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Montag,
der 19. Februar 2018






Vorderreihe als Spielstraße?

Gut 60 Travemünder waren am Dienstagabend auf Einladung des SPD-Ortsvereins ins Gesellschaftshaus gekommen um mit unserem künftigen Bürgermeister Jan Lindenau und dem baupolitischen Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion Harald Quirder über die Verkehrsregelung in der Vorderreihe zu diskutieren.

"Ganzjährige Fußgängerzone oder verkehrsberuhigter Bereich?", war die Fragestellung, zu der die Politiker vor allem die Meinung der Betroffenen anhören wollten. Dabei wurde deutlich, dass nicht die gemeinsame Nutzung der Vorderreihe durch Fußgänger, Radfahrer und im Winterhalbjahr auch Autos im Anliegerverkehr als Problem gesehen wird, sondern die fehlende Rechtssicherheit: "Die Vorderreihe sieht aus wie eine Fußgängerzone, ist aber keine", brachte es ein Besucher auf den Punkt. Ein Mangel, der auch auf eine verfehlte Beschilderung zurückgehe, nach der den Fußgängern die Benutzung der Fahrbahn eigentlich nicht erlaubt wäre. "Gerade das ungestörte Flanieren und die Außengastronomie machen aber für Urlauber wie für Einheimische den Reiz der Straße am Traveufer aus", so ein Fazit der Veranstaltung.

So habe es auch der Bauausschuss bei der Neugestaltung der Vorderreihe gewollt, wusste Harald Quirder. Auch er halte eine "verkehrsberuhigte Zone" für eine sinnvolle Lösung. Die Bürgerschaft habe der Verwaltung einen entsprechenden Prüfauftrag erteilt.

In diese Richtung ging offenbar auch die mehrheitliche Meinung der Anwesenden: Die Vorderreihe sollte als verkehrsberuhigte Zone, auf Grund des blauen Tafel "Nr. 325" auch gelegentlich als "Spielstraße" bezeichnet, ausgewiesen werden. Eine zusätzliche Einschränkung des Kraftfahrzeugverkehrs im Sommer könnte durch versenkbare Poller durchgesetzt werden.

Der zukünftige Bürgermeister Jan Lindenau fasste schließlich zusammen: Man müsse sich entscheiden, wie man den Verkehr organisieren will. "Kein unbegrenztes 'Drive in' für Touristen; Priorität für Fußgänger, aber keine Ausgrenzung des Rad- und Lieferverkehrs; unterschiedliche Regelung für Sommer und Winter." Und er gab zu bedenken: Mit Schildern könne man juristische Regelungen treffen, letztlich komme es aber auf die Bereitschaft zu einem vernünftigen Miteinander an.

Die Diskussion ergab eine Präferenz für eine Beschilderung der Vorderreihe als Spielstraße. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv

Die Diskussion ergab eine Präferenz für eine Beschilderung der Vorderreihe als Spielstraße. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv


Text-Nummer: 120177 Autor: SPD Travemünde/red. vom 14.02.2018 09.01

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Kommentare zu diesem Text:

andrej schrieb am 14.02.2018 um 10.15 Uhr:
Herr Lindenau bringt es auf den Punkt: Mit Schildern kann man juristische Regelungen schaffen. Mehr nicht! Wenn die Vorderreihe als "Spielstraße" ausgewiesen wird, ist juristisch geregelt, wer was darf und wie das Miteinander der verschiedenen Verkehrsteilnehmer funktioniert. Das wird aber nicht das Geringste am eigentlichen Problem ändern: Es wird auch weiterhin Fußgänger geben, die meinen, Ihr Vorrang gäbe das Recht Autofahrer auszubremsen und zu blockieren und es wird Autofahrer geben, die meinen, Ihr Durchfahrtsrecht gäbe Ihnen das Recht auf freie Fahrt. Juristisch ist das sauber, man könnte gegen beide Gruppen von Ignoranten vorgehen. Aber es löst das Problem in keiner Weise. Eine Fußgängerzone mit entsprechenden, zeitlich begrenzten Zufahrtsgenehmigungen für Lieferverkehr, Anwohner und Radfahrer wäre juristisch genauso sauber und würde deutlich mehr Akzeptanz auf beiden Seiten hervorrufen. Als Durchgangsstraße wird die Vorderreihe ohnehin nicht benötigt und bei Ausweisung als Fußgängerzone könnten intelligente bauliche Veränderungen zugleich die Zufahrt so ermöglichen, dass Durchgangsverkehr gar nicht möglich wäre und Liefer-/Anwohnerverkehr kaum beeinträchtigt wäre.

