Mehrkosten sollen sich auch die Umlandgemeinden beteiligen. Zusätzlich bringt die SPD die Einbindung Lübecks in den Hamburger Tarifverbund wieder ins Gespräch.

Konkrete Forderungen stellt die Fraktion "GAL" auf. Sie möchte den dreijährigen Neubau der Bahnhofsbrücke nutzen, um für das Rad und den Bus zu werben. Dafür soll die Busspur in der Fackenburger Allee stadteinwärts deutlich verlängert und auch eine Busspur stadtauswärts vor der Baustelle geschaffen werden. An den Ampeln sollen die Busse Vorrang bekommen. Das Busangebot solle ausgeweitet werden. "Ziel dessen sollte ein auch für gewohnheitsmäßige Autofahrer attraktiver Busverkehr sein", so die GAL-Fraktion.

In der Politik wird diskutiert, mit welchen Bus-Angebot der Stau in Lübeck reduziert werden kann. Foto: JW

In der Politik wird diskutiert, mit welchen Bus-Angebot der Stau in Lübeck reduziert werden kann. Foto: JW


Text-Nummer: 120157 Autor: VG vom 13.02.2018 11.10

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Kommentare zu diesem Text:

Lübecker schrieb am 13.02.2018 um 11.26 Uhr:
Einheitlicher Tarif wäre toll. Der Tarifjungel ist echt undurchschaubar. Ständig muss man aufpassen und zählen wieviele Bushaltestellen man fährt und dass man die Tarifzone nicht überschreitet. Ganz ehrlich wir sind doch hier nicht in Berlin!

Lübeckerin schrieb am 13.02.2018 um 11.53 Uhr:
Bin dafür. Sinnvoller wäre aber eine bessere Busanbindung. Gerade in den Abendstunden. Zwei Linien zur gleichen Zeit z.B. Richtung Kaufhof, daher keine gute Anbindung, wenn man aus dem Spätdienst von der Uni nach Eichholz will. In der Stadt bzw. am ZOB abends 30 Min. und länger allein auf den Bus warten. In der heutigen Zeit kein gutes Gefühl. Ich wünsche mir die Sternfahrten zurück.

Hermann Samtlein schrieb am 13.02.2018 um 11.54 Uhr:
Toll, dass die SPD kaum dass die Wahl naht, wieder beim Programm der Linken abschreibt, die bereits 2013 HVV Anschluß, umlagefinanzierten ÖPNV und Sozialtick in ihrem Programm hatte.
Fünf Jahre lang hat sich die SPD nicht ansatzweise um das Problem gekümmert. Herr Pluschkell sollte - anstatt den verkehrspolitischen Sprecher zu spielen - lieber mal nach St. Lorenz Süd schauen, den Wahlkreis, für den er in die Bürgerschaft gewählt wurde und der ihn außerhalb von Wahlen nicht im geringsten interessiert. Dort klagen die Menschen seit fast zehn Jahren über schlechte Busanbindung, zu enge Gehwege und schlechte Radfahrwege. Die SPD in Lübeck ist exakt so glaubwürdig, wie ihr Pendant auf der Bundesebene.

Andreas Skusa (eMail: andreasskusa@yahoo.de) schrieb am 13.02.2018 um 12.03 Uhr:
Kommunalwahlkampf! Und nach der Wahl?

Hauke schrieb am 13.02.2018 um 12.24 Uhr:
Solange es für eine dreiköpfige Familie 19,20€ kostet mit dem Bus in die Stadt zu fahren kontra 3-4€ Diesel und 6€ Parken -> Öffis: Nein danke!

Walter Koch schrieb am 13.02.2018 um 12.33 Uhr:
Die einheitliche Tarifzone sollte machbar sein - ging doch früher auch.

Kostenloses Busfahren für alle in Aus- und Weiterbildung (Kindergarten, Schüler, Studenten und alle die öffentliche Weiterbildungsangebote nutzen) sollte man einmal durchrechnen.

Personenbezogene Chipkarten als Schülerausweise und Studentenausweise mit Busjahreskarte können ja auch den Verwaltungsaufwand erheblich verringern.

