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Großbrand auf Schrottplatz

Lübeck - Kücknitz: Am Dienstag, 15. September, kam es gegen 3 Uhr zu einem Brand auf einem Schrottplatz in Herrenwyk. Die Bevölkerung in Kücknitz, Schlutup und Israelsdorf wurde aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen. Es waren Schrottautos in Brand geraten. Das Feuer breitete sich auf einer Fläche von 1300 Quadratmeter aus. Der Sachschaden wird auf 60.000 Euro geschätzt. Die Kripo sicherte vor Ort Spuren.

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Neben der Brandbekämpfung auf einer Fläche von circa 1300 Quadratmeter und dem Schutz umliegender Hallen war zunächst die Sicherstellung der Wasserversorgung einer der Einsatzschwerpunkte. Hierzu wurde das Löschboot der Feuerwache 4 alarmiert. Das Löschboot pumpt Wasser aus der Trave, welches dann über Schlauchleitungen zur Brandstelle gefördert wird. Die Brandbekämpfung erfolgt über zwei Drehleitern sowie mehreren Rohren vom Boden.


Um 3.35 Uhr wurde die Bevölkerung mittels des modularen Warnsystems und der damit ausgelösten Warnapp NINA und verbundenen Radiosendern über den Brand informiert und aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Auch Lautsprecherwagen waren in den betroffenen Straßen unterwegs. Die Rauchentwicklung nahm schnell ab. Mit Kränen des Unternehmens wurden die Autowracks einzeln abgehoben und gelöscht.

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Im Einsatz befinden sich die Wache 1, Wache 3 und Wache 4 der Berufsfeuerwehr, die Freiwilligen Feuerwehren Kücknitz und Dummersdorf sowie zwei spezielle Löschzüge zur Unterstützung der Wasserversorgung. Weitere Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren wurden in die Gerätehäuser alarmiert, um den Grundschutz der Stadt weiterhin sicherzustellen. Die Versorgung der Einsatzkräfte wird übernommen von den Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz
und Johanniter Unfallhilfe. Der Malteser Hilfsdienst stellte die Kraftstofflogistik.

Das Feuer war am Mittag gelöscht.

Es kommt zu einer starken Rauchentwicklung. Fenster und Türen sollten in der Umgebung geschlossen werden. Fotos: STE

Es kommt zu einer starken Rauchentwicklung. Fenster und Türen sollten in der Umgebung geschlossen werden. Fotos: STE


Text-Nummer: 140458   Autor: Feuerwehr/red.   vom 15.09.2020 um 05.44 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Johnny

schrieb am 15.09.2020 um 08.28 Uhr:
Da habe ich mal eine Frage zur Warnapp. Ja, es kam in der Nacht als Nachricht...sah ich dann heute Morgen. Wenn das Smartphone also, in der Nacht, auf stumm gestellt ist, kommt kein Signalton der App oder schlief ich nur zu fest?

t-gahrmann errinnert an...

schrieb am 15.09.2020 um 09.02 Uhr:
...Großbrand vor Jahren in derselben Umgebung. Glück im Unglück, es weht nicht Richtung Lübecker Innenstadt...wo bekannter Massen Gasprüf-Geräte hergestellt werden.... mit hoher Besiedlungsdichte.
Die allerdings vom Rauch betroffenen Lübecker Wohngebiete erfordern
Rauchgasmessungen, zumal die Giftigen Gase sehr unterschiedlich schädigen und entsprechend unterschiedlich therapiert werden müssen.
Mal wieder eine Aufgabe fürs Gesundheitsamt Lübeck.
Eine ärztliche UMWELTMEDIZINISCHE SPRECHSTUNDE beim o.g. Amt KÖNNTE
aktuell betroffene Einwohner beraten.
P.s.: Deponien entzünden sich bei Hitze erfahrungsgemäß sehr leicht

Micha

schrieb am 15.09.2020 um 09.13 Uhr:
Genau das ist es!