Krischan schrieb am 14.02.2018 um 11.32 Uhr:
Vorderreihe als Spielstrasse? Aber nur, wenn eine Tiefgarage auf dem Leuchtenfeld gebaut wird...IRONIE!

Walter Koch schrieb am 14.02.2018 um 12.37 Uhr:
Vor allem sollte zügig gehandelt werden und nicht wieder endlos diskutiert werden.

Wenn die Tourismus Projekte auf dem Priwall und die neuen Hotels fertig werden, sollte eine Lösung gefunden worden sein.

Travemünde wird in Zukunft nicht weniger Gäste haben, auch wenn es nicht um eine Gosch Fischbude bereichert wird.

Einer ganzjährigen, schön gestalteten Fußgängerzone mit entsprechenden Rechten für Lieferverkehr und Anwohner könnte gleich ein attraktiver Ausbau für Fußgänger der Straße auf dem Baggersand folgen. Schließlich werden die größten Parkflächen in Travemünde sich zukünftig am Ende dieser Straße befinden.

Auch eine Aufwertung der zukünftigen Promenade zwischen dem Gelände der Böbs Werft und dem Fähr Vorplatz sollte man schon einmal rechtzeitig planen, damit im Zuge der Bebauung des Parkplatzes Baggersand dort entsprechende touristische Aufenthaltsqualität geschaffen werden kann.

A. Nogenfritz schrieb am 14.02.2018 um 12.51 Uhr:
Die Herren Lindenau und Quirler machten den ziemlich verfestigten Eindruck, dass Schilder "gar nix bringen". Sie wollen aber ein Schild für "Verkehrsberuhigte Zone" aufstellen. Komischerweise glauben sie, dass dann dieses Schild beachtet wird. Es wird nicht funktionieren, weil nach der derzeitigen baulichen Situation den Fußgängern suggeriert wird, es wäre eine Fußgängerzone, in der sie tun und lassen können was sie wollen. Das tun sie auch. Daher ist auch eine "Verkehrsberuhigte ZOne so ohne weiteres nicht die Ideale Lösung. Die derzeitigen Situation führt zu Konflikten, weil die heute vorhandene Schildersituation bedeutet, dass PKW und Radfarer das Recht haben auf der Straße zu fahren und die Fußgänger dagegen nicht. Einige PKW-Fahrer und Radfahrer, meist die Einheimischen wissen dass, und glauben - jedenfalls einige nur - dass sie durch lautes Gasgeben im Leerlauf oder Klingeln dem auch Nachdruck verleihen müssen. Die Fußgänger achten darauf nicht, werden genau so aggressiv wie einige Radfahrer oder Autofahrer. Die Radfahrer müssen aber die Straße nutzen und die meist freien Gehwege, auf denen sie fahren könnten weil da oft niemand geht, dürfen sie nicht nützen. Abhilfe könnte teilweise schaffen, dass die Beschilderung deutlicher sagt, wie die Situation rechtlich ist, oder aber es wird baulich wie auch immer eine Situation geschaffen, welche von den Fußgängern zB wie eine "Verkehrsberuhigte Zone" verstanden und akzeptiert, aber fairer Weise sowohl Radfahrern wie Fußgängern ein Durchkommen gewährt wird. Das Problem wird aber weiterhin darin liegen, dass der Ostseeradwanderweg durch die Vorderreihe geht und oft auch Gruppen von Radfahrern auf ihren Radweg pochen, der europaweit in hunderttausenden Radwanderkarten eingezeichnet ist. Auch der übrige Radverkehr wird durch den Zuwachs zB an eBikes zunehmen, die Zahl der Touristen wird wegen Waterfront usw. zunehmen und die Vorderreihe ist dafür von der Aufnahmefähigkeit all dieser Verkehre nicht mehr ausreichend dimensioniert, da sie unter anderem für die Einheimischen eine wichtige verkehrliche Erschließungsfunktion hat und Verlagerungsmöglichkeiten von Verkehren sehr begrenzt ist. Es lassen sich aber bauliche Vorkehrungen treffen, welche die Kapazität erhöht, die dann zusammen mit intelligenten Hinweisen die Verkehre zum Teil trennen können, wie bessere Nutzung der Straße vor dem Terminal, oder dem parallel zur Vorderreihe laufenden Weg am Wasser von Fährplatz bis zum Terminal. Weiter wäre zu prüfen, ob man von den Grünflächen ein oder zwei Meter nützen kann zB für Cafés, die dann auf den Gehwegen Flächen frei geben. Es müssen jetzt Regelungen und Lösungen her. Es kann weiter so nicht bleiben.