Dann kann man damit nicht nur online seine Klausur oder Klassenarbeitsergebnisse ansehen, sondern auch Schule, Bibliothek oder Vorlesungsraum kostenlos erreichen.

Vielleicht könnte man mit diesem Ausweis auch gleich Bücher in der Stadtbibliothek ausleihen oder gegen Vorlage günstiger ins Schwimmbad oder im Sommer kostenlos an den Strand.

Man muß sich über Lösungen Gedanken machen und nicht immer nur diskutieren um des Redens willen.

Mirco Bischoff schrieb am 13.02.2018 um 13.14 Uhr:
Die schwächelnde SPD mit ihre höchst unzufriedene Parteibasis ... und die glorreichen Ideen.
Wer noch die SPD wählt, die pünktlich zur Kommunalwahl Forderungen aus anderen Wahlprogrammen zu ihren eigenen macht und damit glänzen will, dem ist nicht mehr zu helfen!
„Die Unabhängigen“ wählen ... für eine vollumfängliche bürgernahe Kommunalpolitik - für einen Wechsel in der Bürgerschaft - und um die Klüngeleien zu beenden! Die Bürger müssen sich von den führenden Fraktionen nicht weiterhin bevormunden lassen!

Johann-Anton Harms schrieb am 13.02.2018 um 13.15 Uhr:
"Die Bundesregierung will angesichts einer drohenden Klage der EU-Kommission ihre Maßnahmen für eine saubere Luft in deutschen Städten deutlich ausweiten.Dazu gehört auch ein möglicher kostenloser öffentlicher Nahverkehr, wie aus einem Brief von Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD), Verkehrsminister Christian Schmidt (CSU) und Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) an EU-Umweltkommissar Karmenu Vella hervorgeht."
Das ist jetz überall nachzulesen, daher sollte über einen generell kostenlosen Busverkehr ( was natürlich nicht stimmt, denn die Zeche zahlt der Bürger), nachgedacht werden.

Axel Flasbarth schrieb am 13.02.2018 um 13.21 Uhr:
@Hermann Samtlein: Man muss schon ziemlich verblendet sein, um die Realität in St. Lorenz Süd nicht mehr wahrnehmen zu können. Durch diesen Stadtteil fahren 4 Buslinien (5, 6, 15, und 16), z. t. im 10-Minuten-Takt, und im nördlichen Bereich von St. Lorenz Süd liegt der ZOB. Eine bessere Busanbindung hat nur noch die Altstadt.

Aber eigentlich geht es Herrn Samtlein gar nicht um den Busverkehr, auch nicht im den Fahrradverkehr. Tatsächlich sucht er nur eine Möglichkeit, seiner Wut über die SPD freien Lauf zu lassen. Da ist den Linken offenbar jedes Mittel recht, auch vor Unwahrheiten schrecken Sie nicht zurück.

Nur zur Richtigstellung: Überlegungen zum HVV-Beitritt hat die Lübecker Bürgerschaft bereits 2012 beschlossen, was Die Linke dann ein Jahr später in ihr Wahlprogramm geschrieben hat. Verbesserungen für den Fahrradverkehr gab es in St. Lorenz Süd in den letzten Jahren z. B. durch mehr Fahrradabstellanlagen am Hauptbahnhof, eine Sanierung des Radwegs im Töpferweg, die sichere Ausgestaltung des Radverkehrs in der Meierstraße und eine neue Verkehrsregelung am Lindenplatz. Als Nächstes werden die Fahrradwege an der Moislinger Allee verbreitert. Alles dies erfolgte unter engagierter Beteiligung von Ulrich Pluschkell, der seit vielen Jahren stets präsent ist, wenn es um Belange von St. Lorenz Süd geht (während Die Linke nur bei Wahlkämpfen Plakate aufstellt), diesen Stadtteil kennt wie sonst kaum jemand und viel für die hier lebenden Menschen erreicht hat.