Nichts hat funktioniert!!!
Lautsprecher Durchsagen?
Also hier in der elbingstraße wurde keine wahrgenommen!
Das haben mir mehrere Nachbarn bestätigt.
Entweder waren wir alle im komatösen Tiefschlaf, oder es gab keine Durchsagen!
Mit den altbewährten Sirenen wäre man wach geworden!

Lübecker Deern

schrieb am 15.09.2020 um 09.55 Uhr:
@ Micha...

in den betroffenen Straßen wurde gewarnt...
Mann muss aber nicht in der Elbingstr warnen zumal der Wind gleich null war und auch die Windrichtung nichts an Rauch in die Elbingstr getragen hätte.

Wenn die Sirenen noch funktionieren würden, was wäre dann gewesen?
Sie wären wach geworden, hätten realisiert das es irgendwo brennt und hätten weiter geschlafen... oder etwa nicht?

Die Sirene hätte Ihnen ja auch nicht mitgeteilt das Sie Fenster und Türen schließen sollen.

Pascal

schrieb am 15.09.2020 um 10.01 Uhr:
Also hier in der KücknitzerHauptstrasse war die Feuerwehr um 4:15 Uhr
mit einem Einsatzfahrzeug unterwegs mit Lautsprecher mit der Ansage das doch Fenster und Türen zu schliessen sind wegen einem Feuer.
Ich kann mich echt nicht beschweren wurde gewarnt was am Donnerstag ja voll in die Hose ging muss ich sagen!!
Gute Erholung den Einsatzkräften die wohl immer noch am Einsatzort sind
schön das es euch gibt!!
Danke

Antje

schrieb am 15.09.2020 um 10.02 Uhr:
Also im Schnitterweg hat das gut funktioniert. Um 05.15h wurde ich von den Lautsprecher Durchsagen geweckt.

HaJo

schrieb am 15.09.2020 um 10.46 Uhr:
@ Johnny
Eventuell zu fest geschlafen oder falsche Konfiguration. Bei NINA lässt sich bei Einstellungen festlegen ab welcher Warnstufe benachrichtigt werden soll und welche Warntöne abgespielt werden. Bei Android-'Einstellungen' lässt sich unter 'Benachrichtigungen' für jede App einstellen ob Benachrichtigungen blockiert, stumm geschaltet oder auf dem Sperrbildschirm angezeigt werden. Es kann auch 'Nicht stören' überstimmt werden. Vielleicht stand ihr Smartphone auf nachts auf 'Nicht stören' und die letzte Option war nicht aktiviert.
Bei KATWARN lässt sich zur Überprüfung der Einstellungen eine persönliche Testwarnung auslösen. Dazu beim Ort ganz nach unten scrollen und auf 'Testwarnung' klicken.

Andre Christians

schrieb am 15.09.2020 um 10.49 Uhr:
@Micha,
Die Warnung galt auch nicht für den Roten Hahn. ;-)
MfG A.Christians

Naturwissenschaftler

schrieb am 15.09.2020 um 11.47 Uhr:
Sehr interessante Kommentare.

@t-Gahrmann

Ja die Umgebungstemperatur hat damit sicher zu tun. Wer kennt es nicht? Es ist Sommer und zack fangen die ganzen Autos unvermittelt, ab 15 Grad Celsius, am Straßenrand an zu brennen.

Kücknitzerin

schrieb am 15.09.2020 um 12.35 Uhr:
Ich wohne in der Wallbergsiedlung. Wir wurden nicht gewarnt. Der Qualm hatte sich am Waldrand festgesetzt und es hat ziemlich gestunken. Ich dachte so gegen 6.00 Uhr, es wäre ziemlich nebelig. Wie unter einer Glasglocke. Gegen 8.30Uhr hat es sich dann gegeben.