Herrnburger schrieb am 14.02.2018 um 14.31 Uhr:
Sobald den Anwohnern klar wird, dass sie im Winter in einer Spielstraße die hälftige Straßenbreite vor ihrem Grundstück von Schnee und Eis zu befreien haben, werden die sich wünschen dass es keine Spielstraße geworden wäre. Siehe hierzu $ 5 Abs. 1 Nr. 2 der Straßenreinigungssatzung der HL.

Hardin Tenger schrieb am 14.02.2018 um 15.09 Uhr:
Es ginge auch so: Ab Glaspavillon (kann weg) bis Kaiserbrücke den ganzen Komplex Vorderreihe mit großen Granit-Platten auslegen. Die zur Wasserkante abfallenden Grünflächen bündig ersetzen mit Granit basierendn Sitzterrassen. Ideal dann für für Touris, Schiffespotter sowie auch uns für Normalos.
Natürlich und wirkungsvoll ließe sich die Terrassenführung weiterführen bis zur Lotsenstation.
( Sind dort nicht schon steinernde Sitzterrassen vorhanden ) ?
Notwendiger Hochwasserschutz ließe sich da idealerweise auch mit unterbringen.
Wie`s bestens geht, incl. Zone Radfahrer sowie Zone Anlieferungsverkehr, läßt sich am Kölner Rheinufer sowie auch in Basel besichtigen.
Was aber gar nicht geht, das wäre eine Beteiligung dieser Gruppe von Besserwissern mit dem hochtrabenden Label: "Gestaltungsbeirat" .

Sylvia Zastrow schrieb am 14.02.2018 um 15.26 Uhr:
Ganzjährig ist es den Touristen nicht klar, dass die Vorderreihe keine Fußgängerzone ist! Ohne nach re.u.li. zu gucken,wird die Straße überquert und benutzt. Radfahrer werden ausgebremst, bzw. müssen immer klingeln, niemand reagiert.Alle Rechte den Fußgängern! Es muss für jeden sichtbar sein, in irgendeiner Form, dass es keine Fußgängerzone ist,zu keiner Jahreszeit!Verkehrsberuhigte Zone und Radfahrer sind erlaubt.Die ständigen frechen Bemerkungen der Flanierenden müssen endlich mal im Keim erstickt werden, die müssen sofort sehen, es ist keine Fußgängerzone!

Michael St. schrieb am 15.02.2018 um 09.15 Uhr:
Wann endlich wird der erste Lübecker vorschlagen, die Bäume entlang der Vorderreihe abzusägen? Die sind bestimmt überaltert und leben sowieso nicht mehr lange. Außerdem kosten sie Parkplätze, stehen allen Verkehrsteilnehmern nur im Weg und gefährden mit ihrem unhygienischen Blätterdach und den sich darin verbergenden, salmonellen- und milbenverseuchten Vögeln auf extreme Weise die Gesundheit der Gäste in der Außengastronomie. Man stelle sich vor, was da alles von oben auf die Torten und Eisbecher rieselt! Vom herbstlichen, fauligen Laubfall mit seiner üblen Rutschgefahr mal ganz zu schweigen.

Weg mit dem verstaubten, antiquierten Charme! Eine sterile Flaniermeile à la Strandpromenade wäre doch viel sauberer und moderner und würde mit dem zauberhaften Charme der neuen Bebauung auf beiden Seiten der Trave perfekt harmonieren. Beton - Bauen für die Ewigkeit! Travemünde - Lübecks schönste Tochter for ever!

(Vorsicht Satire!)