J.-D. Lehmann schrieb am 13.02.2018 um 13.33 Uhr:
@Lübecker: Von einem so simplen Tarifkonzept (und den Preisen) wie in Berlin kann man in Lübeck nur träumen. Es gibt 3 Tarifzonen mit Preisen von 2,80 bis 3,40 (ohne Vergünstigungen). Für 3,40 kann man von Stadtrand bis Stadtrand fahren (mit Bus, S-Bahn, U-Bahn und Straßenbahn). Einfach mal googlen.
Im Übrigen ist es schon erstaunlich, was allen Parteien vor den Kommunalwahlen so alles an Wohltaten für die Bürger einfällt. Nach der Wahl folgt dann wieder die Erkenntnis, dass das alles aus finanziellen Gründen leider nicht geht. Aber Papier ist ja geduldig.

Stockelsdorferin schrieb am 13.02.2018 um 14.47 Uhr:
Natürlich ist der Vorschlag gut aber nicht nur für Schüler und Studenten sondern wenn dann bitte auch für Rentner mit kleiner Rente für die das Busfahren schon zum Luxus geworden ist.

Steffen Peters schrieb am 13.02.2018 um 14.50 Uhr:
Das ist doch schnell umgesetzt:
- €1,- je Fahrt (incl. Umsteigen)
- €5,- für ein Tagesticket, €60,- Monatsticket
- zusätzliche Busspuren
- Einbindung der Bahnhaltepunkte Travemünde, Kücknitz,Dänischburg, Schwartau, Moisling
- zusätzliche Busse
- kürzere Taktung

Das dauert dann ein knappes Jahr, dann dürfte der Busverkehr einen ganz anderen Stellenwert in Lübeck haben!
In anderen Metropolen geht doch auch viel mehr ohne KFZ.

K.Lukai schrieb am 13.02.2018 um 15.15 Uhr:
Zynischer gehts ja wohl kaum... "den Bau der Bahnhofsbrücke nutzen um für den Bus zu werben" ... eine Frechheit sondergleichen!
Demnächst wird dann in der Stadt geraubt und geschändet "um für ein besseres Leben auf dem Land zu werben"?

Und das man Personen die sowieso nur den Bus als Hauptverkehrsmittel zur Verfügung haben dieses dann billiger bzw. umsonst zur Verfügung zu stellt, ja da wird sicherlich die mit dem Auto für den Bus endlos begeistern.

Unfair sind die Zonen ja sowieso: Wo viele Haltestellen sind, ist der Bus teurer als dort wo wenig sind. Einheitstarif wäre toll, aber kaum bezahlbar. Und solange der Bus für eine dreiköpfige Familie mehr kostet wie das Parkhaus.... warum sollte man da mit dem Bus fahren?

S.Pilz schrieb am 13.02.2018 um 15.17 Uhr:
Was nützt denn die Fahrt mit dem Bus wenn diese im kommenden Sommer genau wie alle anderen Verkehrsteilnehmer im Stau stehen? Da ist es mir doch egal ob ich im Auto warten muss oder im Bus, zur Zeit ist Auto fahren billiger. Ich würde mich nur für den Bus entscheiden wenn er deutlich günstiger wäre!

Simon Thiessen schrieb am 13.02.2018 um 16.20 Uhr:
@K.Lukai:

Das ist im Artikel von hl-live.de tatsächlich etwas unglücklich ausgedrückt. Der Antrag heißt wortwärtlich:"Neubau Bahnhofsbrücke: Verkehrsverlagerungen zugunsten der Staureduzierung". Es geht also darum, die drohende Staulast für alle zu reduzieren. Die Behelfsbrücke, die im Gespräch war, ist extrem aufwändig und teuer. ÖPNV und Radverkehr sind Verkehrsmittel, die für den Transport der gleichen Anzahl an Personen wesentlich weniger Fläche benötigen. Insofern ist es doch nur logisch, im Sinne einer effizienteren Auslastung der eingeschränkt nutzbaren Brücke, die Zahl der Autos reduzieren zu wollen. Sie als (mutmaßlicher) Autofahrer würden davon im Erfolgsfall auch profitieren.