Auch Wallberg

schrieb am 15.09.2020 um 16.04 Uhr:
Ja, das stimmt. Wir haben heut nacht auch keine Warnungen gehört, die Feuerwehrautos hab ich allerdings fahren hören. Und heut morgen lag der Nebel wie nach einer Nacht mit Sylvesterböllern. Hat auch so gerochen :)

Rosemarie Kottke

schrieb am 15.09.2020 um 17.39 Uhr:
Hier in Siems, habe ich erst um 5:20 Uhr eine Stimme entfernt gehört. Um zu verstehen musste ich raus gehen, dann hörte ich sehr leise die Durchsagen. Ich machte Radio an, aber erst um 6 Uhr habe ich erfahren was los ist. Reichlich spät, was wäre wenn es eine Giftwolke gewesen wäre. Ich schlafe bei offenem Fenster. Keine Sirene, keinen Alarm, keine Warnung auf Handy.

Binnenschiffer

schrieb am 15.09.2020 um 19.21 Uhr:
Weiss jemand, weshalb es in der Gegend schon am Tag zuvor extrem nach Öl gestunken hat???

Cornelius Valerian

schrieb am 15.09.2020 um 22.21 Uhr:
Bitte sehr, haben wir gerne gemacht. Ach wartet mal, es hat sich keiner bedankt bei den Kameraden und Kameradinnen, die auch ehrenamtlich mitten in der Nacht für euch ausrücken, stundenlang harte und stressige Arbeit machen, damit andere in Sicherheit sind und möglichst ungestöhrt Schlafen können. Statdessen wird nur immer gemeckert und genörgelt, weil jeder sich selbst für am wichtigsten hällt und ohne alle Fakten zu kennen meint, mitreden zu müssen. Unsere Gesellschaft ist ech an einem Tiefpunkt angekommen. Schämt euch.

Max Müller

schrieb am 16.09.2020 um 08.51 Uhr:
@Cornelius Valerian...Daumen hoch....ich habe auch das Gefühl, dass die Menschen von Tag zu Tag blöder und nur nich "Ich, Ich, Ich..." bezogen werden.

Am Anfang der Pandemie waren die Menschen überwiegend sehr enspannt und haben m.M. auch dieses "runterfahren" genossen. Doch jemehr der Alltag mit den jetzigen Einschrängungen zurückgekehrt, um so agressiver werden die Menschen :-(

dr med Tetzlaff-g fragt. :..

schrieb am 16.09.2020 um 09.19 Uhr:
Wer sichert die Spuren der Gesundheitsschädigung ???
Da sind Fachärzte gefragt. Z.Beispiel beim Gesundheitsamt Lübeck.
Nicht nur giftige Gase, sondern auch hochgewirbelter Feinstaub verursachen Langzeitschäden.
Für die mutigen "Baggerfahrer" des Unternehmens ist der dortige Betriebsarzt zuständig.
Wer bleibt zuständig für das stark belastete Löschwasser, wohin ist es geflossen ?
KOMPLEXE SPURENSICHERUNG sofort, bevor alles verweht !
ÄRZTLICHE UMWELTMEDIZINISCHE SRECHSTUNDE beim Gesundheitsamt ?

Johnny

schrieb am 16.09.2020 um 12.23 Uhr:
@HaJo: Danke!

Sabine K.

schrieb am 16.09.2020 um 12.50 Uhr:
Aus gesicherter Quelle weiß ich das die Lübecker Wasserbehörde direkt morgens vor Ort war und Proben vom Löschwasser genommen hat. Tankwagen, welche das Löschwasser abgesaugt haben, habe ich auch gesehen. Denke die Lübecker Behörden wissen schon was gemacht werden muss. Übrigens Feinstaubmessungen und Gasmessungen werden immer bei einen Großfeuer genommen. Herr Tetzlaff, vertrauen Sie auf die Lübecker Behörden, die machen das schon!

HaJo

schrieb am 16.09.2020 um 17.10 Uhr:
Eine positive Nachricht: NINA hat bei mir (auch akustisch) alarmiert. Da ich weit genug entfernt wohne, habe ich nun das Meldegebiet von ganz Lübeck (Gemeinde)auf meine Wohnanschrift und 9 km² reduziert. Ich weiß aber nicht, welche Fläche bei der Einstellung "Aktueller Standort" genutzt wird. Dort gibt es keine Bearbeigungsmöglichkeit des Warngebietes.