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27-Jährige getötet: Verdächtiger in Haft

Lübeck - St. Lorenz Nord: Am Freitagmorgen, 11. September 2020, gegen 8 Uhr wurde die Polizei in Lübeck zu einem Einsatz in die Bornhövedstraße gerufen. Dort fand sie eine schwerverletzte Frau, die noch am Einsatzort verstarb. Nach Angaben von Nachbarn handelt es sich um eine zweifache Mutter, die einem Eifersuchtsdrama zum Opfer gefallen ist.

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Die Wohnungstür wurde versiegelt. Foto: STE

Nach aktuellem Stand der Ermittlungen hatte der Beschuldigte die ehemals gemeinsame Wohnung unbemerkt betreten und seine Ex-Lebensgefährtin und deren neuen Partner (33 Jahre) im Wohnzimmer angetroffen.

Nachdem die Zeugin dem Beschuldigten auf Frage mitgeteilt hatte, dass es sich bei dem Mann um ihren neuen Freund handele, soll der Beschuldigte begonnen haben, mit einem Messer auf die Frau einzustechen. Den Mann soll er unter Vorhalt des Messers zum Verlassen der Wohnung aufgefordert haben, was dieser tat und einen Notruf absetzte.


Das Opfer erlitt eine Vielzahl von Stich- und Schnittverletzungen, denen es trotz Versorgung durch die nur kurze Zeit später eingetroffenen Rettungskräfte noch in der Wohnung erlag. Die Obduktion ist noch nicht abgeschlossen.

Der Beschuldigte wurde von den Polizeibeamten vor dem Haus sitzend angetroffen und vorläufig festgenommen. Er hatte seinerseits einen Notruf abgesetzt und mitgeteilt, dass er seine Ex-Freundin mit Messerstichen verletzt habe.

Das Amtsgericht Lübeck hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Totschlags gegen den Beschuldigten erlassen. Er wurde der Justizvollzugsanstalt Lübeck zugeführt.

Nachbarn berichten, dass es sich um eine Mutter von zwei Kindern im Alter von vier und neun Jahren handelt.

Symbolbild.

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Text-Nummer: 140395   Autor: PD Lübeck/red.   vom 11.09.2020 um 11.30 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Mischa

schrieb am 11.09.2020 um 12.46 Uhr:
Vorab wünsche ich den Angehörigen, besonders den Kindern, dass sie diese Tat möglichst gut verarbeiten. Soweit das überhaupt möglich ist. Ich wünsche Euch für die nächsten Wochen und Monate viel Kraft!

Jens

schrieb am 11.09.2020 um 13.32 Uhr:
Liebe B. Du warst immer eine nette und liebe Kollegin. Ich bin erschrocken über diese Tat. Mein Beileid an deine Famiele und deinen Kindern. Wir werden an dich denken.
Ruhe in Frieden 😪

Sarah Mohnhaupt

schrieb am 11.09.2020 um 13.42 Uhr:
Oh Gott, wie schrecklich.
Die armen Kinder.
Wie kann ein Mensch nur so etwas tun?
Man kann nur hoffen, dass die Kinder allen Beistand bekommen und die Kraft finden dieses traumatische Erlebnis irgendwie halbwegs zu verarbeiten - wenn das überhaupt möglich ist.

hk

schrieb am 11.09.2020 um 16.06 Uhr:
Ich möchte darum bitten, eine solch schreckliche Tat in der medialen Berichterstattung als das zu benennen, was sie ist: Ein Femizid.

Die Bezeichnungen als Eifersuchtsdrama/ Beziehungsdrama/ Familiendrama verharmlosen die unzähligen Morde und Tötungen von Frauen in Deutschland.

Siehe auch: https://uebermedien.de/33214/ hasswort-beziehungsdrama/

Ganz viel Kraft an die Familie.

Mischa

schrieb am 11.09.2020 um 18.17 Uhr:
@hk:

Vielen Dank für Ihren Kommentar. Gleiches mahnte ich in meinem Kommentar auch an. Leider viel dieser Teil meines Kommentars der Zensur zum Opfer. Warum auch immer.

Aber so ist zumindest sicher, dass es jemand vom Team gelesen hat und evtl. in Zukunft beherzigt.

Finn Schneider

schrieb am 11.09.2020 um 19.16 Uhr:
Es ist schrecklich und nicht in Worte zu fassen.

Schrecklich, dass eine Frau, die ihr Leben selbstbestimmt führt, aus dem Leben genommen wird. Schrecklich, dass zwei Kinder auf diese Weise ihre Mutter verlieren.

Ich wünsche mir, dass Frauen in diesem Land sicherer und vor allem selbstbewusst und emanzipiert leben können.

SP

schrieb am 11.09.2020 um 21.35 Uhr:
Diese Tat stößt einfach nur auf Unverständnis. Für mich ist das kein Totschlag.
Wenn man sich zutritt zu einer Wohnung verschafft, ein Mensch ohne Ankündigung niedersticht, einen zweiten Menschen unter vorhalt der Tatwaffe aus der Wohnung schafft und dann wiederholt (laut Berichterstattung) auf die geschädigte einsicht dann ist das für mein Verständnis ein eiskalter und vorsätzlicher Mord!

Eine Junge Frau wird das Leben genommen. Zwei Kinder haben keine Mutter mehr und der Vater ist der Täter..
Ich wünsche allen Betroffenen aber besonders den Kindern, dass Sie diese bestialische Tat einigermaßen verarbeiten werden.

Andreas Meinold

schrieb am 14.09.2020 um 00.28 Uhr:
Auch von meiner Seite an dieser Stelle ein herzliches Beileid!
Es schmerzt sehr,daß dieser junge Mensch so früh brutal aus dem Leben gerissen wurde.

Man kann nicht in Worte fassen,was hier (wieder einmal) passiert ist. Ich erspare mir weitere Hinweise zum Täter,da diese aus politischer Überzeugung heraus eh gelöscht und mir fragwürdige Beweggründe unterstellt werden würden.

Nur soviel: "Wenn man weiterhin derartige Politik betreibt, Diskussionen und Maßnahmen unterbindet, wird es weiter derart patriarchisch geprägte, völlig unnötige Morde geben.

(...)

R I P Bianca!