Falls Interesse besteht, den kompletten Antrag finden Sie hier:
http://www.luebeck.de/stadt_politik/buergerinfo/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1005758

Marry B. schrieb am 13.02.2018 um 16.39 Uhr:
Natürlich gibt es viele Vorschläge und Ideen, jedoch sollten alle daran denken, das die Politik ein Wort mitzureden hat. Es gibt einen Deckel hinsichtlich der Finanzen von der Bürgerschaft beschlossen, dies zu ändern kostet Geld, irgendwer muss das Minus ausgleichen ?

Ob dann alles anders wird bleibt offen. Eventuell sollte die Hansestadt mal sehen wie andere Städte es machen. Eine Zone wäre toll, allerdings dann auch teurer so um 3 Euro?
HVV eintritt wird wohl lange dauern, weil auch das Geld kostet alles umzusetzen, Haltestellen, Busse umrüsten etc.

Wir warten mal bis 2020 ab, ob dann schon etwas umgesetzt ist.

Maria Strempel schrieb am 13.02.2018 um 18.23 Uhr:
Ich wohne und arbeite auch in Lübeck, ich fahre auch absolut nie Bus. Wenn man im Schichtdienst arbeitet, kommt man momentan in Lübeck einfach nicht mit dem Bus von A nach B.

Ich fahre aber auch selten mit dem Auto zur Arbeit, sondern mit dem Rad. Das Problem ist, solange einige Gruppen von Autofahrern nicht einsehen, dass sie sich mit ihrer sturen Autobenutzung ins eigene Knie schießen, weil Luftverschmutzung uns alle betrifft, kann man machen was man will. Die werden nicht in den Bus steigen, selbst wenn er kostenlos ist und öfter fährt. Man müsste ja zur nächsten Haltestelle laufen und dort womöglich 2 Minuten in der Kälte warten.

A. Sommer schrieb am 13.02.2018 um 18.42 Uhr:
Wenn die Politik was stärken will, ist immer höchste Vorsicht geboten... Die aktuellen Fahrpreise sind plötzlich also nicht gerecht, oho, und das wird lange Zeit so hingenommen? Wo waren sie denn, die Genossen, wenn die Erhöhungen durchgeführt wurden? Ich fahre nur im Notfall Bus, und ansonsten verzichte ich auch in Zukunft auf diese (...).

andre schrieb am 13.02.2018 um 19.21 Uhr:
Was nützt das, wenn man z. B. den ZOB abends aus Sicherheitsgründen nicht mehr betreten kann und in den Öffentlichen Verkehrsmitteln Angst vor Gewalt, Begrapschen oder Messerangriffen haben muss?
Bereits mehrfach erlebt.Dann lieber im alten Auto alleine.

Simone Kulisch schrieb am 14.02.2018 um 10.16 Uhr:
Faulheit oder Bequemlichkeit ist bei den meisten Autofahrern nicht der Grund. Die Zeit ist der Grund.
Warum soll ich über eine Stunde im Bus unterwegs sein, wenn ich mit dem Auto 15 Minuten brauch?
Warum soll ich mich in überfüllte, stinkende Busse quälen, wo mein Kind beim Aussteigen fast niedergetrampelt wird?
Warum soll ich mich mit Menschen abgeben, die anscheinend jegliche Erziehung vergessen haben?

Manfred Vandersee schrieb am 14.02.2018 um 11.51 Uhr:
Der Umstieg vom Auto in den Bus lohnt sich ohnehin nur für Einzelpersonen, die regelmäßig arbeiten und in der Nähe der Innenstadt tätig sind. Wer zu unregelmäßigen Zeiten unterwegs ist, ist im Winter und außerhalb des Stadtrandes auf das Auto nach wie vor angewiesen. Die Taktzeiten so zu ändern und die Buslinien so auszubauen, dass jeglicher Mobilitätsbedarf gedeckt werden kann, ist schlichtweg gar nicht finanzierbar.

Wenn man dieses Problem tiefgreifender und sachlich diskutieren möchte, dann muss man bei den Hauptursachen des immer höheren Mobilitätsbedarfes anfangen; das geht mit zunehmenden unregelmäßigen Arbeitszeiten und immer weiterer entfernteren Arbeitsorten los.


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