J.Buggenthin schrieb am 15.02.2018 um 10.29 Uhr:
Genau Herr Tenger, ich finde auch, dass der Glaskasten am Ostpreußenkai stört. Das Bischen Weihnachtsgedingens kann auch im ehemaligen Pesel vertickt werden. Sollte mal irgendwann ein kleiner Kreuzfahrer kommen, dann wird sowieso ein Provisorium ohne Ende mit Zusatzzeunen ect. benötigt, das kann der Glaskasten dann auch nicht retten. Ein freier Blick auf das Wasser mit entsprechenden Freiflächen, das wollen wir Menschen.Die Mauer muß weg, häßlich bis geht nicht mehr diese Zäune, wie kann man nur sowas den Leuten "aufdoktrinieren". Selbst Klohäuser und einfache Pommesbuden nebenan dürfen am Ufer stehen. Die WC`s hätten längst in den Pasagen und Verbindungsgängen zur Kurgartenstraße integriert werden müssen. ....Tja nu ist es ja zu spähhhht?
Der Gulligestank ist immer noch da. Mir tun die Touris leid, die sich den teuren Fisch bestellt haben und dann erst merken wie dieser Ekelgestank aus dem Gulli zieht, wohlwissentlich, dass sie Ihre Bestellung nicht mehr rückgängig machen können.Deckel mit Kohlefilter oder Syfongfunktion können das doch sicher vermeiden.
Ich wünsche für Lübeck eine intelligente und somit Geldsparende Lösung,denn die Vorderreihe wurde doch erst neu gemacht? Ich finde es gut, dass Herr Lindenau die Sache nochmal nachbessern will, das zeigt, dass er offen für Neues ist

Flummy62 schrieb am 15.02.2018 um 11.11 Uhr:
Oh man ich verstehe nicht das es so ein großes Problem ist die Vorderreihe zum Ruhepol zu machen. Es geht doch in andere Städten auch. Bis elf Lieferungen usw. Ärzte gibt es doch nur noch einen ganz vorne. Das klappte woanders überall nur hier nicht komisch. Ich bin bereit mein Fahrrad zu schieben. In der Saison oder Wochenende benutze ich die Kurgartenstraße. Hoffe man findet eine gute Lösung und schnell. Wenn das so lange dauert wie mit dem Fahrradweg am Gneversdorferweg dann Prost.

Felix Baisickler schrieb am 15.02.2018 um 11.14 Uhr:
Hallo Sylvia Zastrow, ja, so ist das mit den lieben Fußgängern. Klingelt man, wird man angemacht, klingelt man nicht, wird man auch angemacht, weil man nicht klingelt. Und viele jüngere Fußgänger wissen nicht einmal mehr, wie sich eine Fahrradklingel anhört. Nach derzeitiger Rechtslage dürfen Fußgänger nicht auf der Straße gehen. Darum kümmert sich aber niemand. Die Radfahrer dürfen nicht auf dem GEhweg fahren, klar. Der ist aber frei, weil die Fußgänger diesen kaum oder gar nicht benützen. Würden die Radfahrer dort dann fahren, gäbe es einen Aufstand. Dürften die Radfahrer dann, wenn es verkehrsberuhigter Bereich wäre, auf dem bisherigen Gehweg fahren ? In Timmendorfer Strand gibt es auf der Promenade Schilder, welche sehr gelungen darauf hinweisen, dass man auf sich gegenseitig Rücksicht nehmen soll. Offenbar scheinen diese Schilder dort zu funktionieren. Die Herren der SPD gingen aber auf diese Vorschläge nicht ein, solche Schilder erst mal zu installieren, bis eine endgültige Lösung nach Jahren vielleicht kommt. Aber eine Endgültige Lösung geht nur, wenn auch bauliche Veränderungen diese neue Lösung unterstützen und sich selbst erklären. Aber wer soll glauben, dass die Lübecker für eine Verkehrsregelung in Travemünde GEld ausgeben wollen, weil der Umbau der Vorderreihe mehr Platz und mehr Möglichkeiten bringen würde, das Miteinander zu unterstützen ? Ich glaube das nicht. Und jetzt beginnt ja der Wahlkampf. Und da wird das Blaue von Himmel versprochen. Dass durch die Vorderreihe der Ostseeradwanderweg geht, weiß kaum jemand. Es werden immer mehr Radwanderer ! Verlegen ? Das nimmt keiner an. Und dann muss man erst mal 100.000ende von Radwanderkarten in ganz EUROPA ändern. Frisch ans Werk, liebe SPD !